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Volkswirtschaft Bedarf

Bedarf: realisierbare Bedürfnisse

Bereits zwei Begriffe sind in diesem Kapitel besprochen: die Bedürfnisse als Ausdruck von Wünsche, die der einzelne Mensch als Mangelerscheinung empfindet und die Kaufkraft als Einkommen, um sich die Bedürfnisse realisieren zu können oder um zumindest die Grenze zu kennen, bis wohin man seine Wünsche realisieren kann, ehe das Geld ausgeht.

Bedarf: Summe der finanzierbaren Bedürfnisse

Es gibt in diesem Gedankenkomplex noch einen dritten Begriff und das ist der Bedarf. Der Bedarf wird gerne mit dem Bedürfnis in einen Zusammenhang gestellt, aber das ist nicht ganz korrekt. Der Bedarf ist die Summe jener Bedürfnisse, die durch die Kaufkraft finanziert werden können. Das Ergebnis heißt, dass der Bedarf jene Summe an Geld ist, die auf den Markt gelangt, um für die Anbieter zum Umsatzerlös zu werden.

Wenn jemand wenig Einkommen ergo wenig Kaufkraft hat, dann werden zuerst die Grundbedürfnisse abgedeckt und dann wird gespart werden. Nur wenige andere Wünsche wird man sich erfüllen können und der Bedarf ist daher geringer. Hat man aber ein höheres Einkommen oder auch viel Geld in Reserve (zum Beispiel aus früheren Tätigkeiten oder einer Erbschaft), dann kann man sich viel mehr Wünsche erfüllen und der Bedarf ist dementsprechend höher.

Der Begriff vom Bedarf ist ein wenig problematisch, weil im Volksmund oft vom Bedarf gesprochen wird, wenn das Bedürfnis gemeint ist. Eine Verwechslung ist daher immer wieder möglich, doch tatsächlich ist der Bedarf die realisierbare Summe an Wünsche und damit wird die Kaufkraft zum Kriterium, wie viele Wünsche machbar sind und welche Träume bleiben müssen. Das heißt jetzt nicht, dass man auch wirklich diese Produkte und/oder Dienstleistungen einkauft, aber die finanziellen Möglichkeiten dafür wären schon einmal vorhanden.

Das heißt aber auch, dass der Bedarf als Begriff eine wichtige Größe für die Volkswirtschaft ist, weil man abschätzen kann, wie viel Umsatz die Unternehmen generieren könnten. Damit lässt sich planen, wenngleich klar ist, dass jemand, der 1.000 Euro ausgeben könnte, nicht zwangsläufig diese auch wirklich ausgibt.

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Infos zum Artikel

Volkswirtschaft Preislehre BedarfArtikel-Thema: Volkswirtschaft Bedarf
Beschreibung: Der Bedarf bei der Preisbildung als Summe der Bedürfnisse, die man durch das Einkommen (= Kaufkraft) abdecken kann.

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