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Einkaufszentrum und dessen Strategie

Ein Verkaufsort, viele Anbieter

Nachdem sich der Handel von der klassischen Bedienung zur Selbstbedienung verändert hatte, wurde der Bedarf an solchen Geschäften immer größer und damit waren auch neue Konzepte gefragt. Daraus entstand die Idee, diese Anbieter auf einem Platz zu vereinen, denn nicht überall steht der Platz für Geschäftslokale zur Verfügung - gerade in großen Städten ist Platz zum Luxus geworden.

Was ist ein Einkaufszentrum?

Aus Marketinggründen und auch Platznot entstand in den Städten das Einkaufszentrum als Idee. Manche Einkaufszentren haben 50, manche weiter darüber hinausgehende Unternehmen unter einer Marke und einem Dach. Das Einkaufszentrum selbst agiert als eigenständiges Unternehmen, das den Platz anbietet und entsprechende Mietgebühren für die Handelsunternehmen verlangt, womit der Geschäftserfolg sichergestellt werden soll. Die Handelsunternehmen wiederum müssen sich überlegen, ob sie die Gebühren zahlen, die teilweise recht hoch angesetzt sind, aber andererseits haben sie auch große Vorteile wie etwa viele Kundinnen und Kunden an einem zentralen Ort, die guten Umsatz bringen könnten.

Was bringt das Einkaufszentrum den Händlern?

Ein Vorteil ist, dass die Kundinnen und Kunden vielleicht Büromaterial einkaufen wollen und bei der Gelegenheit auch schöne Schuhe entdecken, die sie sonst nicht gekauft hätten. Somit erreicht man viel mehr Leute als man dies mit einem eigenen Geschäftslokal geschafft hätte und ein erfolgreiches Einkaufszentrum kann tatsächlich den Umsatz deutlich steigern helfen, aber es muss sich für die Unternehmen auch rechnen. Es reicht daher nicht, wenn das Einkaufszentrum den Raum aufbaut und sich dann zurücklehnt.

Es gibt viele Beispiele von großen Einkaufszentren, die niemanden interessiert haben. Die Handelsunternehmen haben teures Geld gezahlt, aber keinen Erfolg verbuchen können und rasch waren sie wieder verschwunden und das Einkaufszentrum stand leer und musste zum Teil auch geschlossen werden. Auch bekannte und erfolgreiche Einkaufszentren haben mitunter Jahre gebraucht, bis der Erfolg sich eingestellt hatte. Das Um und Auf ist die große Zahl an einkaufender Gäste, die nicht von alleine kommen und die man entsprechend anlocken muss.

Verschiedene Strategien beim Einkaufszentrum

Einkaufszentren werden meist am Stadtrand aufgebaut, weil dort noch Platz herrscht. Manchmal wird aber auch mitten in der Stadt ein altes Gebäude entsorgt und an seinem Platz kann eine neue Einkaufsmöglichkeit entstehen. Beim Plan von neuen großen Wohnanlagen werden Einkaufsmöglichkeiten auch berücksichtigt, da viele Menschen hier wohnen werden und irgendwo einkaufen müssen. Ein Einkaufszentrum ist bei besonders großen Anlagen häufig Teil des Plans. Die Idee ist stets jene, dass man viele Anbieter in Form von Handelsunternehmen, aber auch Dienstleistungsbetriebe mit vielen Kundinnen und Kunden zusammenführt, um den Handel anzuregen.

Eine besonders große Form über das Einkaufszentrum hinaus ist etwa südlich von Wien die Shopping City Süd oder kurz SCS. Dabei gibt es die verschiedensten Anbieter und Verkaufsstellen, sodass mehrere Einkaufszentren zusammengeführt wurden. Viele fahren dorthin und essen in Ruhe, ob sie etwas auch einkaufen ist ungewiss. Das Einkaufen wird so zum Erlebnis und man hat riesige Möbelhäuser, Technikmärkte, aber auch Lebensmittelmärkte und viele andere Angebote von Mode bis zu Büchern an einem Ort oder innerhalb eines großen Areals.

Die dunkle Seite dieses Konzepts oder auch der kleineren Einkaufszentren, die auch Dutzende Unternehmen beherbergen ist die Tatsache, dass viele kleine Handelsunternehmen als klassische Straßenlokale Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen, weil das Einkaufen im Einkaufszentrum zum Erlebnis wurde und die Einkaufsstraßen Mühe haben, genug Handelskapazität für die Geschäfte aufzubauen oder zu erhalten.

Deshalb gibt es auch viele Versuche der Einkaufsstraßen, um die Leute wieder zum Einkaufen vor Ort zu animieren inklusive Veranstaltungen und anderer Aktionen. Damit kann man den Effekt etwas abfedern, aber noch gefährlich ist die Konkurrenz durch den Verkauf per Internet geworden.

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Wie man den Handel durchführt, hängt von vielen Parametern und Möglichkeiten ab. Man könnte die vielen Formen auch in Kategorien unterteilen. Der Einzelhandel ist etwa ein wichtiger Bereich für Nahversorgung und ähnliche Waren. Teil davon ist etwa der Lebensmitteleinzelhandel. Weitere Kategorien sind der Fachhandel sowie der Großhandel mit wichtiger Funktion für das ganze Handelssystem.

Der Versandhandel wurde bald nach dem Zweiten Weltkrieg eine attraktive Alternative zum Einkauf ums Eck mit Bestellung per Telefon oder Postkarte. Der Telefonverkauf war auch bald Thema, aber rechtlich mitunter problematisch. Mit dem Internet kam der Onlinehandel dazu, der durch das Mobile Commerce eine Erweiterung durch die Handynutzung erfuhr. TV-Shopping ist eine Lösung als Übergang von Versandhandel und Onlinehandel. Dazu passt auch die Möglichkeit des Verkaufs per Auktion. Beliebt wurde auch das System vom Click & Collect als Kombination von Onlineshop und Geschäftslokal.

Konzepte gibt es im Handel reichlich. Das Einkaufszentrum ist so ein Konzept für Betreiber ebenso wie auch für die Händler mit Mietfläche. Die Einkaufsstraße als Zusammenschluss von Händler ist ein weiteres Konzept zur Verkaufsförderung. Hier sollte auch die Agglomeration berücksichtigt werden. One-Stop-Shopping ist ein Konzept ähnlich dem Einkaufszentrum, aber namentlich nicht allen bekannt.

Und dann gibt es auch typische Handelssituationen wie das Saisongeschäft oder den Testmarkt. Weitere Kriterien sind die Handelsunternehmen selbst sowie die Regionen.

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Handel EinkaufszentrumArtikel-Thema: Einkaufszentrum und dessen Strategie
Beschreibung: Das 🛒 Einkaufszentrum ist eine Handelsform, bei der unter einem großem Haus ✅ verschiedenste Handelsbetriebe agieren und mit viel Laufkundschaft gerechnet wird.

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