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VWL Markt und Staat

Staatseinfluss am Markt: freie und regulierte Märkte

Die Märkte im Sinne der Volkswirtschaft können sehr unterschiedliche Charaktere aufweisen und es gibt verschiedene Unterscheidungskriterien, um die Marktsituationen und Marktarten untergliedern zu können. Ein Kriterium ist dabei der Umfang, inwieweit der Staat auf den Markt eingreift.

Man kennt dabei zwei verschiedene Ausformungen und zwar den freien Markt und den regulierten Markt als Gegenpol, die sich dadurch unterscheiden, dass im ersteren Fall der Staat überhaupt nicht eingreift und der Markt sich selbst reguliert, im zweiteren Fall steuert der Staat sehr wohl.

Markt ohne Staat: freier Markt

Der freie Markt ist ein solcher, bei dem sich der Staat nicht einmischt. Die beiden bekannten Größen sind Angebot und Nachfrage und aus diesen beiden Größen entsteht die Preisbildung. Es handelt sich beim freien Markt um das Modell der freien Marktwirtschaft und es gibt keine Spielregeln, die der Staat oder der Wirtschaftsbereich, in dem sich der Markt etabliert hat, vorgibt. Die am Markt handelnden Personen und Unternehmen gestalten die Preise nach Marktsituation.

Was hinter dieser Überlegung steht ist die klassische Ansicht der unsichtbaren Hand, wodurch sich der Preis von selbst ergibt. Wenn jemand um 2.000 Euro ein Handy anbietet, wird er darauf sitzenbleiben, weil niemand bereit ist, so viel Geld für ein Modell auszugeben, wenn man um die Hälfte oder weniger auch ein Gerät beziehen kann. Also muss man mit dem Preis soweit entgegenkommen, dass Angebot und Nachfrage sich treffen.

Der Haken ist allerdings, dass man erkannt hat, dass Produkte zu teuer werden können, wenn man überhaupt nicht auf den Markt eingreift. Der freie Markt ist mitunter durchgezogen worden, in vielen Bereichen hat man eine Mischform zum regulierten Markt gewählt, etwa bei den Grundnahrungsmitteln wie Brot und Milch. Denn diese sollten auch für arme Leute kaufbar bleiben und daher gibt es eine Preisregulierung. Ein komplett freier Markt würde eine solche Regulierung nicht beinhalten.

Markt mit Staat: regulierter Markt

Der regulierte Markt, man spricht auch vom gelenkten Markt, ist ein solcher, bei dem der Staat mehr oder weniger auch eingreift, um soziale Rahmenbedingungen sichergestellt zu wissen und/oder seine politischen Ziele verwirklicht zu wissen.

Bei sozialen Rahmenbedingungen kann man an die geregelten Preise für Lebensmittel denken wie Milchprodukte, um sicherzustellen, dass sich auch Menschen mit geringem Einkommen die Lebensmittel leisten können. Das heißt aber nicht, dass es auf dem Markt nicht auch viele Freiheiten gibt, aber dort, wo die soziale Gerechtigkeit gefährdet scheint, dort wo Grundbedürfnisse in Gefahr geraten könnten, dort greift der Staat beim regulierten Markt ein.

Weltweit gibt es Diskussionen darüber, wie sehr sich der Staat in das Marktgeschehen einmischen soll. Die liberale Form fordert einen völligen Rückzug des Staates und keine Mindestpreise oder Höchstpreise, linke Ansichten gehen davon aus, dass es ohne Staat nicht geht, weil sonst die Armut noch verstärkt wird.

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Volkswirtschaft Markt und Staat StaatseinflussArtikel-Thema: VWL Markt und Staat
Beschreibung: Die Märkte und der staatliche Einfluss, somit der Unterschied zwischen freiem Markt und reguliertem Markt.

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