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Zahlungsbilanz eines Staates

Volkswirtschaftliche Gegenüberstellung der Zahlen

Zu jenen Begriffen, die in den Finanznachrichten immer wieder genannt werden, zählen auch die Zahlungsbilanz und die Leistungsbilanz, wobei beides eng verbunden ist, denn die Leistungsbilanz ist ein Teil der Zahlungsbilanz. Grundlage ist die Gegenüberstellung von Werten, die aus dem Ausland importiert oder in das Ausland exportiert wurden. Der Vergleich und damit die Bilanz als Ergebnis spielt daher für die Volkswirtschaft und in weiterer Folge für das Budget eines Staates eine große Rolle. Neben der Staatssicht könnte man die Überlegungen auch für ein Bundesland oder eine Gemeinde heranziehen, üblicherweise wird aber eine komplette Volkswirtschaft als Grundlage angesehen.

Was ist die Zahlungsbilanz eigentlich?

Darunter versteht man die Gegenüberstellung der Zahlungen, die eine Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum an das Ausland leistet und der Zahlungen, die vom Ausland hereinströmen. Werden also mehr Gelder ans Ausland bezahlt als vom jenem hereinkommen, hat man ein Zahlungsbilanzdefizit - ein oft genannter Begriff in den Medien. Umgekehrt hätte man einen Zahlungsbilanzüberschuss. Der Vergleich zeigt also sowohl die Summen des Transfers im internationalen Vergleich, aber auch, ob man eher mehr Geld ins Ausland schafft oder mehr Geld hereingespült wird.

Es gibt bei der Zahlungsbilanz aber nicht nur den reinen Vergleich der Zahlungen an sich, sondern auch weitere Überlegungen, weshalb es nicht nur die genannten Größen zum Vergleichen gibt, sondern auch untergliederte Teilbereiche. Hier stößt man schnell auf den wichtigsten Bereich, der auch eingangs bereits genannt wurde: die Leistungsbilanz.

Leistungsbilanz und ihre Bedeutung

Auch bei der Leistungsbilanz werden die Werte von Import und Export gegenübergestellt, aber als Grundlage sind nicht die Zahlungen im Einsatz, sondern die Summe aus Waren und Dienstleistungen, die in das Ausland gehen oder von jenem importiert werden. Bei den Waren gibt es mit der Handelsbilanz einen zusätzlichen Ausdruck, die Dienstleistungsbilanz ist für die Dienstleistungen ein eigener Begriff, sodass man nicht nur eine Leistungsbilanz als Ganzes nennen kann, sondern auch die Unterschiede in den Bereichen herausarbeitet. Es kann gut sein, dass man mehr Waren importiert, aber dafür bei den Dienstleistungen sehr viele Angebote an das Ausland weitertragen konnte, sodass unterm Strich ein positives Ergebnis für die Volkswirtschaft ermittelt werden kann.

Die Leistungsbilanz wird deshalb oft genannt, weil natürlich Handel und der immer größer werdende Dienstleistungssektor die wesentlichen Säulen der Wirtschaft sind. Wenn man mehr verkauft als kauft ist das eine gesunde Basis für die gesamte Volkswirtschaft und auch eine Freude für Finanzministerium und Wirtschaftsministerium, ergo für das Budget und die Wirtschaftsentwicklung.

Kapitalbilanz

Ein weiterer Teilbereich der Zahlungsbilanz ist der Vergleich von Kapitaleinfuhr und Kapitalausfuhr, wobei man hier zwei Ebenen zieht. Die eine Ebene ist der Vergleich der langfristigen Kapitaloptionen, die zweite Ebene bezieht sich auf den kurzfristigen Kapitalverkehr.

Devisenbilanz

Zusätzlich gibt es noch die Devisenbilanz, bei der die Veränderungen in Sachen Währungen berücksichtigt werden. Damit kommt man auch zu den Veränderungen in Sachen Währungsreversen.

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