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Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen

Arbeitslosigkeit aus Sicht der Volkswirtschaft

Die Arbeitslosigkeit wird in sozialer Hinsicht jedes Monat diskutiert, wenn die neuen Zahlen gemeldet werden. Aber auch in der Volkswirtschaftslehre spielen diese Zahlen eine große Rolle, denn je mehr Menschen keinen Arbeitsplatz haben, umso mehr Menschen haben auch weniger Geld, um einkaufen zu gehen. Und das wirkt sich natürlich auch auf das Gesamtergebnis aus und daher ist das Codewort Arbeitsplatz in jeder Wirtschaftsdiskussion enthalten. Man spricht weniger davon, dass die Gewinne geringer werden, sondern dass die Zahl der Arbeitsplätze zurückgeht ergo die Arbeitslosigkeit steigt. Das wirkt sich wirtschaftlich viel stärker aus als weniger Gewinn ergo geringere Steuereinnahmen.

Arbeitslosigkeit aus Sicht der Volkswirtschaft

In diesem Kapital hier geht es erneut um die Arbeitslosigkeit, aber im Sinne der Volkswirtschaft und damit nicht um Fakten, die politisch zu Änderungen führen können - beispielsweise durch vorübergehende Förderungen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen - sondern um die Hintergründe in der Gesellschaft und in der Volkswirtschaft, die zur Arbeitslosigkeit führen können.

Das Thema ist dabei gar nicht so einfach, weil es keinen wirklich einheitlichen Begriff für die Arbeitslosigkeit gibt. Am Beispiel von Österreich ist dies an drei Stufen auszumachen. Es gibt zum einen die Arbeitslosigkeit laut Eurostat-Berechnung, dann die nationale Berechnung und dann die wirkliche Zahl. Das bedeutet, dass man stets von der Arbeitslosigkeit und den Arbeitslosenzahlen spricht, aber es gibt verschiedene Ansätze, was man eigentlich darunter versteht.

Und am problematischsten ist der Versuch der Politik, die Zahl zu verbessern, damit man nicht unter Druck gerät. Von Land zu Land werden unterschiedliche Werte herangezogen und bei der Statistik auch gerne getrickst, damit die Zahl der offiziell Arbeitslosen geringer wird.

Arbeitslosigkeit in der Statistik

Die Eurostat-Berechnung ist eine europäische Berechnung, um die Arbeitslosigkeit in allen EU-Staaten auf gleiche Weise festzuhalten, womit sie länderübergreifend verglichen werden kann. Die nationale Berechnung am Beispiel von Österreich bezieht weit mehr Personen ein und ist daher immer deutlich höher - wenn die Eurostat auf 4,0 % kommt, liegt die nationale häufig bei über 6,0 %.

Und dann gibt es noch die Arbeitslosen, die zwar keinen Job gefunden haben, aber bei Schulungsmaßnahmen teilnehmen. Damit fallen sie aus der Statistik, obwohl sie genauso arbeitslos sind und es keine Garantie gibt, dass durch die Schulungen die Chance auf einen neuen Arbeitsplatz erhöht wird - natürlich helfen die Schulungen oftmals, aber die Zahl der Arbeitslosen wird so künstlich gedrückt, was aber ohnehin nicht funktioniert, weil die Medien diese Zahl zu jener der offiziell arbeitslosen Menschen hinzuzählt.

Solche Unterscheidungen gibt es in verschiedenen Ländern und macht einen Vergleich schwer bis unmöglich. Bei der Eurostat-Statistik hat man viele Sonderfälle herausgenommen, damit der Vergleich gelingt, aber bei der nationalen Statistik sind manche Länder ehrlicher, andere biegen die Zahlen sehr gerne zurecht. Die Zahlen sind daher auch kritisch zu hinterfragen.

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Was genau ist eigentlich die Arbeitslosigkeit? Wie wird sie definiert und wie ist sie gemeint?

Es gibt die verschiedensten Ursachen für die Zahl der Arbeitslosen. Arbeitslosigkeit durch Lohnkosten ist dann gegeben, wenn die hohen Lohnkosten von Unternehmen nicht getragen werden können und mehr Leute ohne Arbeitsplatz dastehen. Die Wirtschaftskrise ist auch eine mögliche Ursache für hohe Arbeitslosenzahlen.

Und dann gibt es verschiedene Zahlen rund um den Arbeitsmarkt. Die offene Stellen dokumentieren, wie viele Leute gesucht werden, aber die angebotenen Arbeitsplätze wurden noch nicht besetzt. Die stille Reserve sind Leute, die nicht arbeitslos gemeldet sind, aber eine Stelle übernehmen könnten.

Zusätzlich gibt es einige Begriffe zur Arbeitslosigkeit. Freiwillige Arbeitslosigkeit ist dann gegeben, wenn man eine Stelle besetzen könnte, aber nicht will. Die saisonale Arbeitslosigkeit kennt man vom Tourismus oder auch aus der Bauwirtschaft. Der Begriff registrierte Arbeitslosigkeit umschreibt die offiziell arbeitslos gemeldeten Personen - das sind aber meist weniger als tatsächlich vorrätig. Denn es gibt auch die verdeckte Arbeitslosigkeit und damit Menschen, die nicht offiziell arbeitslos sind - etwa Schulungsteilnehmer.

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Volkswirtschaft ArbeitslosigkeitArtikel-Thema: Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen
Beschreibung: Grundlagen über die 📊 Arbeitslosigkeit aus Sicht der Volkswirtschaft und ihre ✅ Ursachen und Entwicklungen wie saisonale Schwankungen.

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