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Börse Börsengang / Going Public / IPO

Ein Unternehmen geht erstmals an die Börse

Die Börse ist kein Pflichtprogramm in der Wirtschaft und so gibt es sehr wohl die normale Herangehensweise, um sein Unternehmen zu führen. Aber die Börse bietet einen großen Vorteil, denn man kommt recht einfach zu frischem Geld, das dauerhaft im Unternehmen Projekte finanzieren kann oder auch die Erweiterungen erst ermöglichen. Grundlage ist dabei die Ausgabe von Aktien als Unternehmensanteile, wobei die einzelne Aktie in der Regel günstig zu erwerben ist und so ist sie für Unternehmen, Banken, Großanleger und auch finanziell nicht so starke Privatanleger ein Thema. Damit streut man die Anteile am Unternehmen und bekommt als Gegenleistung frisches Geld.

Nicht wenige Unternehmen haben jahrelang sich selbst finanziert und dann doch beschlossen, den Schritt an die Börse zu unternehmen. Je nach Land und Kultur sind mehr oder weniger Unternehmen an der Börse notiert, der erste Schritt, wenn man sich dazu entschließt, ist aber immer der gleiche: der Börsengang.

Börsengang: ein Unternehmen geht an die Börse

Das Argument schlechthin für den Börsengang ist die Aussicht, mehr Geld von außen zu erhalten, um damit arbeiten zu können. Aber nicht jedes Unternehmen kann an der Börse Aktien anbieten, es wird also vor dem Börsengang überhaupt einmal geprüft, wie das Unternehmen sich präsentiert, welche Zahlen es gibt, welche Aussichten. Üblicherweise erfolgt die Abwicklung des Börsengangs durch ein Konsortium, das aus verschiedenen Investmentbanken besteht.

Wesentlich beim Börsengang ist eine gute Vorbereitung. Man muss sich überlegen, welche Perspektive ein Unternehmen am Markt haben kann, wie die Konkurrenz aussieht, wie das Wachstum sich gestalten kann und viele weitere Fragen, wie man sie beim Businessplan auch stellt.

Wird das Unternehmen als börsengerecht eingestuft, dann gibt es als Abschluss des eigentlichen Börsengans die erstmalige Ausgabe von Aktien, was auch als erstmaliges Angebot von Aktien des Unternehmens bezeichnet wird. Es gibt einige Begriffe zum Thema. Neben dem Börsengang und dem Fachbegriff der Notierung eines Unternehmens an der Börse ist "Going Public" und "IPO" üblich. IPO ist eine Abkürzung und steht für "Initial Public Offering", also das erstmalige Angebot an die Öffentlichkeit, Aktien des Unternehmens zu kaufen. Für jede verkaufte Aktie wird Geld in das Unternehmen gespült.

Was kostet die erste Aktie? Wie bildet sich der Preis?

Wenn ein Unternehmen an der Börse notiert, bildet sich der Kurs aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Das ist soweit auch für Laien nachvollziehbar. Aber wie bildet sich der Preis bei einem Unternehmen, das gerade an der Börse startet? Viele Beispiele gibt es, bei denen am ersten Tag der Kurs wie eine Rakete abhebt oder wo es einen großen Bauchfleck gibt, weil der Kurs ins Bodenlose stürzt.

Bei einem erstmals an der Börse notierten Unternehmen wird häufig das Bookbuilding-Verfahren eingesetzt. Dabei werden Investoren unverbindlich befragt, ob sie Aktien kaufen würden, zu welchem Preis und in welcher Stückzahl. Diese Informationen werden zusammengeführt und so erhält man ein realistisches Niveau, zu welchem Preis die Aktien am ersten Ausgabetag angeboten werden könnten. Generell gibt es das übliche Spannungsverhältnis, denn das Unternehmen als Herausgeber will natürlich ein Maximum an Geld einnehmen und daher einen hohen Preis, aber potentielle Anleger streben einen möglichst günstigen Preis an.

Sind die ersten Tage abgewickelt, bildet sich der Preis ohnehin am Markt durch das übliche Kräfteverhältnis, wobei nach dem Börsengang häufig unruhigere Zeiten anstehen, bis der Kurs ein stabiles Niveau erreicht hat.

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Börse Börsengang IPO oder Going PublicArtikel-Thema:
Börse Börsengang / Going Public / IPO
letztes Datum:
29. 06. 2019

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