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Anlagenkauf als Buchungsbeispiel

Anlagenkauf: welcher Betrag, was im Soll, was im Haben?

Ein Beispiel, das im Unternehmen immer wieder auftreten kann, ist der Anlagenkauf, wobei man hier Unterscheidungen vornehmen muss. Angenommen, es wird eine Büroeinrichtung gekauft, dann ist dies ein Anlagenkauf, wenn damit das eigene Büro eingerichtet wird. Es ist aber kein Anlagenkauf, wenn man ein Möbelhaus ist und die Büroeinrichtung als Handelsware wieder verkauft wird. Ein Sonderfall beim Anlagenkauf ist dann gegeben, wenn man geringfügiges Anlagevermögen kauft, zum Beispiel einen Drucker oder einen Monitor, wobei der Preis unter der Grenze ist, die gesetzlich vorgegeben wird.

Verbuchung des Einkaufs

Wir gehen in diesem Buchungsbeispiel aber davon aus, dass dies nicht der Fall ist. Unser Unternehmen hat eine Büroausstattung gekauft, um damit Geschäftsräume nutzbar zu machen. Die Eingangsrechnung sieht so aus.

Titel Betrag (EUR)
Kaufpreis 14.000,--
abzüglich 10% Rabatt 1.400,--
Summe 12.600,--
abzüglich 3 % Skonto 378,--
Kaufpreis abzgl. Rabatt und Skonto 12.222,--
MWSt 2.444,40
Gesamtbetrag 14.666,40

Die wesentliche Frage vor der Verbuchung dieses Geschäftsfalles ist nicht Soll und Haben, sondern, wie hoch der zu verbuchende Betrag eigentlich ist. Ein häufiger Fehler wäre hier der Kaufpreis in Höhe von EUR 14.000,-- und auch das Vergessen der Steuer wäre ein schwerer Fehler. Der eigentliche Kaufpreis reduziert sich zweimal, sodass er genauso wenig interessant ist wie die Zwischensumme. Erst nach Abzug der preisreduzierenden Beträge und der Höhe von EUR 12.222,-- hat man den Nettobetrag vor sich, der das Anlagevermögen darstellt. Der Geschäftsfall ist damit aber noch nicht geklärt, denn es muss die Steuer berücksichtigt werden und auch der Gesamtbetrag.

Der Buchungssatz ergibt daher

Konto Soll Haben
Büroausstattung 12.222,--  
Vorsteuer 2.444,40  
an Lieferantenkonto   14.666,40

Diese Darstellung des Buchungssatzes zeigt auch schon, wie sich Soll und Haben verhalten. Büroausstattung ist ein Bestandskonto und erhöht sich bei einem weiteren Einkauf, das heißt, der Wert der Büroausstattung wird größer. Die Vorsteuer ist das aktive Steuerkonto und erhöht sich ebenfalls und im Gegenzug erhöht sich auch das Lieferantenkonto jener Firma, die die Büroausstattung verkauft hat. Hätte man bar bezahlt, dann würde stattdessen das Kassakonto eingetragen werden, dessen Stand sich verringert hätte, aber dazu ein anderes Beispiel.

Zum Verständnis die Darstellung des Kontos Büroausstattung

Buchung Soll Haben
Anfangsbestand 100.000,--  
ER 1 12.222,--  

Der Bestand vom Konto Büroausstattung hat sich also um die EUR 12.222,-- erhöht, was bedeutet, dass wir nun mehr Büroausstattung im Unternehmen haben, als vor dem Einkauf.

Umgekehrt ist das Lieferantenkonto nun dargestellt.

Buchung Soll Haben
Anfangsbestand   4.400,--
ER 1   14.666,40

Im Falle des Lieferantenkontos hat sich die Habenseite erhöht, das bedeutet, dass wir bei dieser Firma nun um den eingekauften Bruttobetrag höhere Schulden (= Lieferverbindlichkeiten) haben.

In Kombination mit dem Steuerkonto ergeben sich die gleichen Beträge für Soll und Haben und damit gleicht sich die Bilanzsumme für das gesamte Unternehmen wieder aus.

Übersicht der Unterseiten

Gutschrift zum Anlagenkauf

Buchungsbeispiel einer Gutschrift nach einem Kauf von Büroausstattung und die korrekte Verbuchung in der doppelten Buchführung - als Korrektur der ursprünglichen Eingangsrechnung.

Ausgleich der Rechnung

Buchungsbeispiel, wie der Rechnungsausgleich einer Eingangsrechnung in der doppelten Buchführung korrekt zu verbuchen ist - wobei der Kontenausgleich auch Thema ist.

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