Durch den Einzug des Internets in den Alltag und noch viel stärker durch den Einzug der Handys in den Alltag ist die Bedeutung vom Online-Marketing sehr groß geworden. Damit werden alle Maßnahmen umschrieben, mit denen via Internet, in welcher Form auch immer, Kundinnen und Kunden erreicht werden, um Umsatz und Gewinn zu erhöhen. Oftmals spricht man von der Online-Werbung, aber das greift zu kurz, wie auch die Werbung nicht dem Marketing gleichgesetzt werden darf.
Zu Beginn müsste man den Begriff vom Online einmal näher definieren, um zu wissen, wovon die Rede ist. Denn mit Online-Marketing setzen viele die Online-Shops gleich, in denen sie einkaufen können wie etwa bei den riesigen Angeboten von Amazon oder anderen Portalen. Diese haben Millionen verschiedener Produkte und beherrschen den Online-Markt deutlich, wobei es so viele Anbieter gibt, dass sich trotzdem der Umsatz für alle ausgehen kann. Aber das ist nicht online alleine.
Denn wenn man mittels E-Mail auf ein Produkt wie Ware oder Dienstleistung aufmerksam macht, betreibt man ebenfalls Online-Werbung und wenn man diese Werbung (ein Link, ein Bild oder beides) mit einem Zusatz versieht, kann man auch auslesen, wie viele auf diesen Link klicken, womit man Marketing betreibt und auswertet, ob diese Werbung angekommen ist.
Auch eine kleine Internetseite mit zehn Produkte, die per Bestellformular verkauft werden, zählt zu den Möglichkeiten im Rahmen des Online-Marketings. Das Internet bietet verschiedenste Möglichkeiten, wie man sein Angebot zur Verfügung stellen kann. Wer etwa gar keine Produkte zum Verkaufen hat, aber Informationen anbietet und dabei Werbung schaltet, betreibt ebenfalls Online-Marketing.
Online-Marketing ist damit die gleiche Mischung, wie man sie auch im normalen Geschäft vorfindet: mit Marketing wird erfasst, was die Kunden mögen und was sie zufriedenstellen kann und mit der Werbung fördert man den Umsatz und versucht noch mehr Leute anzusprechen. Im Internet laufen die gleichen Prozesse ab, aber man kann auf etwas andere Art und Weise vorgehen.
Es werden mehr Immobilien im Internet gesucht als über Inserate, mehr Arbeitsplätze via Internet und mittlerweile so ziemlich alles über das Internet gekauft. Da man mittels Handy bestellen kann, ist das auch per Sofa möglich, wenn man gerade eine Werbung im Fernsehen gesehen hat.
Das bedeutet aber auch, dass es unglaublich viele potenzielle Kundinnen und Kunden gibt, die man ansprechen kann und im Gegensatz zum normalen Geschäft erreicht man nicht nur die Leute, die ums Eck wohnen, sondern man erreicht auch die Leute in Australien oder Argentinien, sofern sie die Sprache verstehen und am Produkt interessiert sind. So mancher kleiner Laden hatte kaum Umsatz, baute sich einen Online-Shop und wurde zum weltweiten Exporteur. Umgekehrt hat man damit aber auch eine globale Konkurrenz, die es mit dem kleinen Straßengeschäft nie gab.
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Da aber alle mittlerweile ihre Leistungen und Angebote im Internet anbieten, gibt es nicht nur unzählige Kundschaft, sondern auch viele Konkurrenten und wenn man nicht das richtige Produkt hat, bleibt man ohnehin übrig. Nur weil man im Internet agiert, wird es deshalb nicht wirklich leichter. Die Regeln, die in diesem Kapitel Marketing vorgestellt wurden, gelten gleichermaßen.
Um das Online-Marketing richtig zu verstehen, muss man wissen, was das Marketing eigentlich ist. Denn viele setzen die Werbung mit Marketing gleich. Wenn die Frau Maier in ihrem Bekleidungsgeschäft den Herrn Müller als Kunden begrüßen kann und er sich bei den Jeans umschaut, kann sie erheben, ob er mit dem Angebot zufrieden ist oder nicht. Würde sie nur schalten, dass sie Hosen verkauft, dann wäre das eine klassische Werbung und damit eine Verkaufsförderung.
