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Zinsen: Begriffe und Bedeutung

Preis für das Geld

Die Zinsen sind in der Wirtschaft stets ein großes Thema und Veränderungen bei den Leitzinsen durch die Zentralbanken werden bei allen Wirtschaftsnachrichten genannt. Aber die Zinsen spielen auch beim Sparbuch, beim Girokonto und allen anderen Aktionen eine Rolle, bei denen Geld eingesetzt wird und das ist kein Zufall, denn Geld und Zins sind eng miteinander verbunden.

Auf dieser Seite wird zusammengefasst, was der Zins eigentlich ist und welche Begriffe es zu diesem Thema noch gibt.

Zins - der Preis für das Geld

Was ist der Zins eigentlich? Kurz gesagt ist es der Preis, den man bereit ist, für eine bestimmte Summe Geld zu zahlen. Dieser Preis hängt davon ab, wie viel Geld im Umlauf ist und wie sich der Markt auf den Finanzplätzen darstellt. Wenn die Zentralbanken massenweise Geld auf den Markt bringen - man spricht auch vom Fluten des Kapitalmarktes - dann sinkt der Zins. Als Folge der Finanzkrise ab 2007/2008 ging der Zins in den USA durch die Fed und später in der Eurozone durch die EZB gegen Null Prozent, das heißt, als Sparer schaute man durch die Röhre, hingegen haben Kreditnehmer sehr attraktive Situationen vorfinden können.

Eckzinssatz

Ein klassischer Begriff, den die meisten vom Sparbuch her kennen. Dieser Zinssatz dokumentiert die Zinshöhe für eine Spareinlage bei normaler gesetzlicher Kündigungsfrist und das sind drei Monate. Der Eckzinssatz war lange Jahre sehr hoch, zum Teil bis zu vier Prozent, aber er sank in den letzten Jahrzehnten stetig und ist gekoppelt an den Leitzins. Da man will, dass die Leute weniger sparen und mehr ausgeben, wird er wohl auch kaum mehr höher steigen. Selbst 2 % sind schon sehr unrealistisch geworden.

Wer sein Geld auf einem normalen Sparbuch (auch Sparkarte) ohne Bindung belässt, erleidet einen Realverlust, weil die Inflationshöhe viel höher ist, also die Preise steigen, der Zinsertrag nicht ergo gibt es einen Rückgang der Geldsumme, die zur Verfügung steht.

Habenzinsen

Verzinsung des Guthabens am Girokonto, aber mit geringem Zinssatz, sodass kaum spürbare Beträge erwirtschaftet werden können.

Leitzins

Festgelegter Zins durch die Zentralbank und große Bedeutung für die Währung und den Währungshandel, ergo für die Börse. Vom Leitzins ableitend verändert sich auch das Zinsangebot bei Sparbuch und Kreditzinsen. Der Leitzins sinkt, wenn mehr investiert werden soll und steigt, wenn man die Geldmenge reduzieren und das Sparvolumen heben möchte.

Negativzinssatz

Als Folge der Finanzkrise wurde der Euro immer schwächer und der Schweizer Franken immer stärker. Damit der Franken nicht noch stärker wird, wurde ein hoher Strafzinssatz von 0,75 % eingeführt, der Banken betrifft, aber auch Anleger, die ihr Geld im Franken bunkern wollten. Damit wurde der Franken weniger attraktiv, gleichzeitig konnte es passieren, dass die gesamte Zinsbelastung für Kreditnehmer eines Franken-Fremdwährungskredits unter Null gesunken ist, was eigentlich im Widerspruch zum Kreditansatz stand - man zahlt normalerweise Zinsen für das Ausleihen von Geld und hier war eine gegenteilige Situation entstanden.

Sollzinsen und Überziehungszinsen

Teurer Zinssatz, wenn man sein Girokonto überzogen hat. Im Gegensatz dazu sind die Habenzinsen lächerlich gering. Wer lange sein Konto hoch überzieht, fährt oft mit einem echten Kredit besser. Die Sollzinsen werden auch als Überziehungszinsen bezeichnet, allerdings ist das nicht ganz richtig. Sollzinsen ist dann gegeben, wenn man mehr Geld vom Konto abhebt, als vorhanden ist und man einen negativen Kontostand erreicht. Überziehungszinsen sind es dann, wenn der vereinbarte Überziehungsrahmen überschritten wird. Der Zinssatz ist dann noch höher.

Strafzinsen

Zinssatz, der von den Zentralbanken eingeführt wird, um Gelder von den Bankinstituten damit zu belegen. Statt das Geld bei der Zentralbank anzulegen, sollten die Banken das Geld viel mehr als Kredit für Investitionen an die Unternehmen vergeben und weil sie das nicht tun (oder falls sie es nicht umsetzen), müssen die Banken Strafzinsen zahlen.

Zinseszinsen

Wenn man Geld am Sparbuch belässt und nicht behebt, gibt es länger Zinsen, also einen Bonus für das Geld, mit dem die Bank weiterarbeiten kann. Aber es gibt noch mehr - nämlich Zinseszinsen. Diese Zinsen verzinsen den Geldbetrag plus Zins und damit erhöht sich der Betrag zusätzlich. Je größer er ist, desto höher wird der Gesamtbetrag dank der doppelten Verzinsung.

Zinsgefälle

Ein Begriff rund um den internationalen Geldverkehr, der den Unterschied in der Verzinsung beschreibt. Man kann durch die verschiedenen Leitzinsen Geld gewinnbringend anlegen und nutzt dabei den internationalen Geldhandel. Je höher der Unterschied zwischen Nationen oder auch Wirtschaftsverbünden (USA, Eurozone) ist, umso ertragreicher kann man agieren, wobei es viele Bemühungen gibt, diesem Handel einen Riegel vorzuschieben, weil man damit auch kleinere Nationen unter wirtschaftlichen Druck bringen kann.

Zinssatz

Angabe der Zinshöhe in Prozent.

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Zins - Grundlagen

Der Zins ist der Wert für das Geld und dokumentiert mit seiner Höhe im Rahmen des Zinssatzes in Prozent, wie viel man bereit ist für geliehenes Geld zu zahlen.

Eckzins / Eckzinssatz

Der Eckzins mit der Angabe als Eckzinssatz stellt die Grundlage der Zinsen bei Sparbüchern und jeder weiteren Form der Spareinlage unter bestimmten Bedingungen dar.

Leitzins

Der Leitzins wird von der Zentralbank festgelegt und hat für das gesamte Geldwesen und speziell für die Währungen sehr große Bedeutung.

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