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Eventtourismus

Mehr Gäste durch Veranstaltungen

Der typische Fall bei der Urlaubsplanung ist jener, dass man sich für eine bestimmte Region entscheidet und dann die Angebote prüft, welches Hotel in Frage kommt oder wie man überhaupt den Urlaub verbringen möchte. Der eigene Wohnwagen könnte für einen Campingurlaub ja auch in Frage kommen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, durch bestimmte Ziele den Urlaub oder auch einen eintägigen Ausflug anzustreben und Veranstaltungen sind häufig als solches Ziel definiert. So entstand der Begriff des Eventtourismus, denn es sind immer noch Gäste, aber sie kommen aufgrund von verschiedenen angebotenen Veranstaltungen (englisch Events) und nicht ursächlich, weil sie sich den Ort X genau jetzt anschauen möchten.

Beispiele für den Eventtourismus

Der Eventtourismus an sich ist der Sammelbegriff für alle Einnahmen, die durch die Veranstaltungen entstehen können. Es gibt dabei Volksfeste, die man an einem Nachmittag besucht und durch Speisen und Getränke für Umsätze sorgt, aber es gibt auch mehrtägige Musikfestivals oder große Veranstaltungen, die viele Gäste anlocken, was zu einem längeren Aufenthalt führen kann.

In Wien hat sich das Donauinselfest im Juni als dreitägige Veranstaltung als solches Event etabliert, bei dem sehr viele Konzerte angeboten werden, aber auch für Kinder Unterhaltung geboten wird. Viele Menschen aus dem In- und Ausland reisen nach Wien, um das Fest zu erleben und konsumieren natürlich am Fest selbst durch Speisen und Getränke, sind aber auch im Hotel und anderen Unterbringungsmöglichkeiten zahlender Gast, was der Stadt enorme Mehreinnahmen bringt.

Sportveranstaltungen kann man im gleichen Kontext nennen wie etwa die Stadtmarathons, die auch dazu einladen, ein ganzes Wochenende in der betreffenden Stadt zu verbringen. Der Lauf selbst ist im Mittelpunkt, aber die Stadtbesichtigung spielt auch eine Rolle und viele laufen gar nicht mit, sondern wollen sich das Spektakel als Besucher und Zuschauer gönnen, um dabei sein zu können. Für die Städte ist eine solche Veranstaltung mit tausenden zusätzlicher Gäste eine wichtige wirtschaftliche Größe, die jedes Jahr auch sich im Budget niederschlägt.

Kulturelle Veranstaltungen sind ebenfalls ein Thema, können oft aber auch als Tagesausflug ausgewählt werden, etwa für den Besuch einer Open-Air Darbietung wie Opern, Operetten und andere Konzerte. Popkonzerte sind gleichfalls ein Grund, eine bestimmte Stadt auch im Ausland aufzusuchen, um eine bestimmte Band live erleben zu können.

Bedeutung des Eventtourismus

Um beim Beispiel der Stadt Wien zu bleiben: die Stadt hat jedes Jahr sehr viele Besucherinnen und Besucher, die für ein paar Tage bleiben, um sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen oder auch das kulturelle Angebote zu nutzen. Trotzdem sind die Großveranstaltungen wie das Donauinselfest oder der Marathon sowie der Silvesterpfad zum Jahreswechsel sehr wichtig, weil sie viele Millionen Euro an Wertschöpfung mit sich bringen und die Stadtkasse gut füllen.

Gleiches wenn auch in anderer Dimension gilt auch für kleinere Gemeinden, die Fest veranstalten. Vom Weinfest bis zum Mittelalterfest, vom Stadtfest bis zur Sommeroperette reicht der Bogen und bringen Geld in die Kasse, mit dem die Stadt ihr Budget leichter verwalten kann. Selbst wenn ein bestimmtes Fest nur einmal pro Jahr stattfindet, ist der Mehrertrag durch die Veranstaltung deutlich bei der Finanzplanung zu spüren und gleichzeitig ist der Andrang auch groß, weil diese Events Abwechslung bieten und die Nachfrage sogar noch wächst. Manche Feste sind sogar so beliebt geworden, dass es fast schon zu viele Besucher gibt. Aber umgekehrt gibt es dann auch entsprechend hohe Einnahmen für die Gemeinde, die Unternehmen in der Gemeinde vom Gasthaus bis zum normalen Handel.

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