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Inflation Wohnung, Wasser, Energie

Wohnungskosten samt Miete und Energie

Die wichtigste Ausgabengruppe in der Ermittlung der Inflationsrate durch den Warenkorb ist "Wohnung, Wasser und Energie", die im Warenkorb mit einer Gewichtung von über 18 Prozent den größten Schwerpunkt darstellt. Das ist auch weiter nicht verwunderlich, denn die Menschen sind vom Wohnraum und damit dem Lebensaufenthalt abhängig und gleiches gilt für die Energie, um Kochen und Heizen zu können. Wie wichtig das Wasser für die Menschen ist, ist ohnehin bekannt.

Inflation: Mietkosten und Energiekosten

In den monatlichen Berichten zur Inflationsrate hat diese Ausgabengruppe daher stets seinen Platz, wobei es von der Wirtschaftslage abhängt, wie schwerwiegend der Anteil an der Entwicklung der Inflationsrate ist. Dabei spielen zwei wesentliche Faktoren eine Rolle. Zum einen, wie sich die Mietpreise entwickeln, weil die Wohnungskosten betreffen eigentlich durchwegs die Mieten, die meist monatlich zu entrichten sind. Steigen diese, dann ist dies für die Inflationsrate ebenfalls eine schwerwiegende Veränderung.

Der zweite Faktor ist die Frage, wie sich die Energiepreise verhalten. Wenn das Erdöl wieder einmal sehr teuer geworden ist, dann steigen nicht nur die Preise für die Treibstoffe, sondern auch für das Heizöl, das weiterhin eine wesentliche Energieform in Haushalten darstellt. Aber auch Gas und Strom unterliegen Preisschwankungen, die sich hier bemerkbar machen. Die Kosten für das Wasser spielen hingegen kaum eine Rolle und sind über Jahre hinweg meist gleich.

Berücksichtigt werden in dieser Kostengruppe auch die Veränderungen bei der Sanierung von Wohnraum. Die Instandhaltungskosten betreffen viele Haushalte und wirken sich daher auch auf die Inflationsrate aus.

Wohnungskosten in der Inflationsentwicklung

Bei deutlichen Preissteigerungen ist diese Ausgabengruppe häufig der Preistreiber, wobei bei teurem Erdöl der Verkehr mit den Treibstoffpreisen noch schwerer wiegt. Vom Wohnen sind alle abhängig und daher sind die 18 Prozent Gewichtung innerhalb des gesamten Warenkorbs mehr als gerechtfertigt.

Man muss aber die Preisdynamik unterscheiden. Beim Ölpreis kann es schnell einen Sprung nach oben oder unten geben und man hat beide Extreme in den letzten Jahren erleben können. 2008 gab es gleich 160 Dollar für ein Fass Rohöl und vor wenigen Jahren war der Ölpreis unter 30 Dollar gefallen. Das heißt, dass die Treibstoffe und auch das Heizöl mal sehr steil in den Kosten ansteigen und aber ebenso steil nach unten abstürzen können - obwohl das niemand mehr für möglich gehalten hatte.

Bei den Mieten sieht die Lage anders aus. Wenn sich die Mieten um 3 bis 4 % erhöhen, was etwa 2018 und 2019 stets der Fall war, dann steigt der Wert jeden Monat an, bis sich der Jahresvergleich ausgeglichen hat. Eine sprunghafte Erhöhung gibt es nicht, weil man dann politisch auch sofort unter Druck geraten würde, ein Absenken ist kaum denkbar, weil Grund und Boden nicht wachsen kann und es eine natürliche Sache ist, dass die Nachfrage hoch bleibt, das Angebot aber geringer ausfällt, was den Preis stützt.

Auch bei den Sanierungsarbeiten von Wohnraum gibt es stabile Preiszuwächse ohne große Überraschungen.

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Inflation Wohnung Wasser EnergieArtikel-Thema: Inflation Wohnung, Wasser, Energie
Beschreibung: Die Ausgabengruppe Wohnung, Wasser und Energie ist neben Verkehr die wichtigste Ausgabengruppe bei der Berechnung der Inflation.

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