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Gruppenphänomene bei der Gruppenarbeit

Verschiedenste Gruppendynamiken können entstehen

Die Gruppenarbeit oder im positiven Sinne das Team bietet verschiedene Möglichkeiten der Entwicklung und zwar sowohl auf dem Weg zum Ziel als auch im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung der teilnehmenden Menschen und auch was die Gruppendynamik betrifft. Daher gibt es auch nicht DIE Gruppenarbeit, weil selbst innerhalb einer Abteilung eines Unternehmens oder einer Behörde eine Gruppenarbeit stets anders verlaufen kann.

Unterschiedliche Menschen reagieren unterschiedlich

Der Hintergrund ist, dass solche gemeinsamen Arbeitsprojekte häufig sogenannte Gruppenphänomene ans Tageslicht bringen, die man oft gar nicht erkennt oder die man zu spät wahrnimmt und die mit den handelnden Personen zu tun haben. Diese Phänomene müssen nicht durchwegs negativer Natur sein. Natürlich denkt man zuerst an Streitereien in der Gruppe, weshalb nichts weitergeht oder die Gruppe gar scheitert, aber es gibt auch viele andere Situationen, die erst durch das gemeinsame Erarbeiten einer Zielvorgabe entstehen und die Palette ist lang. Sie reicht von übermotivierten Mitgliedern bis zu hohem Risiko bei den Entscheidungen.

Eine Situation, die viele schon erlebt haben, ist das Phänomen des Vielredners - einer Person, die ab Beginn einer Gruppenarbeit das Wort ergreift und dabei je nach Situation als wichtig oder nervig erscheint. Manchmal sogar beides. Solche Phänomene, die auch Personen betreffen können, die als Einzelarbeiter sehr still wahrgenommen werden, sind nicht nur Fakt in Gruppenarbeiten, sie führen auch zu völlig unterschiedlichen Reaktionen.

Ein anderes einführendes Beispiel zum Thema ist das Risiko. Der einzeln vor sich hinarbeitende Mensch würde bei gleicher Aufgabe selten Entscheidungen von solcher Tragweite fällen wie eine Gruppe, die produktiv ist und Fahrt aufgenommen hat. Das Gemeinsame macht auch stark und so wird so manches Konzept abgesegnet, das man sich alleine nicht veröffentlichen trauen würde. Das muss jetzt kein negativer Effekt des Teams sein, sondern kann sogar für das Unternehmen sehr positive Reaktionen auslösen, die die Weiterentwicklung in bestimmten Bereichen vorantreibt - vielleicht sogar mehr als geplant oder erhofft.

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Es kommt aber in der Gruppenarbeit immer wieder zu Gruppenphänomene, die wenig erwünscht sind. Der Gruppendruck und das Gruppenwesen sowie Gruppendenken werden dann oft genannt. Die Einzelmeinung geht unter, die Gruppe gibt den Takt vor, auch wenn man sonst anderer Meinung wäre. Es kann auch zur Übermotivation Einzelner kommen, die sonst vielleicht nicht gehört werden und manchmal auch zu Vielredner oder schlichtweg nervige Gruppenmitglieder werden.

Weitere Gruppenphänomene entstehen bei der Kommunikation, wenn manche Mitglieder mehr Info bekommen als andere. Die Aufteilung der Arbeitsauftrage und Kompetenzen kann zu einer sehr guten Arbeitsteilung führen, aber auch zu Reibereien in der Gruppe. Die kognitive Dissonanz ist ein Phänomen, bei dem man mit dem Ergebnis nicht glücklich ist. Ein anderer Prozess entsteht, wenn die Gruppe sich sehr stark fühlt und mehr wagt als geplant war, man spricht dann vom Risikoschub in der Gruppenarbeit.

Ein Teil der Gruppenarbeit wird als Team beschrieben. Davon leiten sich die positiven Umschreibungen Teamspirit und Teamwork ab. Man arbeitet gut zusammen und es geht auch etwas weiter, man spricht auch von der Teamfähigkeit.

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Gruppenarbeit GruppenphänomeneArtikel-Thema: Gruppenphänomene bei der Gruppenarbeit
Beschreibung: Gruppenarbeit oder auch Team kann unterschiedliche Phänomene entstehen lassen, basierend auf den handelnden Personen.

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Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 05. 09. 2020