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Massentourismus und seine Folgen

Sehr viele Urlaubsgäste auf kleinem Raum

Nachdem sich die Welt vom Zweiten Weltkrieg erholt hatte, zog die Weltwirtschaft deutlich an und es wurde der Urlaub leistbar - auch für junge Familien. Damit stieg der Bedarf an Urlaub und verschiedene andere Entwicklungen wie die Schulferien sorgten dafür, dass sehr viele Menschen zu ähnlichen Zeiten bestimmte Urlaubsorte weltweit aufgesucht haben - der Massentourismus war geboren.

Was versteht man unter dem Massentourismus?

Der Massentourismus ist ein Phänomen, bei dem sehr viele Urlaubsgäste zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Urlaubsort aufsuchen. In Europa ist dies im Sommer der Mittelmeerraum von Spanien über Italien bis Griechenland und die Türkei. Flugzeugweise kommen die Leute am Flughafen an, um ihr Hotel zu erreichen und sich dann meist zwei oder drei Wochen am Strand vom Alltag zu erholen. Das ist durchaus im Sinne der Anbieter, aber es passiert in großer Zahl, weshalb der Begriff des Massentourismus entstanden ist.

Massentourismus und seine Bedeutung

Im Winter sind vor allem die Wintersportorte in den Alpen ein großes Ziel und 20 Kilometer Stau bei der Anfahrt zu den beliebtesten Wintersportorten ist keine Seltenheit, weil einfach zuviele Leute den gleichen Weg haben. Solche Staus gibt es auch im Sommer beim Überwinden der Berge, wenn die Menschen aus Deutschland nach Italien wollen, um ihren Urlaub anzutreten.

Beliebte Urlaubsorte mit den meisten Angeboten

Der Massentourismus ist daher jene Form vom Tourismus, die sich von der einsame Wanderung irgendwo in den Bergen oder von einem wenig besuchten Ausflugsziel am Land deutlich unterscheidet. Es werden die Menschen in großer Zahl bedient, sei es mit Hotel und Gastronomie oder auch mit Campingplätze und anderen Formen wie Appartments. Cluburlaube werden angeboten, um gemeinsame Interessen zu Urlaubsgruppen zu verbinden und man kann über die Masse leichter aus Sicht des Anbieters kalkulieren, als wenn die Familien Stück für Stück anreisen würden.

Gefördert wurde diese Entwicklung durch große Arbeitgeber wie Industrien, die vier Wochen im Hochsommer zugesperrt haben und damit waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezwungen, in diesem Zeitraum ihren Haupturlaub anzutreten. Heute spielt es das nicht mehr, weil kein Unternehmen kann es sich leisten, komplett zu schließen. Auch der Trend zu kürzeren Urlauben spricht dagegen. Doch es gibt heute viel mehr Menschen als in den 1970er- oder 1980er-Jahre und viele können sich auch eine Fernreise leisten, sodass die Welt wirklich kleiner geworden ist. Damit gibt es aber auch mehr Urlaubsgäste pro Tourismusland, was den Massentourismus fördert.

Die Vorteile und Nachteile des Massentourismus

Für die Anbieter ist der Massentourismus natürlich ein gutes Geschäft. Man weiß, dass man zur Zeit der Schulferien im Sommer oder auch im Winter (Semesterferien, Osterferien, Weihnachtsferien) sehr viele Gäste erwarten darf und kann entsprechend kalkulieren. Als Nationalstaat sind die Tourismuseinnahmen von großer Bedeutung, speziell für Länder, die vom Tourismus wesentlich leben - das gilt auch für Österreich, ist aber auch in Südeuropa ein großes Thema.

Aber abseits der Hauptsaison spielt sich nicht mehr so viel ab und man muss das Personal zumindest reduzieren, was zur Saisonarbeit führt. Außerdem ist die Verträglichkeit für die Umwelt zu hinterfragen, denn wenn zu viele Menschen an einem Ort zum Beispiel Wälder und Parks besuchen, neigt man dazu, noch mehr zu bauen und die Umwelt zurückzudrängen. Es ist also kein Zufall, dass der sanfte Tourismus entstanden ist - ein Kompromiss aus der Masse an Urlaubsgäste einerseits und einer nachhaltigeren Umgangsform mit der Natur andererseits. Lifte werden nur nach strenger Prüfung erlaubt, Hotels und neuer Parkanlagen sind ebenfalls kritischer zu hinterfragen.

Es zeigt sich aber auch, dass viele genug vom Massentourismus haben und lieber schon im April oder Mai ihren Urlaub verbringen, wenn sie noch freie Bahn haben und nicht alles so dicht gedrängt erlebt werden muss. Oder sie weichen in den Herbst aus. Familien mit schulpflichtigen Kindern haben diese Möglichkeiten natürlich nicht, aber es kommt doch zu einer besseren Aufteilung.

Ein Problem des Massentourismus ist auch die Veränderung der lokalen Kultur. Ein gutes Beispiel zu diesem Thema ist in Bergbüchern zu lesen, wenn Extrembergsteiger von ihren Abenteuern am Mount Everest berichten und beobachten, dass die Menschen in Tibet oder Nepal schon wie Europäer agieren statt so, wie sie es in den letzten Jahrzehnten getan haben - einfach, weil sie sich an die vielen Berggäste angepasst haben. Damit geht ein Stück Identität verloren - nicht nur dort, auch in Österreich und anderen Urlaubsländern.

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Der Tourismus setzt sich aus den unterschiedlichsten Begriffen und Unterarten zusammen wie die Tourismusarten nach Art der Reise (PKW, Flug) sowie Dauer (Kurzurlaub, Fernreise), wobei sich diese auch überschneiden können. Ein Ansatz ist die Art des Tourismus im Hinblick auf Massen und Umweltbelastung umgegangen wird.

Die Umwelt oder auch die Natur ist ein wichtiges Thema für einige Begriffe rund um die Urlaubsgestaltung.

Neben dem Naturempfinden gibt es eine andere Kategorie für den Tourismus bzw. dem individuellen Urlaub und das ist der Wunsch, etwas zu erleben. Das muss jetzt keine riskante Klettertour sein, darf es für manche aber schon auch sein. Hier spielt der Wunsch nach Flucht aus dem öden Alltag die Hauptrolle.

Das Erleben muss jetzt keine fünfstündige Wanderung sein, es gibt auch andere Formen.

Und dann gibt es allgemeine Begriffe, die sich mit dem Tourismus beschäftigen, zum Teil sogar auf ironische Art und Weise.

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MassentourismusArtikel-Thema: Massentourismus und seine Folgen
Beschreibung: Der ✈ Massentourismus ist eine Konsequenz aus dem hohen Bedarf an Urlaubsaufenthalt gepaart mit ✅ beliebten Zielen weltweit.

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