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Betriebliche Abgrenzung in der Kostenartenrechnung

Weg mit den neutralen, her mit den kalkulatorischen Kosten

Die Erfassung der Kostenarten vom Material bis zu den Steuern ist der erste Schritt, eine zeitliche Abgrenzung ist eine weiter Möglichkeit, aber die Kostenartenrechnung braucht eine wichtige Funktion zusätzlich und das ist die betriebliche Abgrenzung. Dabei ist der Arbeitsauftrag jener, dass man die Kosten tatsächlich erfasst, die für den entsprechenden Zeitraum Gültigkeit haben.

Aufgabe der betrieblichen Abgrenzung

Bei dieser Form der Abgrenzung müssen die neutralen Aufwendungen ausgeschieden werden, dafür kommen die Zusatzkosten hinzu. Grundlage ist weiterhin das Datenmaterial aus der Buchhaltung, also die Zweckaufwendungen und die Grundkosten. Man könnte auch die Aufstellung laut einer kleinen Tabelle skizzieren:

  Zeitlich abgegrenzte Aufwendungen laut Buchhaltung
- neutrale Aufwendungen
+ kalkulatorische Kosten
  tatsächliche Kosten

Je nach Kostenart und nach Aufwandsart kann es auch sein, dass eine Kostenvariante als neutral entfällt, um als kalkulatorisch wieder aufgenommen zu werden. Das Beispiel schlechthin für diese Aufgabe sind die Abschreibungen. Die Abschreibungen zum Beispiel für Grundstück und Gebäude oder andere Anlageobjekte und Anlagegüter aus der Buchführung werden entsorgt, weil sie durch die kalkulatorische Abschreibung ersetzt werden.

Was sind neutrale Aufwendungen?

Wurde zum Beispiel Pachtgebühr für eine Liegenschaft bezahlt, die mit dem Unternehmen nichts zu tun hat, dann sind diese Kosten neutrale Aufwände und sind auszuscheiden. Gleiches gilt für einen Kursverluste an der Börse, weil man sich verspekuliert hat. Forderungsausfälle werden auch ausgeschieden, Spenden und die Körperschaftsteuer ebenso.

Man unterscheidet auch

  • die außergewöhnlichen betrieblichen Aufwendungen, zu denen die Forderungsausfälle zählen
  • die betriebsfremden Aufwendungen wie Kursverluste oder betriebsfremde Pacht
  • und die sonstigen neutralen Aufwendungen, zu denen auch die Körperschaftsteuer zählt

Was sind kalkulatorische Kosten?

Dabei handelt es sich um Kosten, die durch eine andere Denkweise ermittelt werden und bekannte Systeme ersetzen oder überhaupt ins Spiel gebracht werden. Es gibt

  • kalkulatorische Abschreibungen
  • kalkulatorische Zinsen
  • kalkulatorische Wagnisse
  • kalkulatorischer Unternehmenslohn
  • kalkulatorische Miete

Die Abschreibungen ersetzen die Abschreibung, die man aus der Buchhaltung (Buchführung) erhält, die Wagnisse ersetzen die Schadensfälle, die ebenfalls aus der Buchhaltung geliefert werden. Die anderen Kosten sind zusätzliche Kostenfaktoren, um die Kostenartenrechnung genauer abarbeiten zu können.

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Die Kostenartenrechnung ein wesentliches Werkzeug in der Kostenrechnung und trennt die Werte der Buchhaltung von den Zielen der Kostenrechnung. Es gibt daher die betriebliche Abgrenzung und die zeitliche Abgrenzung mit der Frage, welche Beträge in den vorgesehenen Zeitraum fallen und welche zu entsorgen sind.

Das Thema Personal ist auch wichtig. Bei den Personalkosten müssen die gleichen Fragen gestellt werden und das betrifft die Gehälter genauso wie die Löhne und natürlich auch die Lohnnebenkosten. Ebenfalls ein Thema ist die Beurteilung der Kosten im Hinblick auf die Steuern und auf die kalkulatorische Abschreibungen.

Ein sehr großer Bereich etwa bei Erzeugern ist die Frage der Materialkosten und zwar im Hinblick auf die Bewertung des Materials. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten wie die einfache Erfassung oder auch die retrograde Methode. Andere Lösungen sind die Inventurmethode und die Skontrationsmethode.

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Kostenartenrechnung betriebliche AbgrenzungArtikel-Thema: Betriebliche Abgrenzung in der Kostenartenrechnung
Beschreibung: Die betriebliche Abgrenzung in der Kostenartenrechnung ist die bereinigte Ermittlung der tatsächlichen Kosten samt kalkulatorischen Kosten.

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