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Rechnungsabgrenzung in der Buchführung

Abgrenzen von Beträge von anderen Zeitperioden

Ein großer Unterschied zwischen der einfacheren Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und der Bilanz ergo der doppelten Buchhaltung besteht darin, dass man bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung die Beträge dann einträgt, wenn sie anfallen und man sich um einen Bilanzstichtag keine Gedanken machen muss. Bei der Bilanz ist das anders, denn hier gibt es verschiedene Bilanzarbeiten, zu denen die Rechnungsabgrenzung zählt.

Was ist die Rechnungsabgrenzung?

Die Rechnungsabgrenzung ist ein Teil der Bilanzarbeiten und ermittelt Beträge, die nicht in den Zeitraum der Bilanzerstellung gehören. Das können zum Beispiel Anzahlungen von Kunden sein, das können aber auch Aufwände sein, die man schon bezahlt hat, deren Leistungserstellung aber erst im nächsten Jahr erfolgt. Erstellt man eine Bilanz zum Jahresende, dann müssen diese Beträge eigens ausgewiesen werden und dürfen nicht sorgt verbleiben, wo man sie gebucht hatte. Man grenzt also Aufwände oder Erträge anteilsmäßig ab, die nicht in den aktuellen Zeitraum gehören.

Ein einfaches Beispiel aus dem Privathaushalt ist das Bestellen eines Magazins für ein Jahr. Man bezahlt die Jahresgebühr als Abo im voraus und wenn man im April bestellt hat, heißt das, dass man bis in den April des nächsten Jahres bereits die Magazine ausgeglichen hat. Aus Sicht des Anbieters heißt das aber, dass man Geld erhalten hat, das von Jänner bis März oder auch April in das nächste Jahr zählt. Dieser so ermittelte Betrag ist also abzugrenzen und gehört nicht zu den Erträgen des aktuellen Jahres.

Umgekehrt kann man auch für den Ausbau des Geschäftslokals eine Anzahlung geleistet haben, deren Leistungserstellung erst im nächsten Jahr erfolgen wird. Auch diese Beträge sind eigens auszuweisen.

Wie wird mit der Rechnungsabgrenzung vorgegangen?

Da nachvollziehbar sein muss, wie hoch die Beträge sind, die man abgegrenzt hat, gibt es sowohl ein aktives wie auch ein passives Abgrenzungskonto, wobei sich davon auch die Begriffe aktive Rechnungsabgrenzung und passive Rechnungsabgrenzung herleiten. Passiv ist aus Sicht des Unternehmens, wenn man dem Kunden noch Leistung schuldig ist, die erst im Folgejahr erfolgt (wie im Beispiel der Magazine), aktiv ist der umgekehrte Fall, wenn man schon bezahlt hat, aber der Leistungsträger noch seine Arbeit erbringen muss.

Dadurch, dass man in der Bilanz eigene Konten führt, wird klar, wie viel abgegrenzt wurde, wobei die entsprechenden Konten nur für die Bilanz relevant sind und im neuen Jahr wieder umgebucht werden.

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