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Inflation Bekleidung und Schuhe

Modeartikel mit Preisveränderungen durch Saisonhandel

Bei den Ausgabegruppen im Rahmen des Warenkorbes für die Inflationsberechnung gibt es auch Gruppen, die saisonal stärker auftreten und dann wieder für einige Monate aus den Berichten verschwinden. Eine solche Ausgabengruppe ist "Bekleidung und Schuhe", bei der es häufiger im Monatsvergleich starke Unterschiede geben kann.

Inflation Mode und Saisonartikel

Diese Ausgabengruppe hat beim Saisonwechsel eine große Bedeutung, wenn zuerst die Produkte deutlich günstiger werden, weil die Unternehmen mit dem Sommerschlussverkauf, Winterschlussverkauf oder ähnlichen Aktionen die alten Kollektionen loswerden wollen und kurz darauf steigt die Bedeutung nochmals, wenn die neue Ware teurer verkauft wird.

Zuerst schwächt die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" die Inflation ab, weil die Produkte deutlich günstiger werden und manchmal im Jahresvergleich die Preise um bis zu 20 Prozent sinken, aber mit der neuen und aktuellen Kollektion steigen die Preise dann wieder an und damit wird die Inflationsrate auch insgesamt angehoben. Ist dieser Saisonwechsel vorüber, tritt wieder Ruhe ein, bis die nächste entsprechende Aktion beginnt. Die Veränderungen können daher vor allem im Monatsvergleich auffallen, denn der Saisonverkauf ist jedes Jahr anzutreffen, aber der Unterschied zum Vormonat wirkt viel stärker, wenn es einmal günstige Saisonware gibt und im Folgemonat nicht mehr.

In dieser Ausgabengruppe gibt es natürlich die unterschiedlichsten Produkte aus der Modewelt von Kinderkleidung über Kleidungsstücke für Frauen und Männer von der Jeans über Berufskleidung bis zur Freizeitmode. Gleiches gilt für die unterschiedlichsten Arten von Schuhe.

"Bekleidung und Schuhe" werden im Warenkorb und bei der Berechnung der Inflationsrate mit knapp über 6 % Gewichtung berücksichtigt. Im Jahresvergleich spielt die Ausgabengruppe selten eine große Rolle, zu unterschiedlich ist dabei auch die Marktsituation. Aber von Monat zu Monat wird sie öfter in den monatlichen Berechnungen genannt, weil der Ausverkauf der alten Ware und der Verkauf der neuen Ware im Preisniveau starke Differenzen erzeugen kann. Zuerst verkauft man günstig die Mode der bisherigen Saison, um Platz für die neue zu haben, die dann mit höheren Preisen angeboten wird.

Es gibt in der Ausgabengruppe aber keine wesentlichen Überraschungen wie etwa bei den Wohnkosten durch plötzlich stark gestiegene Energiepreise oder beim Verkehr durch teurere Treibstoffe. Die Kleidung braucht man immer, die Schuhe auch, die Herstellung funktioniert meist gleich und so gibt es Beständigkeit mit Ausnahme eben der Saisonaktionen.

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Inflation Bekleidung und SchuheArtikel-Thema:
Inflation Bekleidung und Schuhe
letztes Datum:
04. 11. 2019

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