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Handelsformen Einkaufszentrum

Ein Verkaufsort, viele Anbieter

Nachdem sich der Handel von der klassischen Bedienung zur Selbstbedienung verändert hatte, wurde der Bedarf an solchen Geschäften immer größer und damit waren auch neue Konzepte gefragt. Daraus entstand die Idee, diese Anbieter auf einem Platz zu vereinen, denn nicht überall steht der Platz für Geschäftslokale zur Verfügung - gerade in großen Städten ist Platz zum Luxus geworden.

Viele Geschäfte, viele Kunden

Und so entstand das Einkaufszentrum als Idee. Manche Einkaufszentren haben 50, manche weiter darüber hinausgehende Unternehmen unter einer Marke und einem Dach. Das Einkaufszentrum selbst agiert als eigenständiges Unternehmen, das den Platz anbietet und entsprechende Mietgebühren für die Handelsunternehmen verlangt, womit der Geschäftserfolg sichergestellt werden soll. Die Handelsunternehmen wiederum müssen sich überlegen, ob sie die Gebühren zahlen, die teilweise recht hoch angesetzt sind, aber andererseits haben sie auch große Vorteile.

Ein Vorteil ist, dass die Kundinnen und Kunden vielleicht Büromaterial einkaufen wollen und bei der Gelegenheit auch schöne Schuhe entdecken, die sie sonst nicht gekauft hätten. Somit erreicht man viel mehr Leute als man dies mit einem eigenen Geschäftslokal geschafft hätte und ein erfolgreiches Einkaufszentrum kann tatsächlich den Umsatz deutlich steigern helfen, aber es muss sich für die Unternehmen auch rechnen. Es reicht daher nicht, wenn das Einkaufszentrum den Raum aufbaut und sich dann zurücklehnt.

Es gibt viele Beispiele von großen Einkaufszentren, die niemanden interessiert haben. Die Handelsunternehmen haben teures Geld gezahlt, aber keinen Erfolg verbuchen können und rasch waren sie wieder verschwunden und das Einkaufszentrum stand leer und musste zum Teil auch geschlossen werden.

Verschiedene Strategien beim Einkaufszentrum

Einkaufszentren werden meist am Stadtrand aufgebaut, weil dort noch Platz herrscht. Manchmal wird aber auch mitten in der Stadt ein altes Gebäude entsorgt und an seinem Platz kann eine neue Einkaufsmöglichkeit entstehen. Beim Plan von neuen großen Wohnanlagen werden Einkaufsmöglichkeiten auch berücksichtigt, da viele Menschen hier wohnen werden und irgendwo einkaufen müssen. Ein Einkaufszentrum ist bei besonders großen Anlagen häufig Teil des Plans. Die Idee ist stets jene, dass man viele Anbieter in Form von Handelsunternehmen, aber auch Dienstleistungsbetriebe mit vielen Kundinnen und Kunden zusammenführt, um den Handel anzuregen.

Eine besonders große Form über das Einkaufszentrum hinaus ist etwa südlich von Wien die Shopping City Süd oder kurz SCS. Dabei gibt es die verschiedensten Anbieter und Verkaufsstellen, sodass mehrere Einkaufszentren zusammengeführt wurden. Viele fahren dorthin und essen in Ruhe, ob sie etwas auch einkaufen ist ungewiss. Das Einkaufen wird so zum Erlebnis und man hat riesige Möbelhäuser, Technikmärkte, aber auch Lebensmittelmärkte und viele andere Angebote von Mode bis zu Bücher an einem Ort oder innerhalb eines großen Areals.

Die dunkle Seite dieses Konzepts oder auch der kleineren Einkaufszentren, die auch Dutzende Unternehmen beherbergen ist die Tatsache, dass viele kleine Handelsunternehmen als klassische Straßenlokale Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen, weil das Einkaufen im Einkaufszentrum zum Erlebnis wurde und die Einkaufsstraßen Mühe haben, genug Handelskapazität für die Geschäfte aufzubauen oder zu erhalten.

Deshalb gibt es auch viele Versuche der Einkaufsstraßen, um die Leute wieder zum Einkaufen vor Ort zu animieren inklusive Veranstaltungen und anderer Aktionen. Damit kann man den Effekt etwas abfedern, aber noch gefährlich ist die Konkurrenz durch den Verkauf per Internet geworden.

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Handel Handelsformen EinkaufszentrumArtikel-Thema:
Handelsformen Einkaufszentrum
letztes Datum:
29. 10. 2019

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