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Volkswirtschaft Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit aus Sicht der Volkswirtschaft

Im Bereich der Wirtschaftspolitik sind wir auf den Arbeitsmarkt eingegangen und haben anhand des Beispieles aus Österreich die verschiedenen Gruppen genannt und dargelegt, die bei der Arbeitslosenstatistik eine wesentliche Rolle spielen wie die älteren Personen ab 50 Jahre oder die jungen Menschen.

Arbeitslosigkeit aus Sicht der Volkswirtschaft

In diesem Kapital hier geht es erneut um die Arbeitslosigkeit, aber im Sinne der Volkswirtschaft und damit nicht um Fakten, die politisch zu Änderungen führen können - beispielsweise durch vorübergehende Förderungen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen - sondern um die Hintergründe in der Gesellschaft und in der Volkswirtschaft, die zur Arbeitslosigkeit führen können.

Das Thema ist dabei gar nicht so einfach, weil es keinen wirklich einheitlichen Begriff für die Arbeitslosigkeit gibt. Am Beispiel von Österreich ist dies an drei Stufen auszumachen. Es gibt zum einen die Arbeitslosigkeit laut Eurostat-Berechnung, dann die nationale Berechnung und dann die wirkliche Zahl. Das bedeutet, dass man stets von der Arbeitslosigkeit und den Arbeitslosenzahlen spricht, aber es gibt verschiedene Ansätze, was man eigentlich darunter versteht.

Und am problematischsten ist der Versuch der Politik, die Zahl zu verbessern, damit man nicht unter Druck gerät. Von Land zu Land werden unterschiedliche Werte herangezogen und bei der Statistik auch gerne getrickst, damit die Zahl der offiziell Arbeitslosen geringer wird.

Arbeitslosigkeit in der Statistik

Die Eurostat-Berechnung ist eine europäische Berechnung, um die Arbeitslosigkeit in allen EU-Staaten auf gleiche Weise festzuhalten, womit sie länderübergreifend verglichen werden kann. Die nationale Berechnung am Beispiel von Österreich bezieht weit mehr Personen ein und ist daher immer deutlich höher - wenn die Eurostat auf 4,0 % kommt, liegt die nationale häufig bei über 6,0 %.

Und dann gibt es noch die Arbeitslosen, die zwar keinen Job gefunden haben, aber bei Schulungsmaßnahmen teilnehmen. Damit fallen sie aus der Statistik, obwohl sie genauso arbeitslos sind und es keine Garantie gibt, dass durch die Schulungen die Chance auf einen neuen Arbeitsplatz erhöht wird - natürlich helfen die Schulungen oftmals, aber die Zahl der Arbeitslosen wird so künstlich gedrückt, was aber ohnehin nicht funktioniert, weil die Medien diese Zahl zu jener der offiziell arbeitslosen Menschen hinzuzählt.

Solche Unterscheidungen gibt es in verschiedenen Ländern und macht einen Vergleich schwer bis unmöglich. Bei der Eurostat-Statistik hat man viele Sonderfälle herausgenommen, damit der Vergleich gelingt, aber bei der nationalen Statistik sind manche Länder ehrlicher, andere biegen die Zahlen sehr gerne zurecht. Die Zahlen sind daher auch kritisch zu hinterfragen.

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Volkswirtschaft ArbeitslosigkeitArtikel-Thema:
Volkswirtschaft Arbeitslosigkeit
letztes Datum:
09. 11. 2019

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