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Arbeitslosigkeit Langzeitarbeitslose

Seit einem Jahr ununterbrochen ohne Job

Eine besonders sensible Größe in der Arbeitslosenstatistik ist jene der Langzeitarbeitslosen. Darunter sind jene Frauen und Männer zu verstehen, die seit mindestens einem Jahr durchgehend auf Arbeitsplatzsuche sind und damit auch schwer wieder zu integrieren, wobei die Gründe unterschiedliche sein können.

Langzeitarbeitslose: lange Suche nach neuem Arbeitsplatz

Wenn man weiß, wie sehr man sozial abgenabelt wird, wenn man keinen Arbeitsplatz findet, dann weiß man auch, wie schwierig die Situation für betroffenen Menschen ist und daher ist das Bestreben nach Senken der Zahl der Langzeitarbeitslosen in der Arbeitslosenstatistik ein großes Ziel jedes Staates. Denn die Tatsache, dass jemand schon lange einen Job sucht, sagt wenig darüber aus, wie es dazu gekommen sein mag.

Auch Leute mit guter Ausbildung oder hoher Berufserfahrung können davon betroffen sein, wenn ein großes Unternehmen zusperren muss oder Filialen geschlossen werden. Ist in der Region keine Alternative vorhanden, dann wird es schwierig, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Manche sind Singles und können leichter die Region wechseln, andere haben sich mit ihrer Familie ein Haus gebaut und können bzw. wollen nicht wegziehen, was man auch gut verstehen kann.

Je schwieriger die Situation in der Wirtschaft und damit am Arbeitsmarkt ist, desto eher steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen, weil es generell weniger Jobs gibt. Natürlich ist eine geringere Ausbildung auch ein Faktor, der die lange Suche nach einem Job fördert, aber auch Leute mit guter Ausbildung, mehrfachem Studium oder jahrelanger Verkaufserfahrung können Monate brauchen, bis sie wieder fündig wurden. Es hängt dann auch von der Struktur der Gesellschaft ab, wie leicht oder schwer es ist, wieder in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.

Gerade die nicht vorhandene Ausbildung ist ein häufiger Indikator, warum man auch bei vielen offenen Stellen nicht mehr vermittelt werden kann. Außerdem ist zu beachten, welche Stellen offen sind ergo am Arbeitsmarkt angeboten werden. Das sind vielleicht nicht gerade jene, die man selbst anstreben möchte und nicht über die nötigen Rahmenbedingungen verfügen.

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In der monatlichen Arbeitslosenstatistik werden die verschiedensten Personengruppen berücksichtigt, um zu erfassen, wie der jeweilige Trend aussieht. Ein Unterschied ist etwa die Entwicklung bei den Frauen zu den Zahlen der Männer oder auch der Vergleich von Inländer zu Ausländer. Im Krisenfall steigt die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern besonders rasch an.

Die Entwicklung bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre wird besonders beachtet, da viele junge Arbeitslose nie gut für die Gesellschaft sind. Große Probleme gibt es oft bei Behinderte und Menschen 50 plus vor allem in Krisenzeiten, da ältere und behinderte Personen schwerer eine neue Stelle finden als andere Menschen. Das führt auch zum Begriff der Langzeitarbeitslosen.

Dazu gibt es spezielle Themen in der Arbeitslosenstatistik. Die Region kann eine Rolle spielen, also etwa der Vergleich der Entwicklung je nach Bundesland und auch die Zahl der Schulungsteilnehmer ist wichtig, da diese Personen zwar auch arbeitslos sind, aber nicht offiziell dazugezählt werden.

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Arbeitslosigkeit LangzeitarbeitsloseArtikel-Thema: Arbeitslosigkeit Langzeitarbeitslose
Beschreibung: Die Langzeitarbeitslosen sind in der Arbeitslosenstatistik jene Menschen, die zumindest schon ein Jahr ununterbrochen einen neuen Arbeitsplatz suchen.

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