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Wirtschaftsdaten BIP oder Brutto-Inlandsprodukt

Kennzahl für die Erträge und Leistungen

Wenn es um Wirtschaftsdaten und Wirtschaftsstatistik im Hinblick auf einen Staat oder einen Wirtschaftskreislauf geht, dann ist man nicht weit vom BIP entfernt. BIP ist dabei die Abkürzung für das Brutto-Inlandsprodukt und eine Kennzahl, die vor allem für Nationalstaaten von großer Bedeutung ist und die auch für die Wirtschaftsstatistik im internationalen Vergleich herangezogen wird. Hier lässt sich ablesen, wie der eigene Staat liegt und man kann auch einen Vergleich anstellen, ob man sich in seiner Position verbessert hat oder ob die anderen Staaten in ihrem Bestreben nach Wirtschaftswachstum erfolgreicher waren.

Definition BIP oder Brutto-Inlandsprodukt

Wirtschaftsdaten BIP Brutto-InlandsproduktDas Brutto-Inlandsprodukt ist die rechnerische Zusammenfassung aller Erträge und Leistungen, die in einem Staat oder auch zum Beispiel in der Europäischen Union als Wirtschaftsverband erwirtschaftet wurden, wobei als Zeitrahmen meist ein Jahr verwendet wird, es gibt aber auch quartalsmäßige Zusammenfassungen, um Trends schneller ablesen zu können. Die Erträge und Leistungen sind das Produkt der drei Wirtschaftssäulen, also des primären Sektors, des sekundären und des tertiären Sektors.

Der primäre Sektor betrifft die landwirtschaftlichen Betriebe sowie die Rohstoffproduzenten, die unmittelbar mit der Natur in Zusammenhang stehen wie der Bergbau. Der sekundäre Sektor ist die Produktion und Verarbeitung der Rohstoffe zu Fertigprodukte und der tertiäre Sektor umfasst den Handel und die Dienstleistungen, die von IT-Unternehmen über Rechtsanwälte, Unternehmensberater bis zu Ärzte und Therapeuten reicht.

Betrachtet man also die dem BIP zugrunde liegenden Sektoren, dann fällt alleine auf Basis des 20. Jahrhunderts auf, dass der primäre Sektor immer kleiner wird, während sich die Gesellschaft in Richtung tertiärer Sektor als Dienstleistungsgesellschaft entwickelt hat. Man arbeitet heute viel mehr mit dem Computer als mit dem Hammer oder der Schaufel und auch viel mehr als mit dem Traktor. Doch alles zusammen ist nach wie vor das BIP und damit eine Größe der nationalen Erträge, die vom Einzelunternehmen bis zum Konzern erwirtschaftet werden.

BIP und Wirtschaftsstatistik

Was macht man mit dem BIP nun? Wenn in den Medien vom BIP die Rede ist, dann meint man damit die prozentuelle Veränderung zum Vergleichszeitraum, zum Beispiel das Brutto-Inlandsprodukt von 2015 in Prozent gegenüber dem Brutto-Inlandsprodukt von 2014. Aber nicht nur dieser Vergleich für das eigene Land ist für die Wirtschaftspolitik wichtig und spannend, sondern auch, wie sich die Veränderungen bei den Nachbarländern oder überhaupt auf der Welt zugetragen hat.

Dabei ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass ein voll entwickeltes Industrieland eine ganz andere Ausgangsposition hat als ein Entwicklungsland, das gerade durchstartet. Bei zweiterem Beispiel kann man von viel höheren BIP-Steigerungen ausgehen als bei ersterem. Von daher ist der Vergleich auch nicht immer einfach zu ziehen.

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