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Derivate Optionen

Optionen als umfangreiches Derivat

Die Option ist eine interessante Geschäftshandlung im Ablauf der Börsengeschäfte. Denn sie ist eine Vereinbarung, bei der man nicht weiß, ob das Geschäft überhaupt zustande kommen wird. Damit ist dieser Börsenhandel einer, der mit Kursen aktiv spekuliert und handelt, bei dem es aber keine Verpflichtung zum Abschluss gibt.

Definition Optionen an der Börse

Es treffen sich an der Börse zwei Handelspartner, wobei der Besitzer der Option (= Käufer und hat die long position) das Recht hat, aber nicht die Pflicht, zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis eine bestimmte Menge eines Basiswertes zu kaufen, aber auch zu verkaufen. Das kann zum Beispiel der Kauf von US-Dollar zu einem bestimmten Kurs sein. Wen der Kurs nicht gefällt, dann lässt man es eben sein und verzichtet. Passt der Kurs, kommt das Geschäft zusammen.

Viele Begriffe, eine Option

Die Option hat eine große Bedeutung an der Börse und zeigt sich alleine durch die zahlreichen Begriffe in diesem Zusammenhang. Viele Menschen haben schon von "long" und "short" im Zusammenhang mit der Börse gehört. Die long position wurde hier schon für den Käufer im Rahmen der Option genannt. Es ist daher wenig überraschend, dass die short position dem Verkäufer innewohnt. Es muss aber nicht zwangsläufig so sein, denn bei den Optionen kann es auch umgekehrt sein, dass der Besitzer zwar weiterhin die long position inne hat, aber mit dem Ziel, zu verkaufen. Man unterscheidet daher zwischen einer Call-Option (ich bestehe auf den Kauf) und einer Put-Option (ich bestehe auf den Verkauf). Der Gegenpartner ist verpflichtet, diese Option zu erfüllen, wenn der Besitzer der Option darauf besteht.

Short und Long sind aber nicht die einzigen Parameter beim Handel mit Optionen. Das underlying inst ein weiterer Begriff und umschreibt den Basiswert oder genauer das Produkt, um das es beim Geschäft eigentlich geht, also Aktien, Rohstoffe, Währungen oder was auch immer. Der US-Dollar im Beispiel wäre das underlying, der mögliche Käufer die long position und der mögliche Verkäufer die short position.

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen amerikanischen und europäischen Optionen. Bei den amerikanischen Optionen gibt es eine bestimmte Frist, bis zu der die Option erfüllt sein muss, in Europa gilt hingegen ein festgelegter Zeitpunkt. Außerdem wird noch zwischen der Call-Option und der Put-Option unterschieden. Die Call-Option ist die Option zu kaufen, die Put-Option ist jene zu verkaufen.

Ablauf von Optionen

Bis zum Ablauf der vereinbarten Frist hat der Käufer nun die Möglichkeit, sich zu überlegen, ob er das Geschäft abwickeln will oder nicht. Der Verkäufer selbst ist verpflichtet, die Option einzuhalten, wenn der Käufer das Geschäft abwickeln will. Die Entscheidung obliegt also dem Käufer. Wenn er um 100 Dollar kaufen wollte und der Kurs steigt auf 150 Dollar, wird er unbedingt das Geschäft erfüllen wollen, denn damit hätte er einen guten Gewinn gemacht. Umgekehrt hätte der Verkäufer gute Lust und hofft auf Abschluss, wenn der Kurs auf 50 Dollar sinkt.

Generell kann man Optionen also völlig frei gestalten, aber normalerweise werden Optionen bei typischen Börsengeschäften als standardisierte Verträge gehandelt. Optionen können für viele Werte eingesetzt werden - die Palette reicht von den Aktien über die Anleihen bis zu Rohstoffe und Währungen.

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Börse Derivate OptionenArtikel-Thema:
Derivate Optionen
letztes Datum:
20. 07. 2019

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