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Arten der Bankgeschäfte

Die Bereiche der Bankaktivitäten

Die Bank ist für die einen die Quelle für Geld, das für den Unternehmensalltag benötigt wird, für die anderen die Möglichkeit, überschüssiges Geld anzulegen, um es zu vermehren und für die Dritten der Ort, wo man sich beraten lassen kann, wenn man eine Investition wie ein Auto oder eine Wohnung plant.

Alle drei Beispiele sind Bankgeschäfte und Teil der Geschäftsbereiche, die die Banken anbieten können, wobei es insgesamt vier Bereiche gibt, in die die verschiedenen Aktivitäten einzugliedern und einzuordnen sind. Nicht jede Bank bietet alle Bereiche an, weil sie sich auf ein bestimmtes Segment spezialisiert hat, aber es gibt auch die Bankfilialen, die als Universalbank tätig sind und alle Bereiche anbieten ergo abdecken.

Passivgeschäft: Banken erhalten Geld

Wenn die Bank kontaktiert wird, um Geld anzulegen, das man per Zinsen vermehren möchte, dann ist der Geschäftsbereich des Passivgeschäfts angesprochen. Das bedeutet, dass die Bank keine Initiative setzt, sondern man kontaktiert die Bank und bietet sein Geld an, mit dem die Bank dann arbeiten kann.

Überblick über die Bankgeschäfte

Das stimmt natürlich nur bedingt, denn die Bank bemüht sich mittels Werbung um Kundinnen und Kunden, die ihr Geld anlegen wollen - sei es mit gutem Ertrag am Sparbuch oder sei es durch einen Investmentfonds oder andere Anlageformen. Beim Fonds gibt es Vermittlungsprämien, beim Sparbuch hat man echtes Geld zum Arbeiten, daher ist die Zahl der Kundinnen und Kunden auch gleichbedeutend mit den eigenen Möglichkeiten, Geld zu verleihen.

Dieser Bereich hat sich sehr stark verändert, weil die Zinsen längst nicht mehr die Höhe erreichen, die sie früher hatten. Ein Eckzinssatz von 5 Prozent ist wünschenswert, aber absolut unrealistisch geworden und das hat zur Folge, dass Alternativen wichtiger wurden. Man berät als Bank die Interessierten - Unternehmen wie auch Privatpersonen - über die Möglichkeiten, wobei Sicherheit und Risiko, aber auch Ertragsoptionen wichtig sind und gegenseitig abgewogen werden müssen.

Aktivgeschäft: Banken verleihen Geld

Beim Aktivgeschäft wird die Bank aktiv eingebunden - zwar wird die Bank noch immer kontaktiert, aber sie stellt ihre Gelder zur Verfügung, damit beispielsweise ein Bankkredit abgewickelt werden kann. Während beim Passivgeschäft die Bank dem Bankkunden Geld schuldet, ist es beim Kredit genau umgekehrt und durch die Passivgeschäfte sind die Aktivgeschäfte erst möglich, weil die Gelder eingesetzt werden können.

Gerade bei der Universalbank gilt, dass man mit vielen Kunden auf Basis von Sparbuch & Co. das Geld erst erwirtschaftet, das man dann für das Kreditwesen einsetzen kann. Hier gilt aber auch, dass spätestens seit der Finanzkrise die Banken vorsichtiger bei der Vergabe geworden sind und junge Unternehmen haben häufig das Problem, gar keinen Kredit von der Hausbank zu erhalten.

Deshalb gibt es auch neue Trends und Funktionen wie etwa das Geld sich über die Börse öfter zu holen als in früheren Jahrzehnten und mit Crowdfunding versuchen auch viele über die breite Masse an Geld für Geschäftsideen zu kommen. Die Banken bewegen sich im Widerspruch, einerseits sicherer zu agieren als vor der globalen Finanzkrise und andererseits aber doch leichter Kredite zu vergeben.

Dienstleistungen: Girokonto & Co.

Der dritte Geschäftsbereich umfasst die Dienstleistungen, wobei damit nicht nur Beratungsgespräche gemeint sind. Wenn man Geld von seinem Konto auf ein anderes Konto überweist, erfolgt eine Dienstleistung. Auch das Onlinebanking ist eine Dienstleistung der Banken. Und gleiches gilt für jede Aktion, die am Girokonto passiert, etwa Überweisungen, Gutschriften, der Bankauszug selbst und vieles mehr.

Der Geschäftsbereich der Banken umfasst also viele Handlungen, die man fast täglich nutzt, aber gar nicht als Dienstleistung interpretieren würde. Ohne diesen - etwa ohne Girokonto - wäre der Alltag viel schwieriger umzusetzen.

Eigengeschäfte: Bankgeschäfte im eigenen Namen

Die Bank ist selbst ein Unternehmen und gewinnorientiert ausgerichtet. Mit den Eigengeschäften können sie Aktivitäten setzen, um überschüssiges Geld gewinnbringend anzulegen, zum Beispiel in Fonds oder Aktien. Diese Aktivitäten sind durch die Bankenkrise ab 2007 stark in die Diskussion geraten, wie weit Banken mit Geld spekulieren dürfen.

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Das Passivgeschäft ist die wichtige Einnahmenquelle der Banken durch Spareinlagen und viele verschiedene andere Anlageformen, durch die Bankkundschaft Geld zur Bank bringt. Das genaue Gegenteil ist mit dem Aktivgeschäft gegeben, denn dann steht Geld zur Verfügung, das für Kredite verliehen werden kann, sei es für Privathaushalte oder für Unternehmen sowie Behörden.

Nahezu jeden Tag hat man mit der dritten Kategorie der Bankgeschäfte zu tun. Denn die Dienstleistungen der Banken umfasst zum Beispiel das Girokonto, Überweisungen oder Daueraufträge. Schließlich gibt es auch den vierten Bereich mit dem Eigengeschäft der Bank und somit Anlageformen zum Ziel, selbst als Unternehmen erfolgreich tätig sein zu können und zu dürfen.

Es gibt aber auch Begriffe rund um die Bankgeschäfte, die nicht so geläufig sind. Das Cross-Selling der Banken ist ein solcher oder auch das Wholesale-Banking sowie das Retail-Banking.

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Geschäftsbereiche der BankenArtikel-Thema: Arten der Bankgeschäfte
Beschreibung: Überblick über die Bankgeschäfte der Banken wie Kreditvergabe, Sparangebote, Dienstleistungen und auch Eigengeschäfte.

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