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Derivate Long Position

Die zweite Situation beim Derviatehandel

Beim Wertpapierhandel an der Börse gibt es die verschiedensten Strategien, wobei der eigentliche Handel ein Wechsel der Besitztümer sein sollte und die Börsen sind daran interessiert, die sogenannten Leerverkäufe zu unterbinden, die aus reiner Spekulation entstehen. Häufig wird von long und short gesprochen, wenn es um den Börsenhandel geht, auch bei Aktien, aber gerade bei den Derivaten haben diese Bezeichnungen eine sehr große Bedeutung.

Definition von long und long position im Derivatenhandel

Börse Derivate Long PositionMan unterscheidet bei den Derivaten wie Optionen die zwei Handelspositionen durch long und short. Während der Partner short oder short position einnimmt und verpfichtet wird, den Handel abzuschließen, ist man als Besitzer der Option in der long position oder kurz einfach long definiert. Long bedeutet, dass man bei Optionen und anderen Derivaten in der Position ist, sich auszusuchen, ob es überhaupt zu einem Abschluss kommt.

Das heißt, dass man die aktivere Rolle übernehmen kann, weil man im Besitz der Option ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob man etwa Währung, Waren oder Rohstoffe einkaufen oder verkaufen möchte, entscheidend für die beiden Handelspositionen bei Optionen und anderen Derivaten ist die Frage, wer die Option besitzt.

Als Besitzer kann man sich überlegen, ob der Kurs gut gelaufen ist und man günstiger kaufen kann, wodurch der Partner mit der short position zähneknirschend mitspielen muss, aber man kann auch bei teurem Kurs feststellen, dass der Kauf nicht wirtschaftlich ist und verzichtet auf den Vollzug. Mit der long position ist man der Entscheider bei den Derivaten.

Beispiel von long bei einer Option

Angenommen, man hat einen Handel mit einem Partner abgeschlossen, dass man bei einem Kurs von 100 Euro was auch immer (Aktien, Währungen, Rohstoffe) kaufen möchte, dann ist man in der Option in der long position. Das heißt, dass es von einem selbst abhängt, ob es überhaupt dazu kommt. Wenn der Kurs auf 150 steigt, wird man die Option wahrnehmen, weil man sich 50 Euro beim Einkauf erspart. Der Verkäufer muss von seiner short position aus diesen Handel durchführen, weil er verpflichtet ist, sobald man in der long position darauf besteht.

long bedeutet aber auch, dass man bei einem Kurs von 50 Euro keine Lust verspürt, um 100 Euro einzukaufen, denn dann würde man einen Kursverlust realisieren. Der Verkäufer in der short position hat damit nichts zu tun und die Option hat sich erledigt. Somit zeigen diese beiden Situationen, dass man mit der long position am Drücker ist und die Entscheidungsgewalt hat, ob es überhaupt zum Handel kommt oder nicht. Es ist also gerade bei den Optionen eine Kann-Bestimmung, die vom Kursverlauf abhängig ist. Damit kann man auf Kursveränderungen und Kursgewinne spekulieren, hat aber als Plan B die Möglichkeit, auf den Abschluss gänzlich zu verzichten.

long in der Praxis

long und short haben daher für den Börsenhandel eine große Bedeutung und Börsenkenner wissen, was es bedeutet, wenn jemand sagt, dass er auf "long" geht, womit er mit einem Wort seine Strategie umschrieben hat.

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