Die erste der zehn volkswirtschaftlichen Regeln bezieht sich auf die Notwendigkeit jedes Menschen, Entscheidungen zu treffen. Das betrifft nicht nur die einzelne Person, sondern auch die kompletten Haushalte, auch die Unternehmen und natürlich auch die Gesellschaft als Ganzes.
Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass man Entscheidungen treffen muss, die es genau zu überlegen gilt, denn sie haben als Konsequenz Folgen. So kann sich eine Familie überlegen, ob sie Geld für neue Möbel, für den Ausbau des Balkons oder für einen Urlaub ausgibt. Entscheidet sie sich für den Urlaub, dann wird es nichts mit dem ausgebauten Balkon werden und ob sich die Möbel noch ausgehen, ist eine Frage der Möglichkeiten.
Auch die Frage, ob man sich einen Urlaub gönnt oder lieber für die Pensionsvorsorge Geld beiseite schafft, ist ein typisches Beispiel für die Entscheidungen, die zu treffen sind. Das betrifft die privaten Personen ebenso wie die Unternehmerinnen und Unternehmer. Diese müssen zum Beispiel überlegen, ob sie Geld für einen Messeauftritt ausgeben oder ob sie lieber in eine neue Webseite investieren oder eine Agentur für eine stärkere Werbung beauftragen. Alles drei ist finanziell nicht möglich und es gilt, eine Entscheidung zu treffen und die Konsequenz als Tatsache hinzunehmen.
Diese Überlegungen gelten im kleinen wie im großen. National gedacht gibt es immer wieder Diskussionen, ob mehr Geld für die soziale Unterstützung ausgegeben oder neue Waffensysteme angeschafft werden sollen. Auch dies sind Entscheidungen, die Konsequenzen nach sich ziehen. Die Beträge sind viel größere, der Charakter der Entscheidung ist aber von jener des einzelnen Menschen nicht wesentlich zu unterscheiden.
Gerade auf gesellschaftlicher Basis gibt es aber noch weitere Überlegungen wie die Verteilung des Geldtopfes, der zur Verfügung steht. Man kann damit die Effizienz erhöhen, man kann damit aber auch umverteilen. Hier treffen Volkswirtschaft und Politik direkt aufeinander, denn in manchen Ländern liegt der Schwerpunkt bei der Effizienz, in anderen bei der Umverteilung oder auch Gerechtigkeit, um finanziell Schwache stärker zu fördern.
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