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Substitutives Gut am Markt

Marktreaktion bei verändertem Preis

Eine weitere Güterart, die bei der Nachfrage am Markt eine Rolle spielt ist das substitutive Gut, wobei es eigentlich substitutive Güter sein müssen, denn es braucht zwei Güter, die dieses Szenario überhaupt ermöglichen können. Damit hat man die Auswahl und kann entsprechend reagieren, wenn sich die Spielregeln ändern.

Was ist ein substitutives Gut?

Ein substitutives Gut ist laut Volkswirtschaftslehre dann gegeben, wenn ein Produkt teurer wird und ein ähnliches Produkt dadurch deutlich öfter nachgefragt wird. Aufgrund der Spielregeln am Markt wenden sich viele Kundinnen und Kunden vom ursprünglichen Produkt ab, weil der Preis nicht mehr attraktiv ist und suchen sich eine Alternative, die günstiger angeboten wird. Beim Produkt A sinkt die Nachfrage deutlich, beim Produkt B geht die Nachfrage deutlich nach oben - eine klassische Marktreaktion der Kundschaft auf eine Preisveränderung.

Beispiel für die substitutiven Güter

Dabei handelt es sich um folgende Marktsituation: bei einem Pullover steigt der Preis, was zur Folge hat, dass bei einem anderen Pullover oder auch bei einem Sweatshirt die Nachfrage steigt. Was war passiert? Vom Gesetz der Nachfrage weiß man, dass bei steigendem Preis die Nachfragemenge sinkt. Das ist eine klassische Bewegung entlang der Nachfragekurve.

Gleichzeitig kommt es aber auch zur Verschiebung der Nachfragekurve und zwar bei der Alternative. Wenn Pullover A teurer wird, steigt die Nachfrage von Pullover B, obwohl sich dort nichts verändert hat. Der Preis ist gleich, das Einkommen der Käuferinnen und Käufer ebenfalls, aber dennoch verschiebt sich die Nachfragekurve für den Pullover B, weil er von Pullover A und dessen teureren Preis profitiert. Es ist also eine Verschiebung und damit eine neue Situation am Markt, die durch ein alternatives Produkt ausgelöst wurde.

Substitutive Güter im Sinne der volkswirtschaftlich beobachteten Nachfrage gibt es immer dann, wenn es eine Alternative gibt und die Nachfrage vom Produkt A zu Produkt B wechselt. Wenn ein Computermodell plötzlich teurer wird, wird die Nachfrage nicht steigen - stattdessen wird die Nachfrage beim alternativen Modell, bei dem sich der Preis nicht geändert hat, ansteigen. Es ist eine klassische Reaktion auf einen veränderten Preis, nur dass die Reaktion auch bei einem Produkt feststellbar ist, das gar keine Veränderung ausgelöst hatte. Das gilt bei Lebensmittel ebenso wie in der Modebranche und bei vielen anderen Artikeln.

Marktsituationen rund um die substitutiven Güter

Wieso kommt es überhaupt zu solchen Reaktionen oder warum erhöht man einen Preis? Es kann gut sein, dass ein Hersteller höhere Kosten hat und deshalb der bisherige Preis nicht zu halten ist. Wenn die Nachfrage aber in sich zusammenfällt, wird man sich doch überlegen, den Preis wieder zu senken. Es kann auch sein, dass der Anbieter (ein Modegeschäft zum Beispiel) testweise bei einem Artikel den Preis erhöht und überprüft, ob die gleiche Nachfrage bei der Alternative gegeben ist.

Dabei ist es dann egal, ob die Leute Pullover A oder B einkaufen. Anders sieht es aus, wenn man seine Mobiltelefone verteuert und die Kundschaft zur Konkurrenz läuft, weil dort ein ähnliches Mobiltelefon weiterhin günstiger zu haben ist. Denn dann verliert man wirklich di Kundinnen und Kunden plus den Umsatz ergo Gewinn.

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Der Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage und so gibt es Überlegungen beim Angebot, die man bei der Nachfrage auch antrifft. Die Nachfragemenge ist der Angebotsmenge gleichgestellt, nur von der anderen Seite angedacht und das gilt auch für den Nachfrageplan für die Beurteilung der Nachfrage am Markt. Das führt zum Begriff der Marktnachfrage und zur Nachfragekurve, die Veränderungen im Nachfrageverhalten aufzeigen kann. Dabei kann es zur Bewegung oder auch zur Verschiebung kommen.

Ein Begriff ist dabei auch das Gesetz der Nachfrage. Allerdings gibt es auch die Einflussfaktoren der Nachfrage, wodurch sich bekannte Nachfragegrößen sehr stark sogar korrigieren können. Ein verändertes Einkommen oder andere Erwartungen verändern sofort das Konsumverhalten. Gleiches gilt auch für den Geschmack und Änderungen in der Gesellschaft.

Bei der Nachfrage spielen außerdem die Güterarten eine große Rolle. Dabei gibt es für Laien nicht so bekannte Begriffe vom normalen Gut reicht die Liste über verwandte Güter bis zum inferioren Gut oder komplementären Gut sowie dem substitutiven Gut.

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Substitutives Gut am MarktArtikel-Thema: Substitutives Gut am Markt
Beschreibung: Das substitutive Gut ist gemäß Volkswirtschaftslehre eine Handelsware, die dann ✅ mehr gefragt ist, wenn ein ähnliches Produkt sich verteuert hat und nicht mehr gefragt ist.

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