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Businessplan Aufgaben

Was bringt der Businessplan überhaupt, was ist seine Funktion?

Die Unternehmensgründung wird oft mit dem Begriff des Businessplans in Verbindung gebracht, weil man selten genug Geld beim Start hat, um ohne externe finanzielle Förderung auszukommen. Und Banken oder Unterstützer wollen wissen, ob die Geschäftsidee überhaupt Erfolg bringen kann - kurzum: ob sich die Sache rechnet und die Bank ihr Geld wiedersehen wird bzw. der Förderer eine Rendite erwarten kann.

Businessplan nicht nur für den Start

Doch ist es falsch, den Businessplan nur mit einer Unternehmensgründung zu koppeln, denn die Spielregeln ändern sich ständig und einen Fahrplan zu haben, wie es weitergeht, bei welcher Kreuzung man steht und wie man die falsche Entscheidung vermeiden kann, ist eine große Hilfestellung und diese kann der Businessplan bieten.

Was ist nun dieser Businessplan: er ist zum einen ein Plan und zum anderen beschäftigt er sich mit dem Business, also mit dem Geschäft, der Geschäftsidee. Der Name bzw. Begriff ist also durchaus logisch und daher ist der Businessplan kein Kassabuch, wo man die Rechnung einträgt und anschließend schaut, ob sich der Tag gelohnt hat, sondern ein Konzept, das die Marktsituation, die Finanzen, aber auch die Risiken miteinbezieht, die mit der Geschäftsidee einher gehen.

Ein Businessplan versucht die Frage zu beantworten, wie eng die Finanzen kalkuliert sind, aber auch welche Möglichkeiten es bei der Werbung gibt und ob die Idee schon drei andere hatten, die ums Eck um Kunden kämpfen. Solche Fragen sind oft elementarer als jene, ob man einen Kredit von seiner Hausbank bekommt.

Und genau deshalb ist es auch wichtig, einen Businessplan zu führen, wenn man schon längst sein Unternehmen gegründet hatte. Die Erweiterung des Unternehmens durch neue Räume oder gar eine neue Filiale erfordert ebenso Planung und mitunter Unterlagen, die die Bank einfordert, bevor sie diese Investition finanziert.

Was beinhaltet so ein Businessplan?

Der Businessplan beurteilt die Geschäftsidee und damit der Frage nach, was das Produkt ist. Das kann eine Beratungsdienstleistung genauso sein wie eine neue Schokolade. Ausgehend vom Produkt stellt sich einerseits die Frage, ob man Personal braucht, ob es eine Fertigung gibt und wie sich das finanzieren lässt. Andererseits geht man auch der Frage nach, ob es schon 100 verschiedene Schokoladen gibt und ob man überhaupt noch Naschkatzen finden kann, die diese neue Schokolade haben wollen oder ob das Beratungsangebot wirklich Kundschaft ansprechen kann.

Nicht nur die mögliche Konkurrenz und das Interesse am Markt sind Thema, sondern auch Möglichkeiten, wie man mit dem Marketing seine Situation verbessern kann, ob es einen Vertrieb braucht, wie es um Partner bestellt ist und vieles mehr. Der Businessplan ist also nicht ein DIN A4-Zettel mit dem Inhalt "ich will reich werden", sondern ein komplettes Konzept, ob man überhaupt den Jackpot erreichen kann.

Und die Daten können jederzeit überarbeitet werden. Produkte werden heute stark nachgefragt, können in einem Jahr aber niemanden mehr interessieren. Es kann auch sein, dass man Erfolg hat und drei Konkurrenten ähnliches nachbauen, um am Erfolg mitzunaschen. Diese Szenarien erfordern, dass man seine Analyse neu bewertet, um auch Problemfelder zu erkennen.

Schnittstellen vom und zum Businessplan

Eigentlich bietet die Buchhaltung (oder auch Buchführung) die Daten, wie es denn um das Unternehmen bestellt ist. Das ist vor dem Start natürlich nicht möglich, bei einem laufenden Unternehmen aber sehr wohl. Und diese Daten sind auch eine Schnittstelle zum Businessplan, wobei man im Rahmen des Rechnungswesens die Kalkulation, Kostenrechnung und den Kostenplan mit ins Gepäck nehmen kann.

Eine andere Schnittstelle sind Marketingpläne, deren Änderungen auch im Businessplan berücksichtigt werden oder andere Erkenntnisse, die aus dem Businessplan kommen und im Marketing neue Rückschlüsse ermöglichen.

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Businessplan Aufgaben
letztes Datum:
10. 11. 2019

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