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VWL Markt und Zentralisierung

Zentralisierung: Angebot und Nachfrage an einem Ort?

Eine weitere Unterscheidung des Marktes im Sinne der Volkswirtschaft ist die Frage, ob das Angebot und die Nachfrage am gleichen Ort aufeinandertreffen. Das ist bei den meisten Märkten nicht der Fall, aber es gibt auch häufig eingesetzte Beispiele, die dieser Vorgabe entsprechen.

Volkswirtschaft: zentralisierter Markt

Ein zentralisierter Markt ist dann gegeben, wenn Angebot und Nachfrage am gleichen Ort stattfinden. Der Klassiker ist dabei der Obst- und Gemüsemarkt, den es in vielen Städten, in Großstädten oft sogar täglich, gibt. Die Händler bieten ihre Ware an und werden von Besucherinnen und Besucher aufgesucht, um die Ware einkaufen zu können. Die Nachfrage findet also am gleichen Ort statt wie das Angebot.

Ein weiteres Beispiel ist die Börse. Das könnte man nun argumentieren, dass die Aktien zwar an der Börse angeboten werden, aber gekauft wird per Internet. Das stimmt wohl und der Käufer sitzt vielleicht sogar fern der Börse zu Hause auf einem anderen Kontinent, aber in dem Moment, in dem er sich in das Börsenprogramm via Internet einloggt, ist er quasi vor Ort in der Börse und damit ist wieder ein zentralisierter Markt gegeben.

Das scheint für viele aber nicht von Bedeutung und man kann auch darüber diskutieren, ob man nun wirklich vor Ort anzutreffen ist oder nicht. Wenn man sich zum Bauernmarkt bemüht, um Obst und Gemüse einzukaufen ist der Fall klar. Dort möchte der Bauer seine Ware verkaufen und man sucht ihn deshalb auch auf. Wenn man aber via Computer seinen Handel betreibt - fern vom Gerät in irgendeiner Börse rund um den Globus ist das doch eine andere Form des Marktbesuches. Für die Gliederung der Märkte ist das aber durchaus nachvollziehbar.

Dezentralisierter Markt

Ganz anders sieht es bei vielen Märkten aus, die man tagtäglich erleben kann. Dazu zählt zum Beispiel der Supermarkt. Zwar ist die Nachfrage im Supermarkt gegeben, weil man die Artikel wie Milch und Brot hier einkauft, aber der Anbieter der Produkte ist nicht der Supermarkt, sondern der Hersteller. Der Supermarkt ist der Vermittler zwischen Angebot (Produktion) und Nachfrage (Kundenwunsch). Denn Milch, Brot und dergleichen entstehen an einem anderen Ort und werden von herstellungsfremden Personen (Personal des Supermarktes, Anbieter des Supermarktes) verkauft.

Das gleiche gilt für den Modemarkt, Computermarkt oder viele andere Bereiche, in denen nicht der Hersteller selbst als Anbieter auftritt und die Produktion vielleicht ganz woanders vonstatten ging.

Das heißt, dass die Trennung nicht durch den Ort der Herstellung erfolgt, weil dann wäre auch der Bauernmarkt ein dezentralisierter Markt, sondern durch das Angebot selbst durch den Hersteller. Der Bauer fährt mit seiner Ware zum Markt, um dort selbst zu verkaufen. Und damit trifft das Angebot des Bauern direkt auf die Nachfrage der privaten Haushalte.

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Volkswirtschaft Markt und ZentralisierungArtikel-Thema: VWL Markt und Zentralisierung
Beschreibung: Die Märkte mit Zentralisierung bzw. Dezentralisierung wie Börse, Gemüsemarkt (Zentral) oder Supermarkt, PC-Markt (Dezentral).

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