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Berghütte und ihre Funktionen

Schutz und Unterkunft

Die Berghütte ist ein verschieden großes Haus, das auf höherer Lage errichtet wurde, wobei es beeindruckende Hütten auf 2.500 Meter oder noch höher im Alpenraum ebenso gibt wie jene, die auf 900 Meter und ähnlicher Lage zu finden sind. Diese Hütten sind für den Tourismus weit wichtiger, als man auf den ersten Blick meinen würde und haben verschiedene Funktionen, die zum Teil aus der Geschichte heraus wesentlich wurden.

Berghütte: vom Schutz bis zur Unterkunft

Wer sich in der Bergwelt bewegt, kann verschiedene Situationen erleben, die man nicht planen kann. Ein nicht angesagtes Gewitter, ein plötzlicher Schneesturm, Kreislaufprobleme - die Liste kann man beliebig erweitern. Gerade bei den Wettereinflüssen ist es wichtig einen Ort zu erreichen, der Schutz bietet. Es gibt entlang mancher Wanderwege kleine Unterstände, die nur aus einem simplen Holzdach bestehen und kurzfristig Schutz bieten, mehr hilft eine Wanderhütte oder auch Berghütte. Dort gibt es in der Regel etwas zu trinken und auch Kleinigkeiten zum Essen, vor allem aber hat man ein Dach über dem Kopf und kann sich erholen.

Diese Funktion war auch der Impuls, Hütten auf höherer Lage einzurichten und dabei gab es noch eine zweite Überlegung, denn nicht wenige wollen zum Beispiel einen Gipfel erreichen, doch der Weg vom Tal bis ganz nach oben kann zu lange für einen Tag sein und es kann auch gefährlich sein, in der prallen Sonne in der Gipfelregion seine Tour zum Erfolg zu führen. Daher macht es Sinn, am ersten Tag bis zur Berghütte zu wandern oder im hochalpinen Bereich aufzusteigen, um am zweiten Tag zum Gipfel und wieder retour zu gehen. Falls nötig, kann man am dritten Tag den Abstieg ins Tal anstreben oder man wandert nach dem Gipfel noch am zweiten Tag nach unten.

Schutz und Übernachtungsmöglichkeiten sind daher die Wurzeln der Berghütte, die man heute noch nutzt. Eine Option ist die Berghütte zum Beispiel auch dann, wenn man eine ganze Woche auf Tour sein will und von Hütte zu Hütte wandert - zum Beispiel rund um einen Bergkamm mit verschiedenen Gipfeln oder auch im niedrigeren Terrain, wenn man eine Höhenwanderung mit Freunden oder der Familie anstrebt - irgendwo muss man ja übernachten und mit dem Zelt ist es meist verboten, weil das nur für den Campingplatz zulässig ist.

Party und Bergstimmung

Eine ganz andere Funktion hat die Berghütte aber im Sinne des Massentourismus erhalten. Denn hoch oben auf den Bergen kann man auch hervorragend Party feiern und das gilt nicht nur für die zahlreichen Après Ski-Veranstaltungen der Skigebiete, sondern auch für Silvesterpartys, Geburtstagsfeiern und ähnliches.

Einerseits hat man eine prächtige Aussicht auf eine beeindruckende Naturlandschaft, andererseits aber auch eine urige Stimmung in der Hütte mit Musik verschiedenster Ausrichtung und es fließt der Alkohol und alle sind gut drauf. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, den Alltag zu vergessen und das wünschen sich viele. Deshalb ist es eine sinnlose Übung, für eine Silvesterparty am 1. Dezember eine entsprechende Berghütte zu finden - die sind nämlich oft schon ein Jahr im voraus ausgebucht und das zeigt den Bedarf an dieser Form von Unterkunft.

Berghütte und Ausstattung

Ein Luxushotel ist etwas anderes und das muss schon klar sein. Mit der U-Bahn kommt man auch nicht zur Berghütte, auch wenn viele mit einem Lift leichter erreichbar sind als über die mehrstündige Wanderung. Die Berghütte oder auch Wanderhütte ist unterschiedlich groß. Manche sind rein für die kleine Gastronomie wie Apfelsaft, Bier und Toast ausgerichtet, wobei Suppen und kleine Speisen auch möglich sein können. Sie können auch Schutz bieten, sind aber für eine Übernachtung nicht vorgesehen.

Andere Berghütten, vor allem im hochalpinen Gelände, haben auf jeden Fall einen Schlafsaal, sodass eine Übernachtung jederzeit möglich ist oder gar gebucht werden kann, um einen bekannten Berg zu bezwingen. Wer in seiner Not ein Dach über dem Kopf braucht, wird nicht abgewiesen, es ist wesentlich, dass man zusammenrückt und Platz schafft, wenn es wirklich eng werden sollte.

Der Schlafsaal ist daher nicht bei jeder Hütte möglich, es hängt aber auch vom Gelände und der Region ab. Hochalpin wird man zur Not bald wo übernachten müssen, bei einer Wanderung im Vorgebirge wäre das eher selten der Fall und dort ist die Stärkung mit Getränke und Speisen oft ausreichend, wie auch das Abwarten eines Gewitters.

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Es gibt die unterschiedlichsten Unterbringungsarten, aber ein paar typische, die auch erwartet werden. Das Hotel mit seinen Hotelleistungen steht dabei an der Spitze. Es gibt verschiedene Formen wie das Bahnhofshotel oder das Flughafenhotel für die Unterbringung je nach gewählter Reiseform und auch abgewandelte Formen.

Aus dem Hotel entwickelte sich die Idee des Hotel Garni und der Hotelpension. Sehr häufig wird das Hotelrestaurant angetroffen und ein auch medial öfter besprochenes Thema sind die Hotelsterne samt Hotelbewertung. Das Resort ist auch eine abgewandelte Form des Hotels.

Weitere Optionen zur Unterbringung bieten die Pension oder auch das Motel. Man kann sich aber auch selbst versorgen wie etwa beim Bungalow oder in der Ferienwohnung sowie im Appartment. Eine besondere Unterbringung ist die Berghütte als Schutz bei Bergtouren oder als Veranstaltungsort wie etwa bei Silvesterfeiern im Bergland.

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Berghütte als UnterkunftArtikel-Thema: Berghütte und ihre Funktionen
Beschreibung: Die Berghütte ist eine Unterkunft, die im Sinne des Tourismus verschiedene Funktionen vom Schutz bis zum Partyort erfüllen kann und zum Teil auch muss.

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