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Sanfter Tourismus und sein Ziel

Vereinbarkeit von Urlaub und Natur

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs musste die Wirtschaft in Europa wieder völlig neu aufgebaut werden. Spätestens in den 1960er-Jahren war man aber wieder soweit, sich um die Freuden des Lebens kümmern zu können und Ausflüge sowie Urlaubsaufenthalte wurden ein Thema. Das Auto war längst der ständige Begleiter geworden und auch mit der Bahn waren viele Gebiete leicht zu erreichen. Aus dieser Kombination entstand ein großer Bedarf und entsprechende Anlagen wurden gebaut - am See, am Meer und natürlich auch in der Bergwelt. Die Umwelt war dabei kein Thema, wie sich bald herausstellte und das führte zu Problemen wie Schlammlawinen und dergleichen mehr.

Deshalb war ein Umdenken wichtig, um den Tourismus weiter betreiben zu können, aber auch die Gefahren einzudämmen. Der Begriff des sanften Tourismus war geboren.

Wie kam es zum sanften Tourismus?

Wie es nicht geht, haben die Jahre von den 1960ern bis zu den 1980ern gezeigt. Es gab fast so etwas wie ein "Wettrüsten" unter den Tourismusverbänden und zwar an den unterschiedlichsten Plätzen. Riesige Hotelanlagen wurden an sensibler Stätte gebaut und im Bergland entstand eine Liftanlage neben der anderen.

Sanfter Tourismus und sein Ansatz

Gerade im Bergland wie etwa im österreichischen Bundesland Tirol kam es zu Folgeschäden, weil jeder Lift bedeutet, dass Wald abgeholzt werden musste und damit verlor man die Schutzfunktion des Waldes, dessen Funktion vielen entweder egal war oder man wusste es wirklich nicht. Bei entsprechender Wetterlage mit viel Regen kam es zu Schlammlawinen und ganze Hänge drohten abzurutschen. Dass das so nicht weitergehen kann, war klar. Doch was war zu tun? Einerseits will man Geld mit den Gästen verdienen, andererseits war klar, dass man auf die Umwelt Rücksicht nehmen muss.

Was ist der sanfte Tourismus?

Der Begriff des sanften Tourismus wurde als Konsequenz des übertriebenen Massentourismus eingeführt und ist ein Überbegriff für den Kompromiss von umweltverträglichem Massentourismus. Man darf weiter wandern gehen, kann sich sportlich betätigen, kann skifahren oder boarden, aber es werden nicht mehr auf jeder Ecke neue Liftanlagen gebaut und es braucht eine Umweltverträglichkeitsprüfung, ehe expandiert werden kann und darf. Die Touristen kamen trotzdem in Strömen, aber die Naturverträglichkeit wurde deutlich erhöht, auch wenn man immer noch genug Verbesserungspotential erkennen kann.

Sanfter Tourismus und neue Wege

Das Umdenken war aber nicht ein Ausbremsen des Tourismus - im Gegenteil. Es entstanden viele zusätzliche Angebote wie etwa Naturparks oder auch Nationalparks mit der Aufgabe, einerseits die vorhandene Natur zu schützen und zu erhalten und andererseits diese auch zugänglich zu machen und zu erklären. Ranger laden die Gäste ein, eine Tour durch solche Parks mitzumachen und dann staunt man nicht schlecht über die Vielfältigkeit der Wälder, Gräser und Tierarten.

Das Naturerlebnis wurde für viele Urlaubsgäste zum absoluten Mittelpunkt und da sich die Menschen immer öfter in Häuserschluchten wiederfinden, ist die Begeisterung für die Natur gestiegen. Mehr Umweltschutz als Angebot trifft also auf mehr Umweltnachfrage - nicht nur bei Kindern, die darüber in der Schule lernen. Die Betreiber waren vielleicht nicht so begeistert und dachten an die Einnahmen und nur daran, aber die Menschen haben die Bedeutung der Natur wieder stärker wahrgenommen. Und mit stärkerer Bedrohung durch den Klimawandel wurde der Bedarf nach natürlichem Urlaub ohne Belastung der Umwelt sehr stark nachgefragt. Urlaubsformen wie etwa Camping mit enger Verbindung zur Natur war gefragt wie schon lange nicht mehr.

Sanfter Tourismus - alles wieder gut?

Weniger Urlaubsgäste oder auch Ausflugsgäste gibt es deshalb auch nicht, aber man hat beim Angebot strengere Regeln, die man sich zum Teil selbst auferlegt, um damit zu werben, zum Teil werden sie aber auch von den Behörden ergo der Politik festgelegt. Die Menschen selbst haben auch ein großes Interesse an der Erhaltung der Natur, sei es der Freizeitpark am Stadtrand ihrer Heimatstadt oder der Urlaubsort zum Wandern, Spazierengehen oder für andere Aktivitäten.

Allerdings gibt es einen Haken. Wenn nämlich der Mensch weiterhin das Klima so stark erwärmt, verändert sich die Natur auch dann, wenn kein neuer Lift und kein neues Hotel gebaut wird - heimische Tierarten und Pflanzenarten werden verdrängt und das hat natürlich auch für die Umwelt Folgen, selbst wenn kein einziger Urlaubsgast vorhanden sein sollte.

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Der Tourismus setzt sich aus den unterschiedlichsten Begriffen und Unterarten zusammen wie die Tourismusarten nach Art der Reise (PKW, Flug) sowie Dauer (Kurzurlaub, Fernreise), wobei sich diese auch überschneiden können. Ein Ansatz ist die Art des Tourismus im Hinblick auf Massen und Umweltbelastung umgegangen wird.

Die Umwelt oder auch die Natur ist ein wichtiges Thema für einige Begriffe rund um die Urlaubsgestaltung.

Neben dem Naturempfinden gibt es eine andere Kategorie für den Tourismus bzw. dem individuellen Urlaub und das ist der Wunsch, etwas zu erleben. Das muss jetzt keine riskante Klettertour sein, darf es für manche aber schon auch sein. Hier spielt der Wunsch nach Flucht aus dem öden Alltag die Hauptrolle.

Das Erleben muss jetzt keine fünfstündige Wanderung sein, es gibt auch andere Formen.

Und dann gibt es allgemeine Begriffe, die sich mit dem Tourismus beschäftigen, zum Teil sogar auf ironische Art und Weise.

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sanfter TourismusArtikel-Thema: Sanfter Tourismus und sein Ziel
Beschreibung: Als ✈ sanfter Tourismus wird ein Tourismusangebot für Urlaube und Ausflüge definiert, wenn auf die ✅ Umwelt und Natur entsprechend Rücksicht genommen wird.

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