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Handelsformen oder Handelsarten

Unterschiedliche Strategien für den Handel

Der Handel als Verkauf von Produkte sei es im eigenen Namen oder sei es von externen Herstellern funktioniert nicht immer auf die gleiche Art und Weise. Das hängt von der Zielgruppe ab, die nicht überall auf die gleiche Weise zu finden ist und das hängt natürlich auch davon ab, welche Produkte man selbst verkaufen möchte. Die regionale Fragestellung ist auch noch ein Thema, denn mitten in der Großstadt gibt es andere Entscheidungen und Optionen als fern dicht besiedelter Gebiete.

Handelsarten oder: wie möchte ich verkaufen?

Es gibt daher verschiedene Formen, wie man den Handel als Handelsunternehmen anstreben kann und auch Strategien. Die klassische Form beim Handel ist der Aufbau eines sogenannten Straßengeschäfts. Daraus entwickelten sich weitere Formen wie die Fachgeschäfte und die Kaufhäuser. Die Alternative entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg und den Jahrzehnten später mit dem Versandhandel, der mehr Bequemlichkeit versprach und dies nach wie vor anbietet. Damit war es möglich geworden, dass Kundinnen und Kunden daheim blieben und per Telefon oder Postkarte ihre Bestellung aufgeben konnten. So wurde auch der Einkauf in einem Unternehmen möglich, das nicht um die Ecke erreichbar ist.

Auch dieser Handel hat Erneuerungen erfahren, indem das Internet Einzug hielt und nun praktisch jedes Handelsunternehmen auch online erreichbar ist und dort seine Produkte anbieten kann. Dennoch ist das Straßengeschäft weiterhin ein Thema geblieben und dabei gibt es viele Entscheidungen.

Verschiedene Ansätze im Handel

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der Zusammenschluss mit anderen Händlern. Das muss jetzt kein gemeinsames Unternehmen sein, aber wenn unterschiedliche Handelsunternehmen mit verschiedenen Produktpaletten am gleichen Ort eine Filiale oder ein einmaliges Geschäft aufbauen, gibt es auch unterschiedlich interessierte Konsumentinnen und Konsumenten und damit neue Chancen für einen Handelserfolg. Diese an sich einfache Idee hat schon oft funktioniert und ist nur eine der möglichen Handelsstrategien, um zum Erfolg zu kommen und sich auch bei der Werbung Gelder sparen zu können, weil die Konzentration an Anbietern für sich spricht.

Diese Idee hat man etwa auch im Bankensektor beobachtet: genau dort, wo ohnehin schon eine Bank eine Filiale aufgebaut hat, hat man selbst auch eine erstellt, weil man davon ausgeht, dass vor Ort bereits Kunden Interesse haben. Diese bewusste Nähe zur Konkurrenz ist eine weitere Strategie, die zum Beispiel auch im Zusammenhang mit dem Kaufhaus zu nennen ist. Es kann gut sein, dass es im Kaufhaus drei verschiedene Modeanbieter gibt. Kauft die Kundin nicht bei A, dann vielleicht bei B oder C. Man kommt gerne, weil man drei Anbieter unter einem Dach hat und damit mehr Auswahl. Das bedeutet aber auch, dass man mehr Laufkundschaft hat, also die Option auf Erfolg.

Der Pflichtansatz ist in der Zwischenzeit der Verkauf per Internet. Das Straßengeschäft ist oft geblieben, aber als zweites Standbein verkauft man auch online. Wer nicht vorbeischauen will, kann via Computer oder Smartphone seinen Einkauf tätigen und so spricht man auch verschiedene Zielgruppen oder auch Einkaufsgruppen an.

Der Handel per Internet ist aber nicht nur eine Förderung der Gemütlichkeit beim Einkaufen, er ist auch problematisch. Denn gerade die großen Konzerne, die weltweit tätig sind, erreichen viele Menschen, während der kleine Anbieter übrig bleibt. Daher hat man in den Großstädten, aber auch auf ländlicher Ebene neue Konzepte und Handelsformen angedacht und zum Teil umgesetzt. Ein solcher Ansatz ist die Einkaufsstraße, bei der die vorrätigen Händler zusammenarbeiten und zum Beispiel auch Veranstaltungen anbieten. Flohmärkte, Straßenmärkte und ähnliche Aktionen zählen dazu, um das Einkaufen vor Ort abseits des Internet wieder in den Mittelpunkt zu rücken.