Die meisten Menschen denken beim Begriff der Börse an die Aktie und damit ist die Börse automatisch auch schon eine Aktienbörse. Das ist zwar nicht falsch, aber es trifft nicht ganz zu, denn die Börse ist weit mehr als der Marktplatz für den Handel von Aktien der notierten Unternehmen. Es gibt nämlich verschiedene Börsenarten und auch Umschreibungen über den aktuellen Status der Börse. Bekannt ist vielen die Leitbörse als Begriff, auch die Terminbörse kennen viele Menschen. Der OTC-Handel ist ein weiteres Beispiel zum Thema oder auch die Zitterbörse als ironische Umschreibung für eine unsichere Handelssituation an der Börse.
So gibt es Umschreibungen für die Art, wie die Börse agiert oder eingesetzt wird und es gibt auch Kategorien, welche Börsen es wirklich gibt und wie der Börsenhandel stattfindet. Die Zitterbörse ist eine Umschreibung, Vorbörse und Nachbörse sind technische Begriffe für den Handelstag, während die Computerbörse die Art und Weise des Handels beschreibt.
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Vorbörse: Börsenhandel, bevor der neue Börsentag beginnt, also meist Mitternacht bis 9 Uhr am Vormittag. Der Begriff ergänzt die Nachbörse (oder umgekehrt) und dokumentiert, dass im Zeitalter des Internets weit über die Öffnungszeiten der Börse hinaus gehandelt werden kann. Die Bedeutung ist erheblich, denn eine Aktie kann bei Börsenschluss bei 16 Euro liegen und bei Beginn des neuen Börsentages auf einmal einen Wert von 21 oder 12 Euro aufweisen. Der Unterschied liegt im Handel abseits der Öffnungszeiten.
Nachbörse: Börsenhandel, nachdem der Börsentag abgeschlossen ist, also von Börsenschluss bis Mitternacht. Mit dem offiziellen Ende des Börsentages endet der Handel nicht und daher verändern sich die Werte oft noch, manchmal sogar deutlich.
Auswirkungen von Vorbörse und Nachbörse: Der Kurs, mit dem eine Aktie am Börsentag abgeschlossen wird, ist häufig nicht jener, mit dem am nächsten Tag begonnen wird, weil dazwischen weiter gehandelt wird. Bei besonderen Situationen kann sich der Unterschied sogar deutlich zeigen.
Leitbörse: Börse, die andere Börsen deutlich beeinflusst. Weltweit ist dies der Dow-Jones-Index, ergo die Wall Street in New York, in Europa der DAX der Frankfurter Börse. In Japan der Nikkei Index der Börse in Tokio. Sinken diese Aktienindizes stark, dann fallen auch die Werte der kleineren Börsen. Gleiches gilt, wenn die Leitbörse deutlich ansteigt - dann zieht sie die kleineren Börsen mit nach oben.
Das ist auch der Grund, warum zum Beispiel Dow-Jones-Index und DAX in fast allen Wirtschaftsnachrichten berücksichtigt werden. Lange Jahre gab es diese enormen Reaktionen nicht in der Form, aber durch das Internet ist man viel präziser und schneller informiert. Wenn also in Japan und/oder China die Börse aus welchem Grund immer um 10 % fällt, weiß man in Europa ohne Kontrolle der Indizes, dass die Werte nicht steigen werden. Man kann sich sogar darauf einstellen, dass es nach unten geht.
Wirtschaftlich macht das oft keinen Sinn, hier werden einfach Angstverkäufe durchgeführt, was wieder mit Erwartungen und Befürchtungen zu tun hat, weniger mit Veränderungen in der Realwirtschaft.
Terminbörse: Börse für die Termingeschäfte. Ein Termingeschäft ist ein Derivat, bei dem Zeitpunkt und Leistung nicht zugleich erfolgen. Termingeschäfte sind spekulativ, durch die Terminbörse unterliegen sie aber den Börsenregeln, weshalb diese Form von Börse mit ihrem Börsenhandel auch aufgebaut worden ist.
OTC-Handel: Handel abseits der Börse und damit auch abseits der gesicherten Regeln. Das kann der Onlinehandel sein, der Telefonhandel und alle anderen Möglichkeiten, um Kauf und Verkauf zu organisieren. Der Ertrag kann viel höher sein, das Risiko ist es aber auch. In der Zwischenzeit geht man davon aus, dass das Handelsvolumen abseits der Börsenregeln größer ist als das Handelsvolumen, das an den diversen Börsen erreicht wird.
Präsenzbörse: Börse, bei der man tatsächlich an der Börse anwesend ist und per Sichtkontakt seine Aufträge erteilen kann. Früher war das die übliche Form, heute handelt man viel mehr via Computer, Handy und Internet.
Computerbörse: Gesamtheit des Börsenhandels einschließlich des Handels vom Büro aus oder von zu Hause aus wodurch viel mehr Leute rund um die Uhr teilnehmen können als zu den Anfangszeiten der Börsen.
Zitterbörse: ironischer Begriff für eine Situation, in der man nicht so recht weiß, wie sich die Aktien verhalten werden. Sie könnten steigen, aber auch fallen und man "zittert", ob man die richtige Entscheidung getroffen hat - oder: Die ganze Börse zittert, wohin die Reise gehen mag. Oft reicht nur eine kleine Veränderung nach oben oder unten und alle anderen springen auf den Zug - das muss aber nicht die richtige Richtung für die aktuelle Wirtschaftslage sein.
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Artikel-Thema: Börsenarten - welche Arten von Börsen gibt es?
Beschreibung: Verschiedene 📈 Börsenarten haben sich am Finanzmarkt entwickelt und reichen von der Aktienbörse bis zu Begriffe von der ✅ Leitbörse bis zur Zitterbörse.
Wir werden oft gefragt, ob man die Artikel für Studienarbeiten oder Schularbeiten verwenden darf und die Antwort ist ganz klar ja. Dafür haben wir diese Texte auch erstellt - zur Information und Weiterverwendung. Bitte aber bei Möglichkeit auf diese Seite verweisen.