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Best Ager oder Junge Alte

Kundengruppe im Handel ab 40 Jahre

Um die große Zahl an möglichen Kundinnen und Kunden eingrenzen zu können und auch Angebote speziell für bestimmte Zielgruppen zu entwickeln, braucht es die üblichen Schubladen. Im Handel bezieht man sich auf verschiedene Möglichkeiten wie etwa der Art des Einkaufs (Online oder im Geschäft, nur das Gewünschte oder auch zufällig gesehene Angebote) als typische Unterscheidung, doch auch das Alter spielt eine Rolle. Ein Begriff zu diesem Thema ist Best Ager, das sich mit Junge Alte übersetzen lässt.

Was versteht man unter Best Ager? Wer sind die Jungen Alten?

Die Gesellschaft hat sich deutlich verändert und es gibt weniger Kinder und mehr alte Leute. Die alten Leute wiederum waren früher mit 60 hauptberuflich Großeltern, investierten aber nicht selbst Geld in Urlaube oder andere Ausgaben. Das hat sich deutlich geändert. Die Menschen sind älter geworden, die Medizin besser und somit hat man es auch mit aktiveren Menschen zu tun. Das gilt auch für die Leute, die noch nicht ganz so alt sind, aber auch als Zielgruppe erfasst werden sollen und das umschreibt man mit Best Ager.

Dabei gibt es keine fixe Definition, weil es von der Branche und den Bedürfnissen der Leute abhängt. Generell umschreibt man Best Ager mit dem Lebensalter ab 40 Jahre bis 60 Jahre und damit hat man es mit Menschen zu tun, die nicht mehr jung sind, sie sind aber noch lange aktiv, verreisen, haben viele Hobbys und vor allem im Gegensatz zu Mindestrentner einerseits und jungen Familien andererseits meist auch viel Geld. Und damit wird die Gruppe für den Handel sehr interessant.

Best Ager und Werbung

Viele Jahre gab es in der Werbung, speziell in TV-Spots nur junge und schlanke Leute, während die Pensionisten kein Thema waren. Heute gibt es viele Werbungen auch für diese Zielgruppe, weil sie aktiver wurde und auch mehr Geld hat als früher. Und gleiches gilt auch für die Leute, die nicht mehr jung sind, aber gerne verreisen, gut essen wollen, beim Einkauf auf Bioprodukte achten oder sich auch schon ein teureres Auto leisten können und/oder wollen.

Darauf bezieht sich die Werbung sehr gerne. Die Versicherung weist auf die späteren Pensionsjahre hin und bietet Angebote, die Gastronomie punktet mit Gemütlichkeit und tollem Servies, während die laute Disco kein Thema mehr ist. Und so entstehen ganz andere Zugänge in der Werbung, um diese Gruppe ansprechen zu können.

Das gilt auch für die Gestaltung der Filialen oder des gesamten Geschäftsbereiches, damit sich diese Menschen wohlfühlen können und entsprechende Kaufleistungen erbringen. Ein wesentlicher Punkt ist die Qualität, denn diese Menschen haben schon viel Lebenserfahrung und hinterfragen gerne kritisch die Produkte. Gute Produkte, heimische Produkte und nachhaltige Angebote sind gerne gesehen - vielleicht noch mehr als etwa bei jungen Familien.

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