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SEO oder Suchmaschinenoptimierung im Online-Marketing

Ziel: besser gefunden werden

In der Zwischenzeit werden mehr E-Mails als Briefe geschrieben, mehr Arbeitsplätze online gesucht als per Inserate und mehr Wohnungen vermittelt als im herkömmlichen Sinne. Das ergibt als Logik, dass es viel mehr Anbieterinnen und Anbieter im Internet gibt und daher muss man auf sich aufmerksam machen, damit das eigene Angebot überhaupt gefunden werden kann.

Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Lösungen von Werbung bis zur Optimierung. Was die Optimierung betrifft, kommt man an einem Begriff nicht vorbei, nämlich SEO.

Inhalt

Was ist SEO eigentlich?

SEO ist eine Abkürzung des englischen Begriffs "Search Engine Optimization" oder zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung, wobei der Begriff nicht ganz glücklich ist, denn die Suchmaschine wird nicht optimiert, sondern das eigene Angebot für die Suchmaschine. Konkret geht es um Maßnahmen und Überlegungen, die man aus dem Marketing schon kennt. Im Marketing lässt man Waren sein, die keine Abnehmer finden und konzentriert sich auf jene Waren, die gut verkauft werden können. Bei SEO verfolgt man das Ziel, sein Ziel leichter auffindbar zu machen und lässt negative Effekte weg und optimiert den Blog, die Webseite oder auch Produkte in einem Online-Shop möglichst so, dass sie öfter und leichter in den Suchmaschinen und auf anderen Portalen gefunden werden können.

Das bedeutet, dass man mit SEO die Chancen auf dem Markt verbessern kann und will, wobei es eigentlich nur einige wenige Punkte gibt, die im Fokus stehen. Doch sie spielen zusammen und können sich auch gegenseitig im Weg sein, was die Sache nicht ganz so einfach gestaltet. Wenn der Titel mit dem Inhalt nicht zusammenpasst, hat man ein Problem. Wenn man zwar eine sehr gut optimierte Seite hat, aber keine Navigation, um dorthin gelangen zu können, wird es ebenfalls nicht funktionieren und die Besucherinnen und Besucher werden unverrichteter Dinge wieder abziehen.

SEO oder Suchmaschinenoptimierung einsetzenBildquelle: pixabay.com / geralt

Welche Faktoren sind bei SEO zu beachten?

Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, die wesentlichen Bereiche des Angebots abhängig vom System so zu gestalten, dass man seine Marktchancen deutlich erhöht. Es gibt verschiedene Systeme und Zugänge, weshalb die SEO auch abhängig davon ist, welche Ziele man verfolgt.

Gehen wir vom Internet und einem Blog oder eine Webseite aus, dann gibt es die folgenden Faktoren:

  • Titel der Seite
  • Beschreibung der Seite
  • Überschrift der Seite
  • Systeminterner Name (Navigationsname)
  • Gesamtnavigation des Angebots
  • Inhalt der Seite

Ganz wichtig: Titel und Beschreibung der Seite

Der Titel ist jener Text, den man auch in den Suchmaschinenergebnissen ganz groß dargestellt bekommt und der darüber entscheidet, ob jemand Lust hat, auf den Link bei Google & Co. zu klicken und die Seite zu besuchen oder nicht. Wesentlich ist daher, dass man einen Titel für seine Seite, Unterseite, Angebot wählt, der dem Inhalt entspricht. Ein Titel über Fußball macht keinen Sinn, wenn es im Text dann um eine neue Apfelsorte geht.

Suchmaschinenergebnis und SEO

In dieser Darstellung sehen wir ein Suchmaschinenergebnis mit dem Titel und der Beschreibung. Besonders der Titel ist sehr groß dargestellt und hilft bei der Entscheidung, ob man die Seite anklicken soll oder nicht. Das bedeutet für die Seitenbetreiber, dass ein falsch gewählter Titel viele Besucherinnen und Besucher sogar verhindern kann, ein gut gewählter Titel kann zu großen Erfolgen führen. Im aktuellen Fall soll es um das Spielfeld im Fußballsport gehen und daher hat man Fußballfeld auch als Schlüsselwort gewählt. Das Schlüsselwort findet sich auch in der Beschreibung wieder.

