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Anleihe an der Börse

Frisches Geld zu fix definierten Bedingungen

Wer mit dem Sparbuch nicht zufrieden ist, weil es zu wenig Ertrag gibt, kann sich an der Börse Alternativen überlegen. Naheliegend sind Aktien und Investmentfonds, die oft genannt werden, wobei die Aktien das höhere Risiko darstellen, die Investmentfonds streuen das Risiko durch Investition in verschiedene Aktien oder Anleihen mehr. Ganz sicher sind sie auch nicht und es hängt von der Art des Fonds ab. Es gibt auch bei den Aktien recht sichere Werte der Blue Chips, also schon lange an der Börse notierter Unternehmen, bei denen Rückschläge selten vorkommen.

Was ist eine Anleihe?

Börse AnleiheEs gibt aber noch eine dritte Art der Investition und das ist die Anleihe. Sie wird nicht sofort genannt und ist in Bankberatungen nicht die erste Wahl, weil meist Investmentfonds empfohlen werden, aber die Anleihe ist durchaus interessant. Dabei handelt es sich um ein Forderungspapier oder auch Forderungswertpapier, das fixe Spielregeln in sich vereint.

Bei einer Aktiengesellschaft werden Aktien als Teile des Unternehmens und als Wertpapier ausgegeben, die auch kleine Anleger erwerben können. Man hat damit einen Teil des Unternehmens, bei Stammaktien auch ein Stimmrecht, jedoch weiß man nicht, wie sich der Kurs entwickeln wird.

Die Anleihe ist von der Grundidee her ähnlich. Vor allem Gebietskörperschaften, auf jeden Fall aber juristische Personen (Staat, Länder, Organisationen) geben eine Anleihe aus und man kann ähnlich den Aktien Anteile erwerben. Damit hat man aber kein Stimmrecht, aber der Ausgeber, Emittent bezeichnet, ist verpflichtet, nach Ablauf einer fixen Zeitspanne zu einem fixen Zinssatz den investierten Betrag plus Zinsen zurückzuzahlen. Das heißt, man hat auch einen Anteil, weiß aber genau, welcher Ertrag dabei herauskommen wird und es ist auch fix vereinbart, welche Rückzahlungsmodalitäten gelten.

Anleihe und Zinsen

In den Medien sind die Anleihen namentlich wenig genannt, aber dass sich Staaten Geld vom Finanzmarkt holen, wird öfter erwähnt und auch, wenn die Zinsen niedriger sind als erwartet. Der Zins ist der Preis für das Geld und spielt eine große Rolle. Wenn Österreich eine Anleihe ausgibt, sind die Zinsen überschaubar. Liegt der Eckzinssatz beim Sparbuch überhaupt am Boden, ist die Anleihe trotzdem eine überlegenswerte Alternative zu Aktien und Fonds, weil sie in vielen Fällen sehr sicher ist. Staaten, die kein Geld haben, müssen höhere Zinsen anbieten, damit überhaupt jemand Lust hat, sein Geld zu investieren. Dort ist das Risiko dann aber auch ein Thema.

Die Anleihen nutzt man oft, obwohl man gar keine Anleihenanteile besitzt und zwar deshalb, weil die Anleihen in Kombination mit den Aktien zum Mischfonds werden. Das sind Investmentfonds, die zum Teil in Aktien und zum Teil in Anleihen investieren. Die Aktien sorgen für mehr Ertrag und Dynamik, aber auch höherem Risiko, die Anleihen bringen weniger Rendite, dafür mehr Sicherheit. So hat man eine gute Kombination und viele Besitzerinnen und Besitzer von Fondsanteilen investieren indirekt daher auch in Anleihen.

Übersicht der Unterseiten

Bundesanleihen

Bundesanleihen, oft auch als Staatsanleihen bezeichnet, sind Anleihen, bei denen sich ein Nationalstaat mittels Anleihe Geld vom Finanzmarkt zu fixen Bedingungen holt.

Fundierte Anleihe

Die fundierte Anleihe oder auch garantierte Anleihe ist eine solche, bei der es über die normale Sicherheit bei Anleihen hinaus einen zusätzlichen Schutz für Investoren gibt.

Industrieanleihe

Die Industrieanleihe wird im Gegensatz zu den Bundesanleihen nicht von Nationalstaaten, sondern von Unternehmen herausgegeben, um an frisches Geld kommen zu können.

Soziale Medien

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