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Volkswirtschaft lohnkostenbedingte Arbeitslosigkeit

Kosten für Arbeitnehmer sorgen für höhere Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit kann man nicht nur zahlenmäßig erfassen - das passiert Monat für Monat mit der Arbeitslosenquote - sondern auch nach ihren volkswirtschaftlichen Ursachen. Die Hauptunterscheidung erfolgt dabei üblicherweise in nachfragebedingte Arbeitslosigkeit wie zum Beispiel Saisonarbeit und angebotsbedingte Arbeitslosigkeit. Zur zweiteren Gruppe zählt auch die lohnkostenbedingte Arbeitslosigkeit.

Lohnkosten erhöhen Arbeitslosigkeit

Die lohnkostenbedingte Arbeitslosigkeit ist dann gegeben, wenn Unternehmen Menschen nicht einstellen, weil sie sich das nicht leisten können. Dabei kann es sich um die Höhe der Löhne und Gehälter (Lohnkosten) handeln, aber auch die Lohnnebenkosten können ein Grund sein, warum man nicht weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellt oder einstellen mag.

Wobei die Lohnkosten häufig nur ein Teil der Überlegungen sind. Wenn man sich beispielsweise ein Dienstleistungsunternehmen vorstellt, dass fünf Leute beschäftigt und diese fünf Leute machen regelmäßig ein paar Überstunden, dann wäre die Überlegung, eine sechste Person einzustellen, durchaus im Sinne des Arbeitsmarktes.

Aber der Vorteil der fünf Leute ist, dass man diese kennt und schätzt. Man belässt es lieber bei dieser Zahl, weil man dann nicht noch mehr Lohnkosten zahlen muss und zahlt lieber die paar Überstunden, wodurch das Personal ein höheres Gehalt bezieht. Stellen die immer wieder zu leistenden Überstunden kein Problem dar, dann ist dies eine Lösung für das Unternehmen und das Personal, aber natürlich ein Problem für den Arbeitsmarkt, weil mehr Leute beschäftigt werden könnten, wenn man unterstellt, dass diese Situation häufiger auftritt.

Gerade die Lohnnebenkosten sind ein Problem geworden. In Ländern wie Österreich oder Deutschland bedeutet dies, dass das Bezahlen eines höheren Gehalts die Kosten für das Unternehmen fast verdoppeln. Und das Einstellen neuer Leute wird nur wirklich dann vorgenommen, wenn es gar nicht anders geht - aufgrund der Kostensituation.

Es ist daher kein Wunder, dass etwa in Österreich in regelmäßigen Abständen vom Senken der Lohnnebenkosten gesprochen und geschrieben wird. Wenn die Zusatzkosten geringer sind, kann man auch mehr Leute aufnehmen und auch kleinere Unternehmen könnten neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist aber nicht so einfach hinzubekommen und oftmals ein vor allem politisches Problem, hauptsächlich auch ein Problem des Budgets, weil bei einer Senkung weniger Geld hereingespielt werden würde.

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Was genau ist eigentlich die Arbeitslosigkeit? Wie wird sie definiert und wie ist sie gemeint?

Es gibt die verschiedensten Ursachen für die Zahl der Arbeitslosen. Arbeitslosigkeit durch Lohnkosten ist dann gegeben, wenn die hohen Lohnkosten von Unternehmen nicht getragen werden können und mehr Leute ohne Arbeitsplatz dastehen. Die Wirtschaftskrise ist auch eine mögliche Ursache für hohe Arbeitslosenzahlen.

Zusätzlich gibt es einige Begriffe zur Arbeitslosigkeit. Freiwillige Arbeitslosigkeit ist dann gegeben, wenn man eine Stelle besetzen könnte, aber nicht will. Die saisonale Arbeitslosigkeit kennt man vom Tourismus oder auch aus der Bauwirtschaft. Der Begriff registrierte Arbeitslosigkeit umschreibt die offiziell arbeitslos gemeldeten Personen - das sind aber meist weniger als tatsächlich vorrätig. Denn es gibt auch die verdeckte Arbeitslosigkeit und damit Menschen, die nicht offiziell arbeitslos sind - etwa Schulungsteilnehmer.

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Arbeitslosigkeit durch LohnkostenArtikel-Thema: Volkswirtschaft lohnkostenbedingte Arbeitslosigkeit
Beschreibung: Grundlagen über die lohnkostenbedingte Arbeitslosigkeit, die entsteht, wenn Unternehmen aufgrund der hohen Lohnkosten keine neuen Leute einstellen.

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