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Marketingkonzepte in der Praxis

Praxis vs. Konzepte im Marketingsystem

Die sechs typischen Marketingkonzepte sind in den vorstehenden Artikeln näher präsentiert worden und sie reichen vom klassischen Verkaufen bis zum Marketing, das sich im Vorfeld bereits um die Bedürfnisse und Interessen möglicher Kundinnen und Kunden am Markt kümmert.

Marketing im Zeitalter des Internet

Aber jedes Konzept ist nur so gut wie die Möglichkeiten, die man als Unternehmen vorfinden kann und es gibt viele neue Trends, die oft besser sind als die eigenen Marketingideen. Ein Beispiel für die Eigendynamik, die entstehen kann, sind Fanseiten im Internet. Das Unternehmen erreicht mit der Präsentation seiner Produkte oft viel weniger als die Fans der Produkte.

Diese legen in den sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. Fanseiten an und binden weitere Fans an die Seite, sodass Neuigkeiten sehr direkt kommuniziert werden können, aber noch stärker sind die klassischen Webseiten, in denen bestimmte Veranstaltungen oder Produkte im Fokus stehen und sich die Menschen austauschen können. So entstanden dann auch im Marketing die Influencer, die für Produkte werben, womit es zwei verschiedene Situationen gibt.

Die einen wollen positive Erfahrungen teilen und tauschen sich aus, die anderen (Influencer) lassen sich dafür bezahlen, dass sie Werbung schalten, ohne dass diese als solche wahrgenommen wird. Das ist höchst umstritten, während eine Fanseite mit begeisterten Konsumenten eine Goldgruppe für ein Unternehmen sein kann - oder gegenteilig das Ende, wenn ein Hotel durchgefallen ist oder wenn eine Schokolade so gar niemanden schmecken will.

Beispiele solcher Fanseiten

Das sind zum Beispiel Fanseiten zu bestimmten Automodellen oder auch zu bestimmten Hobbys oder Veranstaltungen - GTI-Treffen, die jedes Jahr stattfinden, erleben so eine kostenlose Werbung durch jene Leute, die jedes Jahr eben dort Party feiern, auch Popkonzerte werden so beliebt gemacht, Popstars leben durch die Werbung der Fanseiten, in denen die Konzerttermine umgehend veröffentlicht werden. Das ist nur eine Schiene von vielen, die durch die neuen Medien entstanden sind und die die Unternehmen selbst kaum beeinflussen können. Die Leute müssen diese Veröffentlichungen wollen und mit der entsprechenden Motivation erreicht man viel mehr als mit den bekannten Marketingsystemen.

Man könnte nun das Internet verteufeln oder auch hochleben lassen - es hängt viel von der Situation ab. Denn auch wenn die Kritik scharf und manchmal vielleicht sogar ungerecht ist - man erfährt auch viel über die Denkweise der Leute. Da gibt es natürlich auch jene, die nur im Internet sind, um ihren Lebensfrust abzuladen, aber die kann man auch ignorieren. Kritik muss man als Unternehmen aushalten können. Denn es gibt viele, die beim Einkauf enttäuscht waren, viel zu lange auf Berater warten mussten oder darauf hinweisen, dass die Öffnungszeiten auf der Webseite falsch angeführt waren. Solche oft nur kleinen Fehler kann man über das Internet erheben, ohne Aufwand zu haben und auch leicht abstellen, womit die Zufriedenheit deutlich steigt.

Was denn nun?

Es gibt sechs zentrale Konzepte und ihre Orientierungen, aber sicher auch darüber hinaus noch mehr und auch Mischformen wie etwa hohe Produktion bei hoher Qualität (Produktorientierung plus Produktionsorientierung). Letztlich entscheidet der Austausch zwischen Anbieter und Nachfrager, ob man richtig liegt und so manches Konzept wurde nach einem Jahr wieder verworfen, weil man falsch lag. Auch das muss man akzeptieren können zumal sich der Markt stets ändert. Es ändern sich die Rahmenbedingungen, die Interessen und der Faktor Sättigung ist auch ein Thema.

Kurzum: es gibt keine direkte Gerade zum optimalen Ansatz im Marketing und daher ist der Austausch mit anderen Unternehmen, Netzwerken und natürlich Kundinnen und Kunden stets wichtig. Das wesentlichste Konzept ist wohl, immer ein offenes Ohr für neue Ideen zu haben und vor allem aufkommende Kritik als solches anzusehen und als Hilfestellung zu verstehen und nicht als persönlichen Angriff.

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Das Marketingsystem braucht eine Richtschnur und die kann verschieden aussehen. Rückt man sein Produkt in den Mittelpunkt, spricht man von der Produktorientierung, ein anderes Beispiel ist die Produktionorientierung für seine Marketingstrategie. Die Marketingorientierung bietet sich als weitere Lösung an. Man kann aber auch das Image in den Fokus rücken und eine soziale Orientierung wählen oder die Nachhaltigkeit zum Ziel machen. Die Verkauforientierung ist eine weitere Option.

In der Praxis zeigt sich aber, dass die Konzepte sich sehr häufig überschneiden und Ideen der einen Orientierung mit Ideen der anderen sehr gut kombiniert werden können, wobei die Ausrichtung von Unternehmen zu Unternehmen verschieden ausfallen kann und wahrscheinlich sogar muss.

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Marketingorientierung in der PraxisArtikel-Thema: Marketingkonzepte in der Praxis
Beschreibung: Das Marketing mit seinen Konzepten in der Praxis und ganz andere Lösungen, die oft im Internet entstehen können und manchmal gar nicht geplant waren.

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