Damit Geld transferiert werden kann, braucht es eine Grundlage und im Sinne des Bankgeschäfts und der Bankkundinnen und Bankkunden ist dies das Girokonto. Es handelt sich um ein Kontokorrentkonto, das Abbuchungen und Einzahlungen abwickeln kann und das benötigt wird, wenn man Gelder über die Hausbank, also meist über die Filiale der ausgewählten Bank bewegen möchte.
Längst ist das Girokonto zu der zentralen Schaltstelle in finanziellen Angelegenheiten geworden, und zwar sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen. In drei Schritten erarbeiten wir die Basisfunktionen des Girokontos.
Wenn man seinen ersten Arbeitsplatz nach der Schulausbildung gefunden hat, ist es üblich, dass nach den Bankdaten gefragt wird. Die Zeiten, in denen es eine lange Schlange vor dem Personalverrechner oder der Auszahlungsstelle gibt, ist mit wenigen Ausnahmen vorbei. Gehalt und Lohn werden automatisiert zum vereinbarten Zeitpunkt auf das Konto überwiesen und das ist das Girokonto, das man bei seiner Bank einrichten hat lassen.
Dazu muss man wissen, dass lange Zeit die Löhne und Gehälter bar ausbezahlt wurden, weshalb man das Bargeld dann selbst zur Bank bringen musste. Das ist zeitaufwendig, zumal die Bank nicht immer geöffnet hat. Mit dem Girokonto bekommt man das Geld ohne zusätzlicher Aktion und sicherer ist die Angelegenheit auch. Deshalb wird bei allen möglichen Gelegenheiten nach den Bankdaten gefragt.
Mit diesen Daten kann der Arbeitgeber die Gelder überweisen und der Geldtransfer beginnen. Das Girokonto ist dabei eine Dienstleistung der Bank, die natürlich dies nicht aus sozialen Erwägungen anbietet, sondern damit Geld verdient, und zwar in Form von Paketpreise, die je nach Bedarf umfassender oder überschaubarer gestaltet sein können.
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Die wesentlichen Aufgaben beim Girokonto sind die Überweisungen, mit denen man Rechnungen bezahlen kann. Hat man eine Rechnung erhalten, dann kann per Überweisung das Geld an den Rechnungssteller (zum Beispiel eine Autowerkstätte oder einen Lieferanten) bezahlen. Bei regelmäßigen Beträgen ist auch der Abbuchungsauftrag möglich, weil bei Änderungen des Betrags man sich nicht darum kümmern muss. Mietzahlungen oder die Versicherungsprämien sind hier zu nennen. Umgekehrt bekommt man per Gutschrift Einzahlungen, hauptsächlich Lohn und Gehalt. Bei Unternehmen sind das auch die Zahlungen der Kundinnen und Kunden.
Neben diesen Geldtransfers gibt es aber auch die persönlichen Aktivitäten wie Abheben von Geld, um Bargeld zu besitzen. Heute passiert das fast nur noch über Geldautomaten in der Bankfiliale oder per Bankomat. Verschiebt man Geld vom Konto auf ein Sparbuch oder andere Sparformen, ist das ebenfalls auf dem Girokonto eine wesentliche Geldbewegung.
All diese Aktivitäten werden protokolliert und man kann per Kontoauszug auf einen Blick erkennen, was Sache ist und auch besser überprüfen, wie viel Geld noch vorrätig ist oder ob man vielleicht auch einen Fehler gemacht hat.
Praktische Beispiele
Eine zweite Einnahmenquelle für die Banken neben den Paketgebühren für das Konto stellen die Zinsen dar. Es ist das Ziel der Bankkundinnen und Bankkunden, das Girokonto im Plus zu belassen, aber wenn man den Kontostand einmal überzieht und damit einen negativen Stand erreicht, verdient die Bank gutes Geld - sehr gutes sogar, denn die Zinsen sind je nach Marktsituation zum Teil sogar sehr hoch. Hat man hingegen einen hohen positiven Kontostand, sind die Zinsen überschaubar, wenn überhaupt vorhanden. Die Zeiten, als man einen Eckzinssatz von 2 % für das Guthaben am Girokonto erhielt, sind definitiv vorbei. Selbst verdient man mit dem Guthaben daher kaum Geld, beim Überziehen verdient die Bank hingegen sehr gut mit.
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