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Arbeitslosigkeit Schulungsteilnehmer

Arbeitslose Menschen, aber nicht offiziell

Die österreichische Arbeitslosenstatistik weist als eigene Rubrik jene der Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer aus. Dabei handelt es sich um jene Arbeitslosen, die aktuell an Schulungen, die vom Arbeitsmarktservice (AMS) angeboten werden, teilnehmen bzw. diesen zugewiesen wurden.

Schulungsteilnehmer: arbeitslos, aber irgendwie dann doch nicht

Die Aufgabe dieser Schulungsmaßnahmen besteht darin, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, also die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu erleichtern. Fortbildungen, Umschulungsmaßnahmen und ähnliche Seminare und Intensivwochen werden dabei angeboten, je nach bisheriger Berufserfahrung, Berufswunsch und natürlich auch angebotener Programme und freier Plätze. Manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sehr gute Erfahrungen damit machen können, andere waren wenig davon erbaut und empfanden die Schulung als Zeitverschwendung. Die Kritik nahm in den letzten Jahren zu und so wurden die Vergaben überdacht und strengere Rahmenbedingungen geschaffen.

Interessant ist die Schulungsmaßnahme aber auch im statistischen Hinblick, denn wer arbeitslos ist und an einer solchen Schulung teilnimmt, ist offiziell nicht arbeitslos. Das ist eigentlich ein Trick, um die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Österreich zum Zeitpunkt der Statistikerstellung zu reduzieren. In den Medien funktioniert dies aber nicht, weil dort die offiziell arbeitslos gemeldeten Menschen mit jenen in den Schulungsmaßnahmen zusammengezählt werden und daher die Zahl der Arbeitslosen zwar übernommen wird, aber stets der Hinweis auf die nicht angeführten auch ergeht.

In der Zwischenzeit hat auch das zuständige Ministerium dies erkannt und zählt beide Personengruppen zusammen, um einen ehrlicheren Trend anführen zu können. Das macht auch Sinn, denn schließlich ist der Arbeitsmarkt so wie er ist und wird nicht besser, wenn man die Zahlen abschwächt. Außerdem sind durch die strengeren Vergaberichtlinien auch mehr offiziell arbeitslose Menschen zu finden und weniger Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer.

Kein österreichisches Phänomen

Das "Hinbiegen" der Arbeitslosenzahlen zeigt die Bedeutung der monatlichen Berichte auch und vor allem in den Medien. Eine Regierung gerät schnell unter Druck, wenn es zu viele Arbeitslose gibt und kann sich selbst feiern, wenn es wenige Arbeitslose gibt. Dabei werden die interessantesten Konstruktionen gewählt wie etwa in Deutschland, wo Leute so wenig für echte Arbeit verdienen, dass sie trotzdem noch Arbeitslosengeld beziehen. Solche Leute nennt man "Aufstocker", weil ihr Einkommen noch aufgestockt werden muss. Da sie Arbeitslosengeld beziehen, müssten sie in der Statistik mitgezählt werden, aber genau das passiert nicht - aus den bereits genannten Gründen.

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In der monatlichen Arbeitslosenstatistik werden die verschiedensten Personengruppen berücksichtigt, um zu erfassen, wie der jeweilige Trend aussieht. Ein Unterschied ist etwa die Entwicklung bei den Frauen zu den Zahlen der Männer oder auch der Vergleich von Inländer zu Ausländer. Im Krisenfall steigt die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern besonders rasch an.

Die Entwicklung bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre wird besonders beachtet, da viele junge Arbeitslose nie gut für die Gesellschaft sind. Große Probleme gibt es oft bei Behinderte und Menschen 50 plus vor allem in Krisenzeiten, da ältere und behinderte Personen schwerer eine neue Stelle finden als andere Menschen. Das führt auch zum Begriff der Langzeitarbeitslosen.

Dazu gibt es spezielle Themen in der Arbeitslosenstatistik. Die Region kann eine Rolle spielen, also etwa der Vergleich der Entwicklung je nach Bundesland und auch die Zahl der Schulungsteilnehmer ist wichtig, da diese Personen zwar auch arbeitslos sind, aber nicht offiziell dazugezählt werden.

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Arbeitslosigkeit SchulungsteilnehmerArtikel-Thema: Arbeitslosigkeit Schulungsteilnehmer
Beschreibung: Grundlagen über die Schulungsteilnehmer in der Arbeitslosenstatistik am Beispiel von Österreich und der Umgang mit diesen Menschen laut Statistik.

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