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Unternehmen Direktvertrieb

Selbst die Ware verkaufen

Beim Vertrieb und der Entscheidung, wie man seine Produkte und/oder Dienstleistungen an die Kundinnen und Kunden bringen möchte und könnte, unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Konzepte. Das eine ist der Direktvertrieb, das andere ist der indirekte Vertrieb, wobei jede Richtung ihre Vorteile und Nachteile hat.

Direktvertrieb: Verkauf im eigenen Namen

Die wesentliche Unterscheidung ist, dass man beim Direktvertrieb selbst die Verkaufsaktion durchführt. Beim indirekten Vertrieb sind externe Berater, Partner, Handelsbetriebe oder ähnliche Organisationen mit dem Verkaufen betraut. Häufig ist daher die indirekte Vertriebsschiene gewählt, aber auch den Direktvertrieb trifft man oft an.

Wann ist nun ein Direktvertrieb gegeben? Das ist dann der Fall, wenn man im eigenen Namen selbst verkauft. Ein Versicherungsunternehmen, das eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anstellt, die beim Kunden die Versicherungsprodukte vorstellen und den Vertragsabschluss anstreben, sind ein Beispiel für den Direktvertrieb. Indirekt wäre es dann, wenn es externe - zum Beispiel selbständige - Versicherungsberaterinnen und Versicherungsberater wären, die die Verkaufsleistung durchführen und sich dann mit der Provision ihr Geld holen.

Viele Hersteller wählen den Weg, dass sie ein eigenes Geschäftslokal aufbauen und dort die selbst produzierten Waren und Güter verkaufen. Damit sparen sie sich die Provisionen und Aufschläge der verschiedenen Ebenen (Großhandel, Einzelhandel) und können günstiger anbieten oder eine höhere Spanne erzielen. Der Preis hierfür ist natürlich, dass man dann die Kosten für das Verkaufslokal miteinbeziehen muss und nicht immer rechnet sich dieser Weg.

Direktvertrieb und Internet

Direktvertrieb läuft auch im Internet und wird immer wichtiger. Wenn ein Hersteller eine Webseite mit einem Onlineshop aufbaut und auf diesem Weg den Verkauf im Rahmen des E-Commerce wählt, ist auch dann der Direktvertrieb gegeben, da es keine Zwischenhändler externer Natur gibt.

Das Internet hat damit auch das Verhältnis stark verändert, ob man selbst verkauft oder ob man über den normalen Handelsweg oder über Vertreter geht. Denn der Onlineshop ist gar nicht so aufwendig und man kann viele Kostenfaktoren ausschließen. Man muss gar nicht ein Straßengeschäft aufbauen, was Miete, Personal und Lager kostet und kann trotzdem erfolgreich sein. Das extremste Beispiel ist wohl Amazon, das als Versandhaus ausschließlich per Internet verkauft hat - allerdings ist Amazon ein Händler und kein Hersteller.

Schwierige Entscheidung

Ob man selbst verkaufen möchte oder ob man lieber Produkte über den Handel anbietet ist eine Entscheidung, die manchmal sehr einfach ist und manchmal sehr schwierig. Bei Lebensmittel wird man wohl über den Handel gehen, bei individuellen Produkten und wenigen Kunden ist der direkte Vertrieb die vielleicht bessere Option. Aber die Entscheidung ist eine individuelle, die von Unternehmen zu Unternehmen anders ausfallen kann.

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Unternehmen Vertrieb DirektvertriebArtikel-Thema:
Unternehmen Direktvertrieb
letztes Datum:
13. 11. 2019

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