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Marketing und seine Aufgaben

Marketing: der Marketingprozess zum Erfolg

MarketingWer Marketing hört, denkt häufig an Werbung und das ist nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Häufig werden gerne zwei Begriffe für die gleiche Aufgabe verwendet, aber der Unterschied zwischen Werbung und Marketing ist enorm. Unter der klassischen Werbung versteht man das Präsentieren und Bewerben von Produkte und Dienstleistungen, die es bereits gibt oder die man jederzeit anbieten kann wie zum Beispiel ein Lebensmittel, ein Auto oder eine Unternehmensberatung.

Das Marketing hingegen ist mehr als nur die Werbung, denn es beginnt bereits bei der Produktidee, die sich auf dem Bedürfnis des Kunden bezieht. Man produziert nicht ins Blaue hinein, sondern stellt fest, was am Markt nachgefragt wird und agiert entsprechend. Trotzdem kann es sein, dass man mit seinem Angebot nicht den Anklang ergo Umsatz findet, wie man sich das erwartet und natürlich auch gewünscht hatte. Also muss hinterfragt werden, warum man nicht erfolgreich war und auch das ist Teil des Marketings. Damit kann man die Werbung als Verkaufsförderung verstehen, aber das Marketing ist von der Idee über die Fertigung bis zur eigentlichen Verkaufshandlung alles rundherum und damit ein Komplettsystem.

Das Angebot zum Wunsch

Um also erfolgreich sein zu können, muss man einmal das Geschäftsfeld kennen, in dem man sich mit seiner Geschäftsidee bewegen möchte. Daraus reduziert sich die große Zahl an Möglichkeiten auf jene Geschäftsfelder, die man auch bestücken kann. Dann muss man wissen, wer die Kunden sein sollen - die große Masse, Führungskräfte, Haushalte mit niedrigem Einkommen oder überhaupt andere Unternehmen als Abnehmer?

Wenn man das weiß, kann man der Frage nachgehen, was diese Zielgruppe gerne kauft oder gerne kaufen würde. So kommt man Zug um Zug und Stück für Stück dem Kundenwunsch näher, wobei man auch die finanziellen Möglichkeiten kennenlernen kann. Das betrifft nicht nur die Frage, wie viel Geld die Leute ausgeben könnten oder wie hoch ihr Einkommen sind, sondern konkret vor allem auch, wie viel sie bereit sind, für das Produkt X auszugeben. Nur weil man sehr gut verdient, wird man nicht zehn Euro für ein Stück Butter zahlen wollen. Bietet man das Stück aber genau zu dem Preis an, wird man wohl einen Ladenhüter sein eigen nennen.

Nun gibt es viele Überlegungen, die ein Handelsunternehmer auch ohne Marketingabteilung auch berücksichtigen muss. Der Unterschied ist, dass viele in den Tag hinein wirtschaften. Geht es gut, hat man Glück gehabt, wenn nicht, gibt es keine Fehleranalyse. Beim Marketing agiert man anders. Hier überlegt man sich sowohl, warum ein Produkt so erfolgreich ist als auch warum ein Produkt gar nicht verkauft werden konnte.

Im Prinzip könnten die Verantwortlichen von Coca-Cola sich gemütlich zurücklehnen, weil ihr Getränk weiterhin guten Absatz erzeugt. Tun sie aber nicht, sie überlegen sich stets, wie sie die Absatzzahlen verteidigen, vielleicht sogar ausbauen können. Und so gibt es Versionen mit weniger Zucker, weil dies am Markt nachgefragt wird - ein typisches Beispiel für das Wirken von Marketing. Aber: es gibt keine Garantie, dass man damit auch erfolgreich ist, doch ist man es nicht, hat man Zahlen, mit denen man weiterarbeiten kann.