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Inflation Mikrowarenkorb als Wert für den täglichen Einkauf

Preisniveau beim täglichen Einkaufen

Mit dem Miniwarenkorb wurde ein zusätzlicher Wert geschaffen, der alternativ zur Inflationsrate anzeigt, wie das Preisniveau sich aktuell gestaltet, wenn man für einen Haushalt für eine Woche typische Produkte kauft. Dabei spielen die Lebensmittel eine Rolle, aber auch der Treibstoff, weil man ja zur Arbeit fahren muss.

Preisveränderungen auf Basis des typischen Tageseinkaufs

Es gibt aber noch einen zusätzlichen Wert, der das Hinterfragen der aktuellen Preissituation noch deutlicher anstrebt und das ist der Mikrowarenkorb. Die Grundüberlegung ist die gleiche wie beim Miniwarenkorb, doch die Konsequenz kann eine andere sein, denn Grundlage des Mikrowarenkorbs ist die Zusammenfassung jener Produkte, die beim täglichen Einkauf eine Rolle spielen. Damit ist die Gewichtung anders als beim Miniwarenkorb.

Denn beim täglichen Einkauf spielt das Tanken nicht die gleiche Bedeutung, dafür ist Brot, Milch und diverse andere Lebensmittel sowie die Getränke im Fokus. Diese Produkte sind auch beim Miniwarenkorb gefragt und können zu einer deutlichen Unterscheidung zur Inflationsrate führen, aber beim Mikrowarenkorb kann sich der Unterschied noch viel deutlicher herausstellen.

Ein Beispiel zeigte die Inflationsrate im Juni 2013. Die allgemeine Inflationsrate betrug 2,2 % und war eher als moderat anzusehen. Treibstoffe wurden etwas günstiger, die Lebensmittel dafür deutlich teurer. Beim Miniwarenkorb war der Wert schon auf 3,2 % geklettert und damit deutlich über der Inflationsrate und fast schon dramatisch wurde es beim Mikrowarenkorb, denn hier war der Wert auf 3,6 % gestiegen. Das ist auch klar, denn die Lebensmittel waren schon der Preistreiber bei der Inflationsrate und spielen beim Mikrowarenkorb eine Hauptrolle. Damit ist die Gewichtung verschoben und der Wert steigt deutlich an.

Das bedeutet als Konsequenz, dass das tägliche Einkaufen wesentlich teurer wurde. Es nützt dabei wenig, wenn Sportartikel oder Handys günstiger werden, denn solches kauft man nicht täglich ein. Der Mikrowarenkorb ist also beim Hinterfragen jener Produkte und Produktgruppen, die man regelmäßig braucht, sehr wichtig und gerade dann, wenn die Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke sehr teuer werden, zeigt dieser Wert die Entwicklung und damit die Problematik für die Menschen an.

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Die Inflation ergo Preissteigerung wird jedes Monat in jedem Land oder auch etwa EU-weit bekanntgegeben, wobei etwa in Österreich so wie anderswo nach Ausgabegruppen definiert wird. Grundlage ist der Warenkorb mit Waren und Dienstleistungen, deren Preise mit dem Vorjahresmonat verglichen werden. Der Miniwarenkorb zeigt die Entwicklung auf Basis eines typischen Wocheneinkaufs und der Mikrowarenkorb jene eines typischen Tageseinkaufs.

Bei den Ausgabegrupen gibt es immer wieder Anpassungen wie etwa neue technische Geräte oder Dienstleistungen, doch über die Jahre blieben die Gruppen fast immer gleich. Manche sind stets präsent wie Wohnung, Wasser, Energie durch Mietkosten oder die Haushaltsenergie und Verkehr durch die Treibstoffe, andere wie Erziehung Unterricht oder Gesundheitspflege und Hausrat und Instandhaltung kommen in den monatlichen Berichten kaum vor. Berücksichtigt werden sie natürlich schon.

Häufig spielen die Kostenänderungen bei den Dienstleistungen eine Rolle, etwa bei Restaurants und Hotels und bei Freizeit und Kultur. Im Jahresvergleich ist der Ausverkauf ein Thema bei Bekleidung und Schuhe und sehr unterschiedlich ist die Sachlage bei Nahrungsmittel, denn die Lebensmittel sind mal sehr teuer und mal gibt es fast Preisstabilität. Weniger Rolle in der Inflation spielen die Gruppen Alkohol und TabakNachrichtenübermittlung und Waren Dienstleistungen.

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Inflation MikrowarenkorbArtikel-Thema: Inflation Mikrowarenkorb als Wert für den täglichen Einkauf
Beschreibung: Grundlagen über den Mikrowarenkorb im Rahmen der Inflationsberechnung als Wert für den täglichen Einkauf mit Lebensmittel, Zeitung und ähnlichen Waren.

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