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Nachfrage am Markt im Sinne der Volkswirtschaft

Am Markt bestehender Bedarf

Der Bedarf ist die Summe der Bedürfnisse, die man durch das Einkommen (= Kaufkraft) finanzieren kann. Damit nähert man sich schon dem Spruch von "Angebot und Nachfrage". Aber der Bedarf ist noch nicht die Nachfrage, denn diese ist eine weitere Größe bei der Analyse des Kaufverhaltens.

Was ist die Nachfrage?

Unter der Nachfrage versteht man jene Summe von Bedarf, die am Markt tatsächlich erscheint. Das bedeutet, dass jemand für 5.000 Euro pro Monat aufgrund eines sehr hohen Einkommens seine Bedürfnisse abdecken könnte, man spricht auch vom Bedarf, aber nur 3.000 Euro werden tatsächlich auf den Markt gebracht, weil das restliche Geld für ein eigenes Haus gespart wird. Die Nachfrage umfasst daher die 3.000 Euro und nicht den gesamten Bedarf.

Man könnte die Nachfrage also auch so formulieren, dass die Nachfrage die Summe von Gütern und Dienstleistungen ist, für die man tatsächlich am Markt Geld ausgibt. Die Nachfrage ist daher immer kleiner als der Bedarf, der die maximale Geldmenge definiert.

Ein umgekehrtes Beispiel ist jemand, der sich viele Produkte wünscht, aber sie sich nicht leisten kann. Die Person kann vielleicht ein Gerät kaufen, das neue Smartphone und der Motorroller müssen aber auf spätere Momente warten, bis genug Geld gespart wurde. Die Nachfrage umfasst damit nur die Grundbedürfnisse und das gekaufte Gerät, nicht aber die aktuell nicht realisierbaren Wünsche.

Es gibt bis zur Nachfrage damit vier verschiedene Begriffe, die doch irritieren können:

Bedürfnis: ich will etwas haben
Kaufkraft: ich habe 1.000 Euro
Bedarf: ich kann Bedürfnisse in Höhe dieser 1.000 Euro erfüllen
Nachfrage: ich gebe aber nur 300 Euro aus

Die Nachfrage ist ein wesentlicher Faktor für den Markt. Die Preisbildung wird nicht verändert, wenn sich Millionen Leute etwas wünschen, aber keine Kauftätigkeit stattfindet. Wenn diese große Zahl an Menschen aber aktiv ein Produkt kaufen wollen, ist die Nachfrage gegeben und für das bestimmte Produkt sogar sehr hoch. Nun hängt es vom Angebot ab, ob der Kauf überhaupt gelingen kann und natürlich auch vom Preis, ob dieser den Vorstellungen entspricht.

Je größer die Nachfrage, desto eher wird man bereit sein, ein teures Angebot anzunehmen. Gibt es aber wenig Nachfrage und viele Angebote, dann spricht man vom Käufermarkt und der Käufer kann auswählen, was den Preis drückt. Dies ist eine von vielen Überlegungen im Zusammenhang mit Angebot und Nachfrage.

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Wenn man einen Artikel nicht mag, wird man ihn wohl auch geschenkt nicht nehmen. Das ist eine der Grundüberlegungen bei der Preisgestaltung am Markt im Sinne der Volkswirtschaft. Am Beginn steht daher das Bedürfnis und somit der Wunsch nach einem Produkt. Mit der Kaufkraft ist definiert, wie viele Bedürfnisse man überhaupt mit Geld erfüllen kann. Das leitet zum Bedarf  weiter. Mit der Nachfrage hat man jene Größe gegeben, die zu einem Austausch führt. Der Bedarf kann also größer sein als die Nachfrage, weil man Geld sparen will.

Die Nachfrage ist damit definiert, die Gegenseite ist das Angebot für die Erfüllung der Nachfrage. Die Schnittstelle beider Größen ist der Markt selbst.

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Volkswirtschaft NachfrageArtikel-Thema: Nachfrage am Markt im Sinne der Volkswirtschaft
Beschreibung: Die 📊 Nachfrage ist die Summe des Bedarfs, der tatsächlich am ✅ Markt zu Kaufentscheidungen führt und damit zu Einnahmen der Anbieter.

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