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Order im Börsenhandel

Der direkte Auftrag an der Börse

Die Börse ist vor allem in englischer Sprache vorzufinden und so gibt es in der Börsensprache auch zahllose englische Ausdrücke, für die es aber auch deutsche Übersetzungen gibt. Ein typisches Beispiel für Begriffe im Börsenhandel ist dabei Order, was als Auftrag übersetzt werden kann - dennoch ist Order auch im deutschen Börsenumgang stets präsent, vor allem auch mit den verschiedensten Optionen, die man zusätzlich anführen oder nutzen kann.

Order an der Börse: der eigentliche Auftrag

Damit man überhaupt zu Aktien oder Fondsanteilen kommen kann, braucht es einen Auftrag, wobei unterschiedliche Herangehensweisen denkbar sind. Wenn man in einer Bank nach einem Beratungsgespräch beschließt, einen gewissen Geldbetrag in einen Investmentfonds einzuzahlen, ist dies genauso eine Order wie der direkte Auftrag an der Börse, X Stück der Aktie Y zu kaufen. In beiden Fällen kommt es zur entsprechenden Handlung im Rahmen des Börsenhandels und damit zu einer Situation mit Käufer und Verkäufer, wodurch sich auch der Preis ändern kann - abhängig natürlich von der Menge, mit der man tätig wird.

Der Auftrag setzt also die eigentliche Aktion in Gang, wobei es sich um einen Kauf genauso handeln kann wie auch um einen Verkauf und es gilt präzise anzuführen, was man tun möchte und in welchem Ausmaß. So kann man die Stückzahl der bisherigen Fondsanteile anführen, die man verkaufen möchte, man kann auch nur ein paar Anteile veräußern. Gleiches gilt für die Order im Falle eines Kaufs, sei es bei Aktien, Fonds oder anderen Finanzprodukten.

Order mit Zusatzoptionen

In den frühen Phasen des Börsenhandels hat man mit Kaufen und Verkaufen das Thema Order auch schon abgehandelt gehabt. Durch die Computerbörse ergo die technischen Möglichkeiten samt Vernetzung im Internet kann man aber nun ganz andere Aktionen anstreben. Dazu gehören zum Beispiel Aufträge, bei denen man Limits vorgibt, sodass man präzise steuern kann, wann was passieren soll. Eine Order kann etwa einen Zeitraum beinhalten, sodass man im Rahmen der Vorgabe einen Kauf oder Verkauf tätigen kann.

Mit anderen Limits kann man den automatischen Verkauf initiieren, wenn ein bestimmter Kurs einen bestimmten Wert unterschritten hat. Damit verhindert man ohne weiterem Zutun, dass man keinen großen Verlust realisiert, wobei das aber auch eine Falle sein kann. Ein negatives Beispiel dafür, dass selbst so feine technische Lösungen nicht immer funktionieren, war der Euro-Franken-Kurs.

Als nämlich die Schweizerische Nationalbank 2011 einen Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro festgelegt hat, war plötzlich Stabilität beim immer stärker werdenden Franken gegeben. Doch mit einem Schlag hat man 2015 diesen Mindestkurs entsorgt und viele hatten eine Stop Loss Order gesetzt, um in so einem Fall keinen Verlust zu riskieren. Da aber sehr viele diese Order gesetzt hatten und nach Aufhebung des Mindestkurses viele deshalb verkauft haben, war der Verlust trotzdem enorm, weil man gar nicht so schnell per System verkaufen konnte, als der Euro-Franken-Kurs nach unten gestürzt war. Somit hat man nicht beim eingestellten Kurs von 1,19 verkauft, sondern vielleicht erst bei 1,11. Das Beispiel zeigt, dass die Order-Optionen auch nur so gut funktionieren können, wie es die Rahmenbedingungen zulassen.

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