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Wirtschaftspolitik

Einfluss der Politik auf die Wirtschaft

Die Politik, oder genauer: die Wirtschaftspolitik, ist ein wesentliches Instrument der Regierungen auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene, um die Wirtschaft zu steuern. Dabei gibt es die Wirtschaftspolitik aber nicht nur im eigentlichen politischen Sinne, sondern auch im globalen Banken- und Börsenwesen.

Wechselwirkung Politik und Wirtschaft

Ein Beispiel sind die Zentralbanken, die je nach Wirtschaftssituation die Leitzinsen verändern können. Werden die Leitzinsen erhöht, dann wird dadurch der Kredit teurer und die Unternehmen müssen mehr Geld ausgeben, wenn sie Kredite für Investitionen aufnehmen wollen. Werden die Leitzinsen gesenkt, dann werden die Kredite günstiger und es wird mehr investiert.

Diese simple Überlegung hat weitreichende Folgen und zwar auf zweierlei Ebene. Einerseits wird mit den Währungen, aber auch anderen Finanztitel wie Aktien und Rohstoffe immer mehr spekulativ gehandelt und es gibt Erwartungshaltungen vor den Sitzungen der wesentlichen Zentralbanken wie der Fed in den USA oder der EZB in Europa. Schon davor wird auf veränderte Werte fast schon gewettet, um aus der Kursdifferenz Geld zu machen.

Die zweite Ebene ist die Nachhaltigkeit der Wirtschaft. Veränderte Spielregeln in der Wirtschaftspolitik und damit auch in der Geldpolitik der Zentralbanken beeinflusst die Investitionsfreudigkeit der Unternehmen und das wirkt sich auf die Unternehmen selbst aus, aber auch auf den Arbeitsmarkt, die Inflationsrate und natürlich auf die allgemeine Situation der Wirtschaft in einem Land, einer Region oder auch in der globalen Wirtschaft. Die Zinspolitik ist dabei nur ein Rad, an dem man drehen kann, sie ist aber ein Rad, das schnell gedreht werden kann, während andere Vereinbarungen lange politische Prozesse durchlaufen müssen, bis sie geltend werden.

Inflation, Arbeitsmarkt und weitere Schnittstellen

Die Wirtschaftspolitik betrifft aber vor allem auch zwei andere Bereiche regelmäßig und zwar die Inflationsrate und damit die Preispolitik sowie die Verhandlungen wegen Lohnerhöhungen auf Basis der Inflationsrate in jedem Herbst und die Arbeitslosenrate, die auch Ausdruck der aktuellen Wirtschaftslage ist. In Krisenzeiten ist sie sehr hoch, in guten Jahren sollte sie sehr niedrig sein, was aber auch nicht immer stimmt.

Die Inflationsrate ist die Berechnung der Preisunterschiede im Jahresvergleich und dient als Grundlage für die Lohnrunden im Herbst, um die Verteuerung der Produkte bei Lohn und Gehalt abzugelten. Ist die Inflation sehr hoch, dann verteuern sich Löhne und Gehälter deutlich, andernfalls würde die Kaufkraft stark sinken. Aber eine höhere Inflation ist zumindest in den reichen Staaten auch ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft gut unterwegs ist. Eine niedrige Inflation bedeutet meist, dass man es mit einer schwierigen Wirtschaftslage zu tun hat.

Dieser Indikator ist auch bei der Arbeitslosigkeit abzulesen. Gute Wirtschaftslagen bringen mehr Arbeitsplätze und eine geringere Arbeitslosigkeit, was auch geringere Sozialkosten für den Staat bedeutet. In Krisenzeiten ist es umgekehrt und es gibt viel mehr Arbeitslose, weil die Unternehmen nicht genug einnehmen, um ihre Leute halten zu können.

Es zeigt sich also, dass diese Indikatoren schon Ausdruck der wirtschaftlichen Lage sind und dazu kommt die Politik. Denn mit Investitionen können Arbeitsplätze künstlich in Krisenzeiten geschaffen werden und Sparpakete oder Wirtschaftsförderungen verändern die Rahmenbedingungen zusätzlich. Es entsteht daher eine Wechselwirkung zwischen der Wirtschaft an sich und der Politik mit ihren wirtschaftspolitischen Entscheidungen.

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WirtschaftspolitikArtikel-Thema:
Wirtschaftspolitik
letztes Datum:
04. 11. 2019

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