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Volkswirtschaft Regel 6

Märkte organisieren die Wirtschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die Volkswirtschaften deutlich auseinander - im Westen war die Marktwirtschaft gegeben, im Osten der Kommunismus. Mittlerweile hat sich zweiteres erledigt und die meisten zentralwirtschaftlich geführten Länder haben nun auch eine Marktwirtschaft eingeführt.

Volkswirtschaftsregel Nummer 6
"Märkte sind gewöhnlich gut für die Organisation des Wirtschaftslebens"

Warum ist der Kommunismus gescheitert und was war der Nachteil der zentralen Planung, wie dies in der UdSSR der Fall war? Das Übel war und ist, dass man den Markt nicht zentral steuern kann.. Die Idee war darin gesehen worden, dass nur der Staat Angebot und Nachfrage steuern kann, um die sozialen Erfordernisse sicherzustellen. Doch die Idee lag falsch.

In der Marktwirtschaft dürfte eigentlich nichts wirklich funktionieren, weil es keinen gibt, der sagt, wo es lang geht. Familie A kann beim Einkauf ganz anders agieren als Familie B und Unternehmen A bietet völlig andere Angebote an als Unternehmen B. Es gibt aber nicht nur diese vier Einheiten, sondern in einer Volkswirtschaft hunderttausende Menschen und Unternehmen oder bei größeren Ländern gar viele Millionen davon. Und alle agieren individuell.

Nun stellt sich die Frage, wieso dieses Chaos so gut funktioniert und eine Antwort wird gerne zitiert, nämlich die Theorie der "unsichtbaren Hand" von Adam Smith, die er in seinem Werk "The Wealth of Nations" 1776 veröffentlicht hatte. Diese unsichtbare Hand ist der Preis, denn der Preis beeinflusst sowohl die Nachfrager - also die Kundinnen und Kunden - als auch die Anbieter - die Unternehmen.

Passt der Preis nicht, bleiben die Anbieter auf ihrem Angebot sitzen, ist der Preis in Ordnung, dann gibt es einen guten Umsatz, natürlich vorausgesetzt, dass das Angebot stimmt und nachgefragt wird. Und der Preis bringt nicht nur beide Seiten zusammen, er stellt auch den Wert von Güter und Dienstleistungen dar und gleichzeitig auch die Kosten, die für die Herstellung zu tragen sind. Damit steuert er automatisch auch die sozialen Fragen bzw. den sozialen Nutzen.

So ist der Markt trotz des scheinbaren Chaos von Millionen Mitspielern ein effektives System für die Volkswirtschaft. Und daher ist es volkswirtschaftlich ein Problem, wenn Preise staatlich geregelt werden, weil dann der beschriebene Prozess eingeschränkt oder gar verhindert wird.

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