Womit wir beim zweiten Punkt angelangt sind, nämlich der Beschreibung. Es handelt sich dabei um einen kurzen Text, der den Inhalt der Seite zusammenfassen soll. In diesem Fall stehen schon konkrete Informationen in der Beschreibung, wobei die Suchmaschinen teilweise aus dem Gesamttext diesen Auszug anzeigen und nicht die Beschreibung selbst, die man eingetragen hatte.

Auch wichtig: die Überschrift der Seite

Es mag für Anfänger verwirrend sein, aber der Titel der Seite ist nicht die Überschrift. Es sollte auf jeder Seite eine Überschrift geben, die den eigentlichen Inhalt einleitet. Technisch ist das wichtig, weil es in der Internetsprache HTML Überschrift von H1 bis H6 gibt, wobei H1 die größte Überschrift sein sollte, sie hat daher auch die größte Bedeutung. H1 sollte nur einmal verwendet werden und würde sich in unserem Beispiel so anbieten:

  • Wie groß ist das Fußballfeld?
  • Größe und Breite des Fußballfelds

Titel, Beschreibung und Hauptüberschrift sind für die Suchmaschinen von größter Bedeutung. Sie bilden den Rahmen rund um den eigentlichen Inhalt und sorgen dafür, dass man gut oder weniger gut in den Suchergebnissen gefunden werden kann.

Wichtig sind auch Name der Seite und die Navigation

Die beste Seite nutzt nichts, wenn man nicht gefunden wird. Eine SEO-Maßnahme ist der interne Name der Seite. Im Beispiel oben heißt die Seite "fussball-feld", womit Fußball als Sportart und Feld als wesentliches Kriterium genannt sind. Auch das hilft der Suchmaschine bei der Beurteilung. Keinen Sinn hätte es gemacht, die Seite "wetter-kalt" zu bezeichnen. Der Navigationsname im internen System der Seite direkt aus der Datenbank und meistens einem CMS für die Verwaltung der Inhalte soll eng mit dem Inhalt und Thema der Seite verbunden sein.

Womit wir bei der Navigation angekommen sind. Bei sehr vielen Unterseiten ist es natürlich nötig, dass man verschiedene Ebenen als Struktur vorgibt, wobei diese zueinander verlinkt sein müssen. Andernfalls kann man nicht von der zweiten Ebene zur dritten gelangen oder von dieser wieder zurück. Eine Pfadnavigation hilft zu erkennen, wo man sich überhaupt befindet und man kann leichter navigieren. Gelingt die Navigation nicht, dann fehlt dem Besucher die Orientierung und das kann zu Frust und letztlich zum Verlassen der gesamten Seite führen.

Das Um und Auf: der Inhalt

Das Herzstück jeder Seite ist der eigentliche Inhalt, der aus Text, Bildern, Videos und Skripte bestehen kann. In den Anfängen des Internets konnte man einen simplen Text mit drei Absätzen schreiben und war auf Platz eins in der Suchmaschine, ohne die Seite groß optimieren zu müssen. Das ist längst vorbei. Es gibt zu nahezu jedem Thema viele Leute, die darüber berichten und die künstliche Intelligenz hat für zusätzliche Unruhe gesorgt.

Tastatur zum Schreiben von gutem TextBildquelle: pixabay.com / Jesicz

Worauf kommt es an?

Es macht keinen Sinn, Nummer 500 beim Beschreiben des gleichen Inhalts zu sein. Der Text sollte allumfassend und spannend sein und alle Faktoren beinhalten, die für die Besucherinnen und Besucher wesentlich sein könnten. Dazu gehört auch, dass der Text gut gestaltet ist, also nicht alles unstrukturiert aneinandergereiht, sondern in Absätzen und Abschnitten gegliedert. Überschriften helfen bei der Übersicht für die Leserschaft, die dann manche Bereiche auch überspringen können, wenn sie nicht interessant scheinen.

Die Bildsprache ist vor allem auch wichtig geworden, denn die Leute wollen Abwechslung haben. Eine gefällige Seite führt zu positiver Rückmeldungen, längerer Lesezeiten und damit zu Erkenntnissen, die die Suchmaschinen freuen. Das sorgt für eine höhere Bewertung und bessere Ergebnisse.

Generell: eine gut optimierte Seite funktioniert nicht, wenn der Inhalt nicht passt. Ein guter Inhalt kann aber durch eine gut optimierte Seite zusätzlich gestärkt und der Erfolg gesteigert werden.