Sie kann aber den Herrn Müller beobachten und ermessen, ob das Angebot passt. Sie kann ihn auch ansprechen und eine Beratung anbieten oder erfahren, was er stattdessen gerne kaufen würde. All diese Informationen gehen über die Werbung hinaus und führen dazu, dass man als Anbieter weiß, was der Kunde möchte.
Denn das Ziel vom Marketing ist es, glückliche Kunden zu haben, die daraufhin mehrfach einen Einkauf tätigen. Das heißt, dass man Hosen, die nicht gewollt sind, aus dem Sortiment nimmt und andere, die noch nicht angeboten worden sind, in das Sortiment aufnimmt. Oder man bietet andere Farben, andere Schnitte oder ähnliche Lösungen an.
Der Vorreiter vom Onlinehandel war und ist der Versandhandel. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann die Möglichkeit, dass man per Katalog gemütlich von zu Hause aus Waren aussuchen und per Bestellkarte oder Anruf bestellen konnte. Die wurden dann geliefert und man musste nirgends hinfahren, um sie abzuholen. Große Versandhäuser haben von Mode bis Möbel so ziemlich alles angeboten und einige dieser Anbieter gibt es auch heute noch, aber es wird viel mehr über die Online-Shops angeboten.
Schritt Nummer zwei war das E-Mail, denn simple Webseiten konnten Produkte anbieten und man konnte per E-Mail eine Bestellung durchführen. Sobald man mit einem E-Mail eine solche Handlung setzt, befindet man sich im Onlinehandel und darauf aufbauend im Online-Marketing.
Heute ist man mit den Online-Shops so weit wie der Versandhandel und von Lebensmittel bis zu Medizinprodukte, von Sportgeräte bis zur Wohnlandschaft ist alles auch online zu bestellen und wird geliefert. Die jedes Jahr neuen Rekorde an Pakete, speziell in der Weihnachtszeit, sind der klare Beweis für die Bedeutung des Onlineeinkaufs.
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Dabei kann man sich einen eigenen Online-Shop zulegen, man kann mit seinen Waren bei eBay oder Amazon mitmachen und es gibt viele andere Varianten, wie man sein Angebot unter die Leute bringen kann. Alleine diese vielen Varianten zeigen auf, wie komplex das Thema geworden ist.
Wenn wir zur Frau Maier zurückgehen, dann haben wir erkannt, dass sie den Kunden beobachten und mit ihm sprechen kann. Es kann auch sein, dass der Herr Müller anruft und bestellt. Auch dann gibt es einen persönlichen Kontakt und man kann Rückfragen stellen. Beim Onlinehandel kann der Herr Müller den Online-Shop aufsuchen und kommentarlos verlassen und niemand weiß warum. Man kann ihn nicht beobachten, man kann mit ihm nicht telefonieren, er ist als Kunde verloren. Das Online-Marketing hat also das Problem, dass man nicht über Emotionen weiß, ob das Angebot passt, sondern man muss viel mehr über die Daten agieren.
Feedback-Formulare sind ein Weg, Umfragen, die Einladung zum Kommentar, Rezensionen nach dem Einkauf und ähnliche Werkzeuge bieten sich an, um mehr zu erfahren. War der Einkauf ok, warum haben Sie nicht eingekauft, was lief falsch? Doch solche Möglichkeiten werden nicht sehr gerne und nicht häufig in Anspruch genommen. Die Kunst vom Online-Marketing besteht also darin, mehr über seine Kundinnen und Kunden zu erfahren, um sie auch im Internet glücklich zu machen.
Doch es gibt noch einen wesentlichen Unterschied. Natürlich ist es schwieriger, mehr über die Kundschaft zu erfahren, aber andererseits gibt es viele Lösungen, die es im Straßengeschäft und im Kaufhaus nicht gibt. Dazu zählt die Vermarktung eigener Webseiten mit Affiliate-Marketing oder diverse statistische Auswertungen, aber auch Notwendigkeiten wie SEO, um gefunden zu werden.
Es gibt viele verschiedene Zugänge und Ansätze rund um das Online-Marketing. Das beginnt bei der Optimierung von Webseiten (siehe Artikel SEO), reicht über Erfolge auf Instagram und YouTube (siehe Artikel Kanalthema für YouTube) und führt zu Ideen und Konzepte in den Online-Shops selbst.
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