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Inflation und Inflationsrate

Inflationsrate ist die Kennzahl der Preisveränderungen

Die Inflationsrate ist ein weiterer Indikator über die aktuelle Lage der Wirtschaft, vor allem aber der Preisentwicklung. Die Inflationsrate ist die Kennzahl der Inflation und zeigt an, um wie viele Prozent die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen oder gesunken sind und welche Produkte oder Dienstleistungen besonders starke Veränderungen aufweisen.

Inflation: Inflationsrate zeigt Veränderungen im Preisniveau

Die Inflation ist die Anzeige des Preisniveaus im Jahresvergleich und damit auch die Möglichkeit, die Preisveränderungen über einen längeren Zeitraum hinterfragen zu können. Dabei gibt es die schleichende Inflation mit jährlicher geringer Erhöhung und es gibt auch die extremen Formen, wie dies nach dem Ersten Weltkrieg etwa in Deutschland und Österreich gegeben war, als das gleiche Geld binnen Stunden nur noch einen Bruchteil wert war. Werkzeug der Inflation ist die Inflationsrate, die angibt, um wie viel Prozent sich die Preise verändert haben.

Als Grundlage wird dabei ein Warenkorb herangezogen, in dem diverse typische Waren, aber auch Dienstleistungen zu finden sind. Diese Einheiten - von der Milch über den Treibstoff bis zur Versicherung - werden in Ausgabegruppe untergliedert, die von Land zu Land unterschiedlich strukturiert sein können, aber meist sehr ähnlich sind. Man kann also nicht nur ermitteln, wie sich die Preise durchschnittlich verändert haben, man kann auch erheben, was günstiger und was teurer geworden ist.

Und man kann auch ermitteln, welche Preisveränderungen die Inflation nach oben treiben oder im selteneren Fall nach unten sinken lassen.

Auswirkungen der Inflation für Haushalt und Unternehmen

Neben der Tatsache, dass eine hohe Inflationsrate für jede Geldbörse zum Problem wird, weil man dann für die gleichen Waren viel mehr Geld ausgeben muss als noch vor einem Jahr, ist auch für die Wirtschaft selbst eine hohe Inflationsrate ein Problem und zwar gleich auf zwei Ebenen. Die erste Ebene ist natürlich, dass man selbst teurer einkaufen muss als bisher und die zweite Ebene ist, dass die Lohn- und Gehaltsforderungen für die nächsten Verhandlungsrunden mit den Sozialpartnern entsprechend teuer ausfallen werden, weil eine Abgeltung der Inflationsrate gefordert wird.

Das ist auch eine logische Forderung, denn die Gehälter und Löhne sollen in ihrem Wert nicht fallen, was aber von den Menschen gefühlt jedes Jahr passiert. Die Unternehmen klagen über zu teurer Löhne und Gehälter und irgendwo in der Mitte wird man sich treffen müssen. Und hier treffen auch Wirtschaft und Politik aufeinander.

Eine hohe Inflationsrate ist meist dann gegeben, wenn die Wirtschaft boomt. Eigentlich ist das eine feine Sache, aber das hat seine Nebenwirkungen. Im Jahr 2006, als die globale Wirtschaft richtig Gas gegeben hatte, stieg der Ölpreis als Konsequenz und natürlich auch durch Spekulation auf noch nie gesehene Höhen und das Barrel Rohöl war auf einmal über 140 US-Dollar teuer. Einen solchen Preis gab es noch nie zuvor.

Die Konsequenz war, dass dadurch praktisch alle anderen Waren ebenfalls teurer wurden, weil alleine die Zustellung durch Lieferanten aufgrund des teuren Treibstoff in die Höhe schossen. So kommt es zur seltsamen Lage, dass es der Wirtschaft hervorragend geht, aber die Menschen klagen dennoch. Nicht die Arbeitslosigkeit ist das Problem, sondern die Inflationsrate, die in jenem Jahr teilweise über 4 Prozent lag und Produkte des täglichen Lebens wie Brot oder Gemüse enorm verteuerten.

Grundlage der Inflationsrate ist stets der Warenkorb, eine Sammlung von Preisinformationen, die zum Beispiel vom Juni des aktuellen Jahres entnommen sind und mit jenen vom Juni des Vorjahres verglichen werden. Ist die Wirtschaft am Boden, dann wird die Inflationsrate kaum steigen, manchmal sinkt sie sogar leicht. Boomt die Wirtschaft, dann klettern die Preise nach oben wie oben geschrieben auch über die Marke von vier Prozent.

Aktuelle Inflation und Inflationsrate Österreich

Informationen über die aktuelle Entwicklung der Inflationsrate in Österreich finden Sie unter dem nachstehenden Link.

https://www.wissenswertes.at/inflationsrate-oesterreich

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Die Inflation ergo Preissteigerung wird jedes Monat in jedem Land oder auch etwa EU-weit bekanntgegeben, wobei etwa in Österreich so wie anderswo nach Ausgabegruppen definiert wird. Grundlage ist der Warenkorb mit Waren und Dienstleistungen, deren Preise mit dem Vorjahresmonat verglichen werden. Der Miniwarenkorb zeigt die Entwicklung auf Basis eines typischen Wocheneinkaufs und der Mikrowarenkorb jene eines typischen Tageseinkaufs.

Bei den Ausgabegrupen gibt es immer wieder Anpassungen wie etwa neue technische Geräte oder Dienstleistungen, doch über die Jahre blieben die Gruppen fast immer gleich. Manche sind stets präsent wie Wohnung, Wasser, Energie durch Mietkosten oder die Haushaltsenergie und Verkehr durch die Treibstoffe, andere wie Erziehung Unterricht oder Gesundheitspflege und Hausrat und Instandhaltung kommen in den monatlichen Berichten kaum vor. Berücksichtigt werden sie natürlich schon.

Häufig spielen die Kostenänderungen bei den Dienstleistungen eine Rolle, etwa bei Restaurants und Hotels und bei Freizeit und Kultur. Im Jahresvergleich ist der Ausverkauf ein Thema bei Bekleidung und Schuhe und sehr unterschiedlich ist die Sachlage bei Nahrungsmittel, denn die Lebensmittel sind mal sehr teuer und mal gibt es fast Preisstabilität. Weniger Rolle in der Inflation spielen die Gruppen Alkohol und TabakNachrichtenübermittlung und Waren Dienstleistungen.

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Infos zum Artikel

Inflation und Grundlagen zur InflationsrateArtikel-Thema: Inflation und Inflationsrate
Beschreibung: Grundlagen über die Inflationsrate, die die Preisveränderungen durch den Warenkorb anzeigt und für die Wirtschaftspolitik wichtig ist.

Wir werden oft gefragt, ob man die Artikel für Studienarbeiten oder Schularbeiten verwenden darf und die Antwort ist ganz klar ja. Dafür haben wir diese Texte auch erstellt - zur Information und Weiterverwendung. Bitte aber bei Möglichkeit auf diese Seite verweisen.
Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 28. 08. 2020