Onpage-SEO und Offpage-SEO

Rund um die Suchmaschinenoptimierung haben sich zwei große Bereiche gebildet. Mit Onpage-SEO fasst man all die oben vorgestellten Überlegungen zusammen, es handelt sich also um jene SEO-Maßnahmen, die man direkt auf seiner eigenen Webseite durchführen kann und soll. Das gilt für den kleinen Blog mit seinen Urlaubsgeschichten ebenso wie für eine Informationswebseite oder für die Angebote auf einem Online-Shop.

Der andere Begriff mit Offpage-SEO betrifft Maßnahmen, die abseits der Seite möglich sind, um den Erfolg zu stärken. Dazu gehört die Option, dass man mit Werbemaßnahmen, ergo Einsatz von Geld, Kampagnen startet, um mehr Leute zu erreichen. Ebenfalls eine Überlegung ist es, neue Inhalte im Internet zu teilen, etwa in den sozialen Medien. Werden Inhalte durch andere Webseiten verlinkt, ist das zusätzlich eine Hilfestellung ebenfalls ein Fall für die Offpage-SEO.

Damit verbindet man also das externe Bewerben der fertiggestellten Seiten, um mehr Erfolg im Internet haben zu können. Das kann jetzt das Teilen des privaten Blogs sein, weil die Freunde diesen lesen sollen, das kann aber auch ein kommerzielles Interesse sein, weil man mit der Werbung auf seiner Seite seinen Lebensunterhalt finanziert oder das können neue Produkte sein, die man per Online-Shop häufiger verkaufen möchte.

SEO in den sozialen Medien

Mit der Suchmaschinenoptimierung hat man sich auf die Webseiten und Blogs konzentriert, egal ob es ein Blog mit 10 Seiten oder ein Portal mit 10.000 Seiten ist. Es gibt aber die Überlegung der Optimierung auch abseits von den üblichen Webseiten, nämlich in den sozialen Medien.

Wenn ich auf Instagram mehr Leserinnen und Leser erreichen möchte, gilt es den Text so zu schreiben oder die Videos so zu gestalten, dass die Einträge mehr Leuten gefallen. Die Überschrift ist vergleichbar mit dem Titel auf einer Webseite, die Beschreibung ebenso. Es ist die Überlegung also sehr ähnlich. Gleiches gilt für die Einträge auf Facebook, TikTok & Co.

Ein großer Bereich betrifft YouTube. Denn dort gibt es Millionen an Videos und einen neuen Kanal erfolgreich zu gestalten ist so einfach nicht. Viele Tipps sprechen vom YT-SEO oder YouTube-SEO. Dabei geht es darum, dass der Titel für das Video und die Videobeschreibung optimiert werden müssen und das Vorschaubild (Thumbnail) muss die Leute ansprechen, weil sie sonst nicht auf das Bild klicken und gar nicht wissen, was ihnen dadurch entgeht.

Wir erkennen also, dass SEO weit über die Webseiten hinausgeht. Natürlich gibt es auf den Webseiten Problemstellungen wie die Navigation und die interne Verlinkung, die man auf TikTok, Instagram und YouTube nicht hat, aber Titel und Beschreibung sowie Darstellung spielen da wie dort eine große Rolle.

SEO-Trends: Das größte Problem bei SEO

An sich sind die Punkte, die man bei SEO beachten muss, gar nicht so umfangreich. Doch das Problem besteht darin, dass sich das Internet stets verändert und auch die sozialen Medien ändern ihre Spielregeln immer wieder. Das hat zur Folge, dass Ideen und Tipps, die heute gut und richtig sein können, im nächsten Jahr völlig oder zumindest teilweise falsch sind.

Ein Beispiel: In den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung galt es als klug, Inhalte auf mehrere Seite aufzuteilen, weil die Ladezeiten sonst zu hoch sind. Ein so langer Text wie dieser hier war wohl bei Wikipedia üblich, aber viele Webseiten haben kürzere Texte zueinander verlinkt. Heute will man auf einer Seite die umfassende Information haben und nicht von Seite zu Seite springen müssen. Beides sind SEO-Ratschläge, die aber miteinander gar nichts mehr zu tun haben.

Deshalb muss man bei SEO ständig hinterfragen, ob man etwas optimieren kann. Das klappt bei einem Blog mit 10 Seiten, aber nicht bei einer Webseite mit 2.000 oder mehr Einzelseiten. Daher arbeiten auch viele mit Agenturen zusammen, nur die kochen auch nur mit Wasser und sind oft schon selbst falsch gelegen.

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