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Haus bauen: Tipps

Worauf beim Bau des Eigenheims zu achten ist

Ein eigenes Haus mit Garten ist für viele junge Familien ein großer Traum. Gerade heutzutage möchten Paare dabei ihre eigenen Vorstellungen umsetzen und bauen deshalb selbst. Neben der Wahl des richtigen Grundstücks kommt es dabei vor allem auf die Themen Finanzierung, Energie und Wahl der richtigen Fachbetriebe an. Fünf Tipps für potenzielle Hausbesitzer liefert dieser Beitrag.


Sowohl der Kauf des Grundstücks als auch der Bau des Hauses müssen sicher finanziert sein. Eine Förderung oder ein Kredit sind hier klassische Optionen

Tipp 1: Finanzierung klären

Bereits vor dem Kauf des Grundstücks muss die Finanzierung des geplanten Bauvorhabens geklärt sein. Meist führt der erste Weg zur Hausbank, die möglicherweise einen Kredit vergibt. Doch auch andere Wege sind möglich, um das Eigenheim zu finanzieren. Die österreichischen Bundesländer fördern den Neubau von Eigenheimen mit zum Teil großen Summen. In der Steiermark ist für einen Zweipersonenhaushalt beispielsweise ein Förderdarlehen von 35.000 Euro zu einem Zinssatz von 1 Prozent möglich. Diese Summe ist ein Anfang, reicht aber bei weitem nicht aus, um ein Haus zu bauen. Hohe Kreditsummen sind bei Bauvorhaben an der Tagesordnung. Um ein Eigenheim preisgünstig und ohne zusätzliches Eigenkapital bauen zu können, sind mindestens 70.000 Euro als Kredit zusätzlich vonnöten. Mit einer Summe von 100.000 Euro nur für die Immobilie (ohne Grundstück) rückt zumindest das Bausatzhaus oder ein sehr günstiges Ausbauhaus in greifbare Nähe. Um einen passenden Anbieter zu finden, ist eine intensive Online-Recherche vonnöten. Ein Vergleich von 70.000 Euro Krediten zeigt günstige Anbieter mit niedrigen Zinssätzen. Wer sich dennoch scheut, einen Kredit dieser Größenordnung aufzunehmen, der sollte folgendes bedenken: Eine Immobilienfinanzierung ist langlaufend, die monatlichen Kreditraten fallen deshalb verhältnismäßig niedrig aus. Beispiel: 70.000 Euro bei 3,09 Prozent über 10 Jahre bedeuten monatliche Raten in Höhe von rund 680 Euro. Das ist kaum mehr eine Vier-Zimmer-Studentenwohnung in der Wiener Neustadt.

Tipp 2: Die Baubewilligung

Ein geeignetes Grundstück zu finden, ist der erste Schritt auf dem Weg zum selbst gebauten Traumhaus. In Österreich gibt es Regionen, in denen Bauland sehr günstig ist. Dies ist vor allem im ländlichen Raum der Fall. In den Großstädten hingegen ist Bauland rar gesät und entsprechend teuer. Gerade Familien sollten das Baugrundstück deshalb mit Bedacht auswählen und Entfernungen zu Arbeitspatz und Schule bedenken. Nachdem das Baugrundstück gekauft wurde, geht der nächste Weg zur Baubehörde der zuständigen Gemeinde, in der das Grundstück liegt. Diese stellt für das Bauvorhaben eine Baubewilligung aus. Diese ist in der Regel zeitlich auf zwei Jahre begrenzt. In diesem Zeitraum ist das Haus zu bauen, andernfalls muss die Bewilligung erneuert werden.

Beim Neubau ist auf Energieeffizienz zu achten. Gute Dämmstoffe, eine Solaranlage und ein Speicher sind wichtige Faktoren.

 

Tipp 3: Nachhaltig bauen

Gerade bei modernen Neubauten achten Besitzer immer mehr auf Energieeffizienz. Dies ist sinnvoll, um in der Zukunft Geld sparen zu können. Hierzu gehört ein effizientes Heizsystem, das auf nachhaltige Rohstoffe setzt. Auch eine Solaranlage ist für viele Hausbauer ein Muss – so können sie selbst Strom produzieren und diesen gegebenenfalls sogar speichern. Eine gute Dämmung des Hauses hilft dabei, weniger Heizenergie zu verschwenden, da weniger Wärme entweichen kann. Bei der Beratung hilft ein Fachberater, der auch den Energiepass ausstellen kann. Dieser ist für Neubauten verpflichtend und informiert über die Energieeffizienz des Hauses sowie über wichtige Daten, wie den Wärme- und Stromverbrauch.

Tipp 4: Einen Bauleiter einsetzen

Auf einer Baustelle arbeiten viele Gewerke zeitgleich. Es sind stets viele Handwerker bei der Arbeit, die alle an unterschiedlichen Stellen im Haus arbeiten. Umso wichtiger ist es, einen Bauleiter einzusetzen, der die Arbeiten überwachen kann. Er behält den Überblick und koordiniert die einzelnen Arbeiten. Die Gewerke greifen ineinander. Damit dies reibungslos funktioniert, ist ein Bauleiter unerlässlich. Es ist möglich, dass der Hausbesitzer diese Funktion übernimmt, allerdings ist dies nur ratsam, wenn er vom Fach ist. Der Bauleiter ist in der Pflicht, die Einhaltung des Bauarbeitenkoordinationsgesetzes, kurz BauKG, zu überwachen. Ein Architekt oder ein Handwerker mit Zusatzausbildung ist dafür in jedem Fall der richtige Fachmann. Auf der anderen Seite berichtet der Bauleiter dem Hausbesitzer über aktuelle Fortschritte auf der Baustelle.

Tipp 5: Auf Fachbetriebe setzen

Wer ein Bauvorhaben hat, erhält häufig aus dem privaten Umfeld gut gemeinte Ratschläge und Tipps. Irgendjemand kann besonders gut Fliesen legen oder Wasseranschlüsse legen. Diese Angebote sind mit Vorsicht zu genießen. Wer derartige Arbeiten von Privatpersonen ausführen lässt, ist im Schadensfall nicht abgesichert. Stattdessen ist es ratsam, auf Fachbetriebe zu setzen, die genau wissen, worauf sie achten müssen und welche Materialien sie verbauen dürfen. Sollte dennoch ein Schaden auftreten, haftet der ausführende Handwerksbetrieb dafür. Im ersten Schritt sind Fachbetriebe natürlich häufig teurer als private Angebote, allerdings ist die Belastung, sollte ein Schaden auftreten, wesentlich geringer. Gerade für junge Familien sollte die Sicherheit im Fokus stehen.

Bilder:
Abb. 1: Pixabay.com © annca (Pixabay License)
Abb. 2: Pixabay.com © paulbr75 (Pixabay License)

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Infos zum Artikel

Immobilien Haus bauen TippsArtikel-Thema: Haus bauen: Tipps
Beschreibung: 5 Tipps für den Bau des Eigenheims zur Erfüllung des Traums vom eigenen Haus - von der Finanzierung bis zur Umsetzung.

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