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Markt Mindestpreis

Begrenzung der Preisgestaltung nach unten

Die Preiskontrolle ist ein Werkzeug der Wirtschaftspolitik zur Steuerung der Preis am Markt, wodurch Angebot und Nachfrage eine zusätzliche Komponente erfahren. Die Idee dahinter ist die Unterstützung bestimmter Personengruppen und/oder Unternehmen von der Bauernschaft als Erzeuger bis zu sozial bedürftige Menschen und Haushalte. Eine dieser Maßnahmen ist das Festsetzen eines Mindestpreises für den Handel der Güter.

Definition Mindestpreis

Der Mindestpreis ist ein gesetzlich geregelter Preis, zu dem ein Gut mindestens verkauft werden kann. Der Preis kann auch höher gestaltet sein, aber er darf nicht niedriger sein, als der gesetzliche Mindestpreis.

Mindestpreis am Markt

Wirtschaftspolitik Markt MindestpreisMit dem Mindestpreis soll vermieden werden dass Produkte zu günstig verkauft werden. Während der Höchstpreis die Kundinnen und Kunden unterstützen soll, damit zum Beispiel Grundnahrungsmittel auch für finanziell schwächere Haushalte leistbar bleiben, ist mit dem Mindestpreis der Erzeuger mit Unterstützung ausgestattet. Eine solche Überlegung findet gerade bei den Milchprodukten und der Landwirtschaft statt, damit die Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit ergo ihre Produkte ausreichende Einkommensmöglichkeiten am harten auch internationalen Markt bewahren.

Doch wie beim Höchstpreis kann es auch passieren, dass der Mindestpreis ins Leere geht. Als Beispiel wenden wir uns wieder der Tafel Schokolade zu und nehmen an, dass der Gleichgewichtspreis bei 2,50 Euro liegt. Das heißt, dass die Anbieter und die Nachfrage zu diesem Preis und der dadurch auch ermittelbaren Gleichgewichtsmenge einig sind. Zwar würden die Anbieter gerne teurer verkaufen, aber dann geht die Nachfrage zurück, umgekehrt würden die Nachfrager gerne günstiger einkaufen, aber dann fehlt das Angebot.

Setzt man nun in dieser Marktsituation einen Mindestpreis von zwei Euro fest, dann hat man einen unwirksamen gesetzlichen Mindestpreis geschaffen, weil die Kundinnen und Kunden ohnehin mehr bereit sind für die Schokolade zu zahlen. Die Aktion war also eigentlich sinnlos. Anders sieht es aus, wenn man den Mindestpreis auf 2,80 Euro setzt. Denn dann fangen die Kunden an, den Kauf zu überdenken, während die Anbieter gerne mehr verkaufen würden. Es kommt also zu der Situation, dass am Markt ein Angebotsüberschuss besteht. Nicht jedes Angebot findet auch einen Abnehmer.

Der umgekehrte Fall wäre beim Höchstpreis gegeben, wenn dieser unter dem Gleichgewichtspreis läge, weil dann ein Nachfrageüberschuss erzielt wird.

Mindestpreis und Konsequenzen

Das Beispiel zeigt sehr deutlich, dass mit der gesetzlichen Regelung nicht immer ein Erfolg erreicht wird. Weiterhin sind Angebot und Nachfrage die Grundlage für die Analyse, ob man mit seinem Preis recht hatte und tatsächlich unterstützen konnte. Im Fall von zwei Euro war der Mindestpreis unwirksam, wirksam wird er dann, wenn er über dem Gleichgewichtspreis liegt und fortan kommt es zu einer vielleicht sogar sehr starken Reaktion am Markt.

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