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Buchhaltung Grundsätze

Rahmenbedingungen für die Buchführungsarbeit

Ob man nun eine doppelte Buchhaltung (Buchführung) sein eigen nennt oder die einfachere Variante der Überschussrechnung bzw. Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nutzen kann - die Spielregeln bei der Durchführung der Buchhaltungsaufgaben sind für beide Systeme zu beachten, wobei die Grundsätze sich hauptsächlich auf die doppelte Buchhaltung beziehen und daher manche Punkte in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gar nicht möglich sind.

Spielregeln für die Buchhaltung

Dabei müssen zwei Themenschwerpunkte getrennt werden. Der eine betrifft den richtigen Umgang mit den Belegen, die als Beweisstücke zu betrachten sind. Fragt später das Finanzamt nach der einen oder anderen Position, so muss man die Beträge nachweisen können. Das gilt in beiden Buchhaltungssystemen gleich.

Das andere sind die Grundsätze generell, wie die Buchhaltung zu führen ist. Sie beziehen sich vor allem auf die Genauigkeit und auch darauf, dass man die Bewertung stets gleich durchführt. Malen, Zeichnen und Formen mag in der Kunst wichtig sein, ist aber in der Buchhaltung nicht gefragt und sogar strikt zu unterlassen. Daher gilt das, was etwa auf Rechnungen steht und keine Schätzwerte oder eher bevorzugte Beträge, um sich höhere Steuerzahlungen ersparen zu können.

Die Grundsätze teilen sich auf zehn Punkte auf, die in jedem Lehrbuch nachzulesen sind. Wie bereits erwähnt, sind nicht alle Punkte für die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung umsetzbar, denn eine Abgrenzung über die Jahresfrist hinaus gibt es zum Beispiel nicht, auch die Übertragung der Bilanzwerte findet nicht statt. Ansonsten sind die Punkte aber durchaus ebenfalls gültig.

Bedeutung der Grundsätze

Man darf diese Rahmenbedingungen nicht als Empfehlungen auffassen, denn wenn man sich bewusst nicht daran hält, kann es auch zu einer teuren Strafe oder bei Betrugsverdacht auch zu einer Gefängnisstrafe kommen. Wesentlich ist, dass man sich an die Spielregeln hält, genau arbeitet, möglichst bald die Belege verarbeitet und auch die Aufbewahrung entsprechend sicherstellt, damit man genau in diese schwierige Situation gar nicht erst kommen kann.

Auf die leichte Schulter darf man die Regeln auf keinen Fall nehmen und daher werden sie auch in der Ausbildung, etwa in der Handelsschule oder in der Handelsakademie genau besprochen.

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Grundsatz zur Klarheit und Übersichtlichkeit bedeutet, dass jede Buchung, jeder Geschäftsfall für Außenstehende nachvollziehbar sein muss.

Der nächste Grundsatz betrifft die Richtigkeit und meint, dass man keine Märchen erzählen darf. Das Datum muss genauso stimmen wie auch der tatsächliche Betrag.

Dazu passt auch der Grundsatz der Vollständigkeit in der Buchhaltung. Das bedeutet, dass man keinen Geschäftsfall auslassen darf. Alle Geschäftsfälle im betroffenen Zeitraum müssen auch eingearbeitet werden.

Wichtig ist auch die Identität oder auch Bilanzidentität. Das heßt, dass die Beträge in der Eröffnungsbilanz mit jenen der letzten Schlussbilanz zusammenpassen müssen.

Die Buchhaltung ist auf Basis des Grundsatzes der Unternehmensfortführung zu erstellen - also mit der Annahme, dass der Betrieb weiterhin bestehen bleibt.

Der Grundsatz der Einzelbewertung besagt, dass jede Anlage und jeder ähnliche Posten einzeln bewertet werden muss. Eine Summe zu bilden und den Durchschnitt zu errechnen ist nicht erlaubt.

Mit dem Grundsatz zur Vorsicht ist gemeint, dass man nur bucht, wenn man auch einen Beleg dafür hat. Außerdem ist bei der Bewertung die Vorsicht gefragt, wenn es um die Bewertungskriterien geht.

In Sachen Buchen gibt es auch das Ordnungsprinzip mit dem Auftrag, nur mit Beleg wirklich die Buchung durchzuführen. Eine Erzählung über den Geschäftsfall reicht nicht aus und ist verboten.

Die rasche Erfassung ist ein Grundsatz zur täglichen Arbeit in der Buchhaltung. Es ist ein Tipp, möglichst bald die Geschäftsfälle einzutragen, weil man sich noch gut an den Sachverhalt erinnern kann.

Auch ein Thema ist die Aufbewahrung der Belege über einen längeren Zeitraum, der gesetzlich vorgeschrieben ist.

Schließlich gibt es auch das Stetigkeitsgebot in der Buchhaltung. Es bedeutet, dass man immer die gleiche Methodik anwendet und nicht zwischen verschiedenen Ansätzen hin- und herspringt.

Die Grundsätze sind generell einzuhalten. Wer zum Schummeln beginnt oder vorsätzlich ungenau arbeitet, riskiert Konsequenzen wie Geldstrafen oder sogar ene lange Haftstrafe.

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Infos zum Artikel

Buchhaltung GrundsätzeArtikel-Thema: Buchhaltung Grundsätze
Beschreibung: Die Grundsätze in der Buchhaltung sind Rahmenbedingungen, die einzuhalten sind wie Genauigkeit, umgehende Eintragung und Klarheit der Geschäftsfälle.

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