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Gewinnermittlung in der doppelten Buchhaltung

Zweifache Erfolgsermittlung möglich

Es gibt wesentliche Bestandteile und Kennzeichen einer doppelten Buchhaltung und zu diesen Merkmalen zählt auch die Gewinnermittlung oder Erfolgsermittlung. Denn das System der doppelten Buchführung lässt zwei verschiedene Möglichkeiten zu, wie man den Erfolg einer bestimmten Zeitspanne eines bestimmten Unternehmens ermitteln kann.

Was ist die Gewinnermittlung?

Mit der Gewinnermittlung wird aufgrund der gebuchten Geschäftsfälle in der Buchhaltung ermittelt, wie hoch der Gewinn oder Verlust ist. Dieses Ergebnis ist die Grundlage für die Steuerforderung und auch für die Höhe der Zahlung, die man bei der gesetzlichen Sozialversicherung zu entrichten hat. Damit ist die Gewinnermittlung auch die Grundlage für die Ermittlungsfunktion, eine der zentralen Aufgaben der Buchhaltung. Dabei unterscheidet man die indirekte Erfolgsermittlung von der direkten, wobei zweitere der einfachere und schnellere Weg ist.

Es gibt zwei Arten von Gewinnermittlung

Direkte Gewinnermittlung

Bei der direkten Erfolgsermittlung wird schlichtweg die Summe der Erträge der Summe der Aufwände gegenübergestellt und so erhoben, ob ein Gewinn oder ein Verlust vorliegt. Das System funktioniert natürlich für jede Zeitspanne, meist wird aber im Rahmen einer Bilanz ein Jahresergebnis errechnet. So lässt sich der Gewinn durch folgende Berechnung erheben:

Text Betrag (EUR)
Summe der Erträge 3.600.000,--
- Summe der Aufwände 3.150.000,--
Erfolg (oder Gewinn)  450.000,--

Dieses Verfahren ist eigentlich gleich jenem der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, also des einfacheren Buchhaltungssystems für kleine Unternehmen. Auch dort wird ohne weiterer Bilanzarbeiten verglichen, ob man mehr eingenommen hat oder ob man mehr ausgegeben hat. Entsprechend stellt sich das Ergebnis dann auch dar.

Indirekte Gewinnermittlung

Die gleiche Berechnung kann aber auch durch die indirekte Erfolgsermittlung erfolgen. Dabei werden aber andere Kriterien berücksichtigt, wodurch es zu einer größeren Aufstellung kommt. Diese lässt sich so darstellen:

Text Betrag (EUR)
Eigenkapital 31.12.20xx 900.000,--
Eigenkapital 1.1.20xx 700.000,--
EK-Vermehrung 200.000,--
+ Privatentnahmen 300.000,--
- Privateinlage 50.000,--
Erfolg (oder Gewinn) 450.000,--

Das Ergebnis ist das gleiche wie bei der direkten Erfolgsermittlung und damit der Hinweis, dass in der doppelten Buchhaltung zwei verschiedene Wege zum gleichen Ergebnis führen können. Dieses Merkmal ist ein wesentlicher Baustein des gesamten Systems, wobei bei der direkten Erfolgsermittlung die Erträge und Aufwände gegenübergestellt werden, man spricht daher auch von der Erfolgsrechnung. Bei der indirekten Erfolgsermittlung werden hingegen die Vermögenswerte verglichen.

Fazit zur Gewinnermittlung

Die Gewinnermittlung ist das große Ziel für jedes Unternehmen und jede Organisation, um die Steuerpflicht ableiten zu können. Mit der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung hat man die direkte Gewinnermittlung auch schon als Konzept vorgegeben, in der doppelten Buchhaltung kann man beide Wege wählen. Mehr noch: man kann eine Gegenprobe wagen, denn auf beide Wege muss das gleiche Ergebnis erzielbar sein.

Interessant sind beide Wege auch insofern, als man sie von Jahr zu Jahr gegenprüfen kann. So lassen sich einige Fragestellungen leicht klären, die für jedes Unternehmen relevant sind:

Wenn man ein Jahr gearbeitet hat - selbst als Einzelunternehmer - hat man auch bei geringer Anzahl von Belege und besonders Rechnungen keinen großen Überblick. Mit der Gewinnermittlung kann man hingegen sehr leicht feststellen, welche Entwicklung man nimmt und ob man am richtigen Kurs ist. Deshalb ist die Buchhaltung mit der Gewinnermittlung nicht nur öde Pflicht, sondern auch ein wichtiges Hilfsmittel für den eigenen Erfolg.

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Bei der Buchhaltung ist die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung die vereinfachte Alternative zur doppelten Buchhaltung, jedoch mit dem gleichen Auftrag und Ziel, nämlich der Erfassung der Geschäftsfälle samt Ermittlung der Steuerhöhe. Daher ist das wesentliche Thema der Buchhaltung die Gewinnermittlung mit den beiden Unterarten Gewinnermittlung direkt sowie Gewinnermittlung indirekt.

Ausgangslage jeder Handlung abseits des Abschlusses ist ein Geschäftsfall wie etwa ein Einkauf. Aus dem Geschäftsfall wird mit dem System von Soll und Haben ein Buchungssatz gebildet. Diese Buchungssätze werden dann eingetragen, man spricht vom Buchen. In der Schule lernt man das Verständnis von Soll und Haben mit Hilfe der T-Konten und der besseren Übersicht der beiden Spalten.

Die doppelte Buchhaltung ist das komplexere System mit der Bilanz als Abschluss einer bestimmten Zeitspanne wie etwa den vielen Formen der Zwischenbilanz. Damit einher gehen Aktionen wie Rechnungsabgrenzung und Rückstellung.

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Doppelte Buchhaltung GewinnermittlungArtikel-Thema: Gewinnermittlung in der doppelten Buchhaltung
Beschreibung: Die 💰 Gewinnermittlung kann in der doppelten Buchhaltung auf ✅ zweifache Weise erfolgen, nämlich direkt und auch mit der indirekten Methode.

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