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Inflation Verkehr

Ausgabengruppe mit den Treibstoffen, Flugtickets und PKW-Kosten

Neben "Wohnung, Wasser, Energie" ist die Ausgabengruppe "Verkehr" die wichtigste im Warenkorb für die Erhebung der Inflationsrate. Denn vom Verkehr ergo der Mobilität sind so gut wie alle Menschen abhängig, sei es mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln und das gilt auch für die Leute, die nur mit dem Fahrrad unterwegs sind, denn das Brot wird auch mit dem Auto geliefert oder beim Bäcker das Mehl für das Brot.

Inflation: Sprit und Inflationsrate

Die Veränderung der Kosten für Bahnkarten ist daher eine Möglichkeit der Preisveränderung, aber keine, die sich oft zu Buche schlägt. Ganz anders schaut es mit dem heiklen Thema Treibstoff aus, denn die immer teurer werdenden Treibstoffe aufgrund der Rohölverknappung und des hohen Bedarfes an Benzin und Diesel ist stets ein Thema, mal mehr mal weniger. Und bei besonders teurem Kraftstoff ist die Ausgabengruppe Verkehr häufig der Preistreiber schlechthin, wenn es um die Bewertung der aktuellen Inflationsrate geht.

Neben den Treibstoffen ist auch die Preissituation bei Neuwagen und die Kostensituation bei den PKW-Reparaturen Teil dieser Kostengruppe. Ebenfalls enthalten sind Kosten, die selten Erwähnung finden wie die Preise für Fahrräder oder auch motorisierte einspurige Fahrzeuge wie Moped oder Motorrad. Hier gibt es auch Preisentwicklungen, die sich aber selten so schwer auswirken wie jene bei den Autos selbst. Flugtickets spielen ebenfalls eine Rolle und sind auch an den Ölpreis gekoppelt.

Mit einer Gewichtung von über 14 Prozent innerhalb des Warenkorbs ist nach "Wohnung, Wasser, Energie" (über 18 Prozent) die Ausgabengruppe "Verkehr" eine der wesentlichsten für die Inflationsberechnung und eine der dynamischsten sowieso, weil durch die Spekulation die Preisunterschiede beim Erdöl von Monat zu Monat stark variieren können.

Erdöl und Verkehr

Wie stark diese Gruppe die Inflationsrate prägen kann, haben die letzten Jahre gezeigt. Zuerst gab es kaum einen Erdölpreis unter 100 US-Dollar, wodurch die Inflationsrate sehr hoch gestiegen war. Im Jahr 2008 gab es gar erstmals einen Ölpreis über 160 US-Dollar und Spekulanten hatten ihre Freude - die Pendler weniger.

Und dann gab es neue Anbieter in den USA, die mit dem mehr als umstrittenen Fracking Erdöl fördern konnten, womit die arabischen Anbieter neue Konkurrenz hatten. Also ließen diese den Ölpreis in den Boden rasen, um die neuen Anbieter wirtschaftlich zu erledigen, was zur Folge hatte, dass der Ölpreis unter 30 US-Dollar fiel. Die Folge: fast eine Deflation in Europa und auch in Österreich gab es die geringsten Inflationsraten seit langer Zeit - einzig wegen der Treibstoffpreise ergo dem ungewöhnlich niedrigen Ölpreis.

Beide Beispiele zeigen zum einen, wie abhängig die Menschheit weiterhin vom Erdöl ist und zum anderen, wie eine ganze Wirtschaft nachhaltig beeinflußt sein kann.

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Inflation Verkehr TreibstoffeArtikel-Thema:
Inflation Verkehr
letztes Datum:
05. 11. 2019

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