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Offene Inflation im Sinne der Volkswirtschaft

Offene Inflation: Preisanstieg ohne Staatseingriff

Die Inflation wird durch verschiedene Kriterien unterschieden, denn die Situation des Preisanstiegs kann auch verschiedene Ursachen haben. Eine Unterscheidungsart ist die Erkennbarkeit der Inflation und eine Variante ist die offene Inflation, die sich von der verdeckten Inflation als andere Möglichkeit unterscheidet.

Was versteht man unter der offenen Inflation?

Unter einer offenen Inflation versteht man das klare Erkennen des Preisanstieges aufgrund der Marktbedingungen. Offen wird diese Inflationsvariante deshalb genannt, weil man den Anstieg des Preisniveaus direkt erkennen kann - das ist ein Unterschied zur verdeckten Inflation, bei der ein Schwarzmarkt entsteht.

So sind für die offene Inflation typische Merkmale anzuführen. Die wesentlichsten betreffen den Staat und seinen Eingriff oder genauer sein Nichthandeln am Markt. Der Staat schreibt bei einer offenen Inflation keine Festpreise vor, es gibt auch keine Höchstpreise und auch bei extremen Marktbedingungen greift der Staat nicht ein.

Als Beispiel für eine offene Inflation wird gerne die Geschichte bemüht und hier die Zwischenkriegszeit. In der Wirtschaftskrise, die Deutschland oder Österreich nach Ende des Ersten Weltkrieges erreicht hatte, kam es zu einer enormen Geldmengenvermehrung der Regierungen. Als Referenz konnte man den US-Dollar heranziehen und binnen von Tagen vermehrte sich der Wert des Dollars auf eine Art und Weise, wie dies heute nicht mehr vorstellbar ist.

Überliefert ist, dass Ende April 1923 ein US-Dollar 29.800 Mark gekostet hatte. Ende Mai - nur einen Monat später - war der selbe US-Dollar schon 70.000 Mark wert und danach begann erst die Rallye, die dazu führte, dass Ende des Jahres ein Dollar über vier Billionen Mark an Wert aufwies.